Комментарий о цитате к Бамидбар 18:3

וְשָֽׁמְרוּ֙ מִֽשְׁמַרְתְּךָ֔ וּמִשְׁמֶ֖רֶת כָּל־הָאֹ֑הֶל אַךְ֩ אֶל־כְּלֵ֨י הַקֹּ֤דֶשׁ וְאֶל־הַמִּזְבֵּ֙חַ֙ לֹ֣א יִקְרָ֔בוּ וְלֹֽא־יָמֻ֥תוּ גַם־הֵ֖ם גַּם־אַתֶּֽם׃

И они будут держать твою ответственность и ответственность всей палатки; только они не приблизятся к святой мебели и к жертвеннику, чтобы не умереть ни они, ни вы.

Rashi

they, too, chose their ways They desire these evil ways, and I, too, will choose and desire their mockeries. Now if you ask the meaning of גַּם, too, so is the style of the Hebrew language to say twice גַּם one next to the other. Comp. (Deut. 32:25) “Both a young man and a virgin (גַּם בָּחוּר גַּם בְּתוּלָה)”; (I Kings 3:26) “neither mine nor yours (גַּם לִי גַּם לָךְ)”; (Ecc. 9:1) “neither love nor hate (גַּם אַהֲבָה גַּם שִׂנְאָה)”; (Num. 18:3) “and neither they nor you shall die (גַּם הֵם גַּם אַתֶּם).” Here, too, both they chose and I will choose.

Rashi

Your princes Heb. מִנְּזָרַיִךְ, your princes. The “mem” is a radical and a root of the word, like the “mem” of מִשְׁמַרְתְּךָ, your watch (Num. 18:3); of מִשְׁמַעְתֶּךָ, your service (I Sam. 22:14); and of מִנְעָלֶךָ, your lock (Deut. 33:25). But sometimes the “mem” is defective; e.g., נְזִיר אֶחָיו, the prince of his brothers (Gen. 49:26); and, similarly, לִנְזָרִים, princes (Amos 2:11).

Rav Hirsch

קרה ,נקרה, ja auch קרא: treffen, seiner Grundbedeutung nach: rufen, weist immer, wie wir schon wiederholt bemerkt, auf etwas von außen auf uns Influierendes; es ist immer eine äußere Macht, die Gewalt auf uns übt, uns aus der von uns beabsichtigten oder erwarteten, "in die ihr beliebige Richtung ruft" weshalb ja auch das damit bezeichnete Zufällige nur subjektiv, nur von unserem Standpunkte aus, als zufällig, d.i. von uns nicht berechnet zu sein braucht, an sich aber gerade umsomehr ganz eigentliches Produkt göttlicher Providenz sein kann, die uns damit "in die von ihr beabsichtigte Richtung ruft." Hier in der Ansprache an einen heidnischen Fürsten finden wir den Ausdruck von Gott gebraucht, ganz so wie ihn später Bileam von seinen und Gottes gegenseitigen Beziehungen gebraucht: ואנכי אקרה כה ,אולי יקרה ד' לקראתי, und auch die Erzählung geht in diese Anschauung ein und adoptiert den Ausdruck: ויקר א׳ אל בלעם. Dewarim 23, 3. 4. 15) Bileam spricht: "ich will mich rufen lassen", d.h. ich) will mich einer außer mir liegenden Macht, "dem göttlichen Zuge" hingeben, daß er mich hinleite, ich weiß selbst noch nicht wohin; und einen ebenso seinen Gott zwingenden höheren Einfluss denkt er sich möglich, daß ein Höheres beide, ihn und seinen Gott, einander entgegenführe. Es ist dem Heidentum weder in seiner Beziehung zu seinem Gotte, noch seines Gottes zu ihm irgend ein wirklich freies, sich selbst aus sich selbst frei Bestimmendes. Im tiefen Grunde ist alles physische Notwendigkeit, wo jedes nur Macht hat über das andere, nicht aber über sich selbst. Ruht doch auf dieser Anschauung der ganze vorgebliche oder eingebildete Wahn des קוסם. Balak traut dem Bileam die Kunst zu, auf das Volk seines Hasses den Zorn der Götter herabbeschwören zu können. Bileam gibt die Möglichkeit zu und spricht: "Ich will mich meiner Selbständigkeit begeben und mich der Menschen und Götter zwingenden Macht hingeben, vielleicht werden dadurch auch die Götter gezwungen werden." Und Gott ging auf die Täuschung ein: ויקר א׳ וגו׳. Bileam glaubte schon, er habe die Götter gebannt, da ward er gezwungen, das gerade Gegenteil zu sprechen. Auch hier lässt Gott Mosche zuerst ganz in die Anschauung des Heidentums eingehen. אלקי העבריים נקרה עלינו. Unsere Gottheit, die nun seit drittehalb hundert Jahren nichts von sich hat hören lassen, ist jetzt ("durch eine über Götter wie Menschen waltende Nötigung, נקרה"), über uns sichtbar geworden. Das bedeutet etwas. Wir müssen ihr opfern, vielleicht ihren Zorn beschwichtigen. (Vergl. Kap. 5, 3 פן יפגענו בדבר וגו׳). Es kann niemand etwas dafür. Es ist eine höhere Fügung. — Die erste Forderung lautete gar nicht: שלח את עמי, sondern enthält nur einfach die Bitte, ein Opfer zu gestatten, und da dies in Mizrajim nicht möglich, so schließt die Bitte die Gewährung einer sechstägigen Entfernung in sich. Und alles ganz in Pharaos Sprache und Anschauung.