זֵ֣כֶר רַב־טוּבְךָ֣ יַבִּ֑יעוּ וְצִדְקָתְךָ֥ יְרַנֵּֽנוּ׃
Sławę wielkiej dobroci Twojéj wygłoszą, a sprawiedliwość Twoję opiewać będą.
Rav Hirsch
כי כל דרכיו משפט, denn alle seine Wege, nicht nur das letzte Ziel, sind משפט: die Ausübung des Rechts, die Verwirklichung dessen, was in jedem Momente dem von seinem Walten Betroffenen gemäß ist. דרכי ד׳ sind wesentlich die Weisen der göttlichen Waltung mit seinen Geschöpfen, insbesondere dem Menschen (siehe Schmot 33, 13). Ps. 145, 7 heißt es: צדיק ד׳ בכל דרכיו וחסיד בכל מעשיו. Alle Geschöpfe Gottes sind ein Produkt der göttlichen Liebe, keines hat aus sich einen Anspruch auf das, was es ist und anstrebt. Sein ganzes Dasein ist ja eine freie Spende der schaffenden Gottesliebe. Und doch behandelt es Gott, als ob es einen Anspruch auf Dasein und Wohlsein hätte. Die erste Verleihung seiner schaffenden Liebe war eben dieser Anspruch. – אל אמונה, er ist ein Gott, dem man vertrauen kann, der keinen verlässt, der eben als צור in seiner Unveränderlichkeit immer derselbe bleibt und, auch wo er Gericht übt, nicht nur objektiv dem Rechte gerecht wird, sondern nur das Beste dessen bewirkt, der von seinem משפט betroffen wird. – ואין עול, nie übt er seine Macht an einem Geschöpf lediglich um seine Macht zu üben. So verschwindend klein die Machtsumme der ganzen Welt gegen ihren Schöpfer und Meister ist, so wird doch an dem kleinsten Geschöpf von Ihm keine Gewalt geübt.