ציטירנדיקער פּירוש אויף במדבר 30:8

וְשָׁמַ֥ע אִישָׁ֛הּ בְּי֥וֹם שָׁמְע֖וֹ וְהֶחֱרִ֣ישׁ לָ֑הּ וְקָ֣מוּ נְדָרֶ֗יהָ וֶֽאֱסָרֶ֛הָ אֲשֶׁר־אָסְרָ֥ה עַל־נַפְשָׁ֖הּ יָקֻֽמוּ׃

און איר מאַן װעט הערן – אין װאָסער טאָג ער װעט הערן – און ער װעט איר צושװײַגן, זאָלן באַשטײן אירע נדרים, און אירע איסורים װאָס זי האָט געאַסרט אױף זיך, זאָלן באַשטײן.

Rav Hirsch

V. 4. בטא .לבטא kommt nur hier und Bamidbar 30, 8 u. 9 von Gelobungen und Eiden und sonst noch Prov. 12, 18: יש בוטה כמדקרות חרב und Ps. 106, 33 ויבטא בשפתיו vor. Erwägen wir, daß in den beiden letzten Stellen ganz entschieden von Äußerungen die Rede ist, die besser unterblieben wären, daß auch Gelobungen zu den in der Regel nicht zu billigenden Aussprüchen gehören, so dürfte schon dieser Ausdruck auch hier anzeigen, daß wir es hier ebenfalls mit an sich nicht zu billigenden Äußerungen zu tun haben, wie dies auch der nähere Inhalt dieses Gesetzes bestätigt, das sich ja auf, wie bereits bemerkt, in der Regel nicht gebilligte promissorische oder geradezu unwahre assertorische Eide bezieht. Lautverwandt erscheint בטא mit בדה פתח ,פתע ,פתא ,פתה, deren letzte vier ein nach außen ungeschütztes, wehrloses Offenstehen bedeuten, das auch in בדה den Begriff des Erdichtens als eine solche Denk- und Sprechtätigkeit auffassen lassen dürfte, die sich durch die entgegenstehende objektive Wahrheit der Außenwelt nicht behindern lässt. Daher auch das nahe verwandte בטח: die Zuversicht, jener Zustand des Geistes und des Gemütes, der sich der Außenwelt gegenüber keines Schutzes bedürftig fühlt, nichts von außen fürchtet. Vergleichen wir die schon (Bereschit 8, 1) hervorgehobene Verwandtschaft שגג und שכך, sowie של und שלו, wo eine unüberlegte, sich verirrende Tätigkeit nach dem Merkmal unbekümmerter, sorgloser Ruhe bezeichnet wird, so dürfte auch die Verwandtschaft mit בטא בטח als eine um ihren objektiven Wert, oder ihre Folgen unbekümmerte Äußerung auffassen lassen. כי תשבע לבטא בשפתים setzt somit den Fall, daß eine solche Äußerung unter der Form eines Eides getan wird. Schebuot 26b wird in der Beifügung בשפתים für promissorische Eide, von denen der Wortlaut des Textes zunächst handelt, die Bestimmung gelehrt, daß גמר בלבו צריך שיוציא בשפתיו, daß ein unausgesprochener gelobender Vorsatz nicht bindend sei, von welchem Kanon nur תרומה und קדשים, von denen es כל נדיב לבו (Schmot 35, 5) und כל נדיב לב עולות (Chron. II. 29, 31) heißt, eine Ausnahme bilden (siehe zu Schmot 35, 5).
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German Commentary

ihrem Gatten. Der gegen dieses Gelübde keine Einsprache erhoben, vgl. Num. 30, 8.
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