Aus der Tiefe: Schrei und Hoffnung

Aus der Tiefe: Schrei und Hoffnung

Aus der Tiefe: Schrei und Hoffnung

קִוּוִיתִי (Kiviti) – Ich hoffe

Transliteration: Kiviti

Das Wort קִוּוִיתִי (Kiviti, „Ich hoffe“) verkörpert das Herz von Psalm 130. Der Psalmist ruft aus „der Tiefe“—einem Ort der Einsamkeit, des Schmerzes oder der Unsicherheit—mit Ehrlichkeit, doch das Lied endet nicht dort. Im Akt des Aufschauens und Rufens gibst du deinem Schmerz und deiner Hoffnung eine Stimme, im Vertrauen darauf, dass jeder Ruf gehört wird, jeder Moment zählt.

Zu hoffen bedeutet nicht nur, sich ein besseres Morgen zu wünschen—es heißt, im Vertrauen verwurzelt zu bleiben, dass Erlösung selbst aus der Tiefe kommen kann. Auch wenn Antworten fern scheinen, wenn die Welt ungerecht erscheint, hast du das geistliche Recht, sowohl deinen Schmerz als auch deinen Glauben daran, dass sich Dinge ändern können, auszusprechen. Diese Art von Hoffnung ist stark, hartnäckig und heilig.

Wenn du dich verloren fühlst, lass „Kiviti“ eine sanfte Erinnerung sein: Du darfst all deine Gefühle—Trauer, Wut, Sehnsucht und Hoffnung—ehrlich vor Gott bringen. Der Psalmist tat es und fand Sinn und Kraft im Warten selbst.

Teile, was auf deinem Herzen liegt, mit jemandem, dem du vertraust, oder—wenn du ein mitfühlendes Ohr suchst—wende dich jederzeit an Frag Rabbi Ari.

Impuls zur Reflexion:
Nimm dir eine Minute Zeit, um etwas zu benennen, worauf du hoffst oder wonach du dich sehnst. Wie verändert es dein Herz oder erleichtert deine Last, dir selbst die Erlaubnis zu geben, auch im Schmerz zu hoffen?