וְכֹ֨ל אֲשֶׁ֧ר אֵֽין־ל֛וֹ סְנַפִּ֥יר וְקַשְׂקֶ֖שֶׂת לֹ֣א תֹאכֵ֑לוּ טָמֵ֥א ה֖וּא לָכֶֽם׃ (ס)
Wszystkiego zaś, co nie ma płetw i łuski, jadać nie będziecie: nieczystem to dla was.
Rav Hirsch
Dewarim 14, 10 werden auch die verbotenen Wassertiere dem generellen Begriff טמא untergeordnet. Hier jedoch werden sie spezieller als שקץ bezeichnet. Während קוץ auch vom körperlichen Ekel vorkommt, wie נפשנו קצה בלחם הקלוקל (Bamidbar 21, 5), bezeichnet שקץ ausnahmslos in allen sonstigen Stellen nur den sittlichen Ekel. Ganz so, wie hier der Genuss dieser Tiere mit den Worten: ואת נבלתם תשקצו verboten wird, heißt es Dewarim 7, 26 von allem Götzentümlichen: שקץ תשקצנו, um das äußerste Maß der Entfernung und den äußersten Grad des Gegensatzes zu bezeichnen, in welchem alles Götzentümliche von uns, unserm geistig-sittlichen Wesen gegenüber, gehalten werden solle. So, daß שקוץ und שקוצים in den Büchern der Propheten ohne weiteres Götzen und Götzentümliches bezeichnet, und man in der Tat sagen kann: שקץ komme nur von diesen verbotenen Tieren und vom Götzentume vor. Nur einmal heißt es (Ps. 22, 25): כי לא בזה ולא שקץ ענות עני, und heißt dies dort wohl auch: er verachtete nicht und hielt die Erhörung des Armen nicht, (die das von den Feinden des Armen behauptet worden), im Gegensatz zu der Gerechtigkeit und Heiligkeit seines Wesens. Wenn daher ein Genussgegenstand hinsichtlich des verbotenen Genusses desselben שקץ genannt wird, so muss dieser Genuss im schärfsten konträren Gegensatz zu der Sittlichkeit stehen, die den Grundcharakter unseres Wesens bilden soll. Während טמא nur unfähig für קדושה macht, führt שקץ zu deren konträrem Gegenteil. Wir haben es daher: "Abscheu" übersetzt.