וְהִזְהַרְתָּ֣ה אֶתְהֶ֔ם אֶת־הַחֻקִּ֖ים וְאֶת־הַתּוֹרֹ֑ת וְהוֹדַעְתָּ֣ לָהֶ֗ם אֶת־הַדֶּ֙רֶךְ֙ יֵ֣לְכוּ בָ֔הּ וְאֶת־הַֽמַּעֲשֶׂ֖ה אֲשֶׁ֥ר יַעֲשֽׂוּן׃
И научи их законам и законам и покажи им путь, по которому они должны идти, и работу, которую они должны делать.
Radak
Nor stand in the way of sinners: – for man commits sin while he is in his place at rest, in deed and in word and in thought. And the interpretation of and in the way is not the way of walking, but the habit and occupation of the man and his work, as “and shalt shew them the way wherein they must walk” (Exod. 18:20); and “Yet shall the righteous hold on his way” (Job 17:9); “not doing thine own ways” (Isa. 58:13); “I declared my ways” (Ps. 119:26), and passages like these. So the interpretation of nor stand (is): he does not linger with, nor does he devote himself to them, neither does he remain in their company, lest he should learn of their works.
Rav Hirsch
Zu dem Satze והתעלמת מהם lehrt die Halacha: פעמים שאתה מתעלם ופעמים שאי אתה מתעלם daselbst 30a), daß das Verbot לא תוכל להתעלם (V. 3) kein absolutes, sondern ein durch die Persönlichkeit des Findenden und die Natur des gefundenen Gegenstandes bedingtes sei, daß z. B. זקן ואינו לפי כבודו, ein angesehener Mann, der sein eigenes Vieh nicht heimtreiben, seinen eigenen Sack nicht heimtragen würde, dazu auch bei einem Funde des Nächstengutes nicht verpflichtet wäre. Es wird da, dem Anscheine nach, das והתעלמת aus seiner syntaktischen Verbindung mit לא תראה gelöst und als ein selbständiger bejahender Satz gedeutet. Näher erwogen, dürfte sich jedoch vielleicht folgendes ergeben. Es heißt nicht: כי תראה וגו׳ לא תתעלם מהם, in welchem Falle das לא תתעלם allerdings ein absolutes Verbot wäre und untersagen würde, sich der Hilfeleistung zu entziehen. Es heißt vielmehr לא תראה וגו׳ והתעלמת, womit das התעלם zu einer Modalität der ראיה und als solche untersagt wird: du darfst sie nicht mit "Dich-nicht-sehen-machen" sehen, darfst dich ihrem Anblick nicht entziehen, darfst dich ihnen gegenüber nicht verhalten, als sähest du sie nicht, als ginge dichs nicht an. Daraus fließt dann sofort: du hast zu tun, als ob es das deinige wäre, somit alles das zu leisten, was du auch bei dem deinigen tätest, wie denn auch in Wahrheit der Kanon lautet: כל שבשלו מחזיר בשל חברו נמי מחזיר וכל שבשלו פורק וטוען בשל חברו נמי פורק וטוען, was, wenn es das deine wäre, du heimbringen, ab- und aufladen würdest, das musst du auch dem Gute des Nächsten und dem Nächsten gegenüber tun (daselbst 30b). Erwartet wird (daselbst) jedoch, daß charaktervolle Menschen zu rettendem Nächstengute und zu helfendem Nächsten gegenüber nicht bei der "Schnur der strengen Pflicht" stehen bleiben, sondern לפנים משורת הדין das leisten, was sie selbst bei dem eigenen Gute im eigenen Falle nicht tun würden, und dieses Mehrtun als streng genommen das Gesetz dem Nächsten gegenüber verpflichtet, wird gleichwohl als eine so ernste Forderung der Billigkeit und des sozialen Wohlwollens betrachtet, daß dort der bedeutsame Ausspruch niedergelegt ist: לא חרבה ירושלים אלא על שהעמידו דיניהם על דין תורה ולא עבדו לפנים משורת הדין, Jerusalem sei nur zu Grunde gegangen, weil sie im gegenseitigen Verhalten nur die Grundsätze des strengen Rechts und nicht die der Billigkeit und des menschenfreundlichen Wohlwollens hätten walten lassen (siehe auch daselbst 24b תוספו׳ daselbst; siehe auch Schmot Kap. 18, 20).
Rav Hirsch
V. 3. כמעשה וגו׳ לא תעשו ובחקתיהם לא תלכו. Wir haben schon zu Bereschit 6, 9 bemerkt, wie durch פעל und עשה vorzüglich das soziale Verhalten, durch הלך jedoch der individuell sittliche Wandel ausgedrückt wird. So wird auch Schmot 18, 20 die Summe aller Lebensaufgaben in: הדרך ילכו בה und המעשה אשר יעשון zusammengefasst. Auch hier scheint מעשה ארץ מצרים und מעשה ארץ כנען die sozialen Handlungsweisen zu bezeichnen, die in Mizrajim und Kanaan das Verhalten der Menschen zu einander kennzeichneten, das לכת בהקתיהם aber die individuellen und privaten Lebensbeziehungen, die sich im Einzel- und Familienleben vollziehen. Jene finden ihre Regelung durch Gesetze des Staates, diese weniger durch Gesetzgebung, als vielmehr durch Normen, die durch Brauch und Sitte ihre Heiligung gefunden. In jenen, den sozialen Beziehungen des Menschenverkehrs, sprechen sich die Rechtsanschauungen und die staatlichen Begriffe eines Volkes aus. Die Motive und Grundsätze, aus denen sie hervorgehen, ob lauter oder unlauter, ob wahr oder falsch, sind doch in der Regel durchsichtig klar und aus den Verhältnissen, die sie regeln, und in den Zielen, die sie erreichen sollen, erkennbar. Das individuell Menschliche des privaten und Familienlebens, und eben so auch s. v. v. das individuell Nationale, d. h. das, worin sich eine Nation als Gesamteinheit äußert, steht in der Regel unter dem Einflusse mehr oder minder dunkler Vorstellungen und Ahnungen von den Menschen- und Völkerbeziehungen zu dem Übersinnlichen, dessen meist feindliche Macht die Menschen als störenden Eingriff in ihre Bestrebungen gewahren, und dessen fördernde Gunst, oder doch geschehen lassende Ruhe bei ihren Unternehmungen zu gewinnen und zu sichern, eine Rücksicht und Absicht geworden, in deren Namen sich Sitten regelnde, Götter verehrende und sie vermeintlich günstig gestaltende Normen im Menschen- und Völkerleben eingebürgert haben. Jenes sind die משפטים, dieses die חוקות der Völker. Jene hatten im ägyptischen Staate alle Menschenwürde und Menschenfreiheit begraben, diese in Kanaan sittliche Ausschweifung bis zur viehischen Vertierung geheiligt. Wie aber השחתת דרך und חמס in der vorsündflutlichen Welt sich die Hand zum Verderben gereicht, wie der im Bette des toten Meeres begrabene sodomitische Städteverein zugleich רעים und חטאים gewesen, so stehen überall משפטים und חוקים in Wechselwirkung, so geht überall Sittenverderbnis und soziale Gewalttätigkeit Hand in Hand; nur ein sittenreines Familienleben wird die Wiege eines für Recht und Liebespflicht einstehenden freien Volkes, und nur in einem von Recht und Pflicht getragenen freien Volke gedeiht die Himmelsblume sittenreinen Menschenseins. Im sozialen Sklaven erstirbt auch der sittlichfreie Mensch.
Or HaChaim
Доступно только для Premium-участниковDaf Shevui to Kiddushin
Доступно только для Premium-участниковRashi
nor shall...ascend thereon On that road (הַדֶּרֶךְ). The word דֶּרֶךְ is used both as masculine and feminine gender, as it is written (Ex. 18:20): “The way (הַדֶּרֶךְ) upon which (בָּהּ) they shall walk.” (Lit., on her.) Thus it is feminine. Comp. (Deut. 28:7) “In one road (בַּדֶּרֶךְ אֶחָד) they shall come out to you.” Thus it is masculine.