וְעָשִׂ֣יתָ פָרֹ֗כֶת תְּכֵ֧לֶת וְאַרְגָּמָ֛ן וְתוֹלַ֥עַת שָׁנִ֖י וְשֵׁ֣שׁ מָשְׁזָ֑ר מַעֲשֵׂ֥ה חֹשֵׁ֛ב יַעֲשֶׂ֥ה אֹתָ֖הּ כְּרֻבִֽים׃
און זאָלסט מאַכן אַ פָּרוֹכֶת פֿון בלאָער װאָל, און פּורפּל, און װערמילרױט, און געדרײַטן לײַנען; קונציק אױסגעאַרבעט, מיט כּרובֿים זאָל מען אים מאַכן.
Rashi
כרבים מעשה חשב WITH CHERUBIM, THE WORK OF AN ARTIST — Cherubim were figured on them (on the curtains) in the process of weaving them, not afterwards by embroidery which is needlework — but by weaving it on its two surfaces, one design on one side, a different design on the other; e. g., a lion on one side and an eagle on the other side, just as the silken girdles are woven which are called in old French faisee (Yoma 72b, Jerusalem Talmud Shekalim 8:4).
Rashi
Its curtain of purple wool. This is the dividing curtain,12Separating the “Holy Place” from the “Holy of Holies,” See Shemos 26:31,33. which hangs and “rides” on poles from pillar to pillar.
Rav Hirsch
Vergegenwärtigen wir uns die hier vorgeschriebenen verschiedenen הזיות-Handlungen mit dem פר- und dem שעיר Blut in ihrer Aufeinanderfolge: בין הכדים לפני על מזבח הזהב ,על הפרכת כנגד בין הבדים ,ולפנים, worauf dann (Joma 59a) die שירי הדם in den יסוד des מזבח החיצון gegossen wurden, so sehen wir offenbar den Aufbau des jüdischen Nationallebens zurückschreitend von dem innersten Innern hinaus in die äußerste Wirklichkeit dem Lebenspulsschlag der Priester und des Volkes als Ziel vorgezeichnet. Es ist dieselbe Richtung von innen nach außen, wie die von למעלה zu in der Wortstätte, neu beherzigte, von Gott vorgezeichnete Ideal דביר. Das im למטה soll im היכל, der Machtstätte, die geistigen und materiellen Güter als Mittel seiner Verwirklichung und endlich diese Verwirklichung selber gewinnen, und mit diesem erneuten Höheziel alles jüdischen Strebens soll zuletzt die "Basis" des von unten auf und von außen hinein zu vollziehenden Läuterungswerks, wie es im מזבח החיצון seine Stelle hat neue Kraft und Nahrung gewinnen. היכל, in welchem das Wort des דביר's zur Leben gestaltenden und beherrschenden Macht wird, zerfällt selbst aber in zwei Räume, den beiden Momenten entsprechend, in welchen sich die Macht des "Wortes" manifestiert: die westliche, der Wortstätte nächste Hälfte, die Leuchter und Tisch enthielt, und die östliche, dem Eingang nächste, in welcher der Räucheraltar seine Stelle hat. Es ist die Manifestation der Macht des Gotteswortes in seiner Gewährung der geistigen und materiellen Gaben und Güter, in seinem Schaffen des geistigen und leiblichen Nationalkörpers; und es ist die Manifestation seiner Macht in der von ihm bewirkten und ihm gewährten freien Huldigung und freien Dahingebung aller der von ihm verliehenen Gaben und Güter zur Verwirklichung seiner Gebote, die Manifestation seiner Macht in seiner Herrschaft über die von ihm geistig und leiblich geschaffene Nation. In der westlichen היכל-Hälfte, der Stätte der Gewährung, erscheint die Nation mehr empfangend, passiv, und erst in der östlichen, der Stätte der zu zollenden freien Huldigung, erscheint sie aktiv, tätig in Verwirklichung des Gotteswortes. Allein auch innerhalb der Gewährungsstätte ist dem Priester und der Nation eine bedeutsame hohe Aufgabe der Tätigkeit gestellt, es ist die: den von Gott seinem Worte, gegenüber der von Ihm selber angebahnten geistigen und materiellen Entwicklung der Nation verheißenen Cherubimschutz, wie er im פרכת אשר על העדות seinen Ausdruck hat (siehe Schmot 26, 31; Ende Kap. 26 und 27, 31), zum Inhalt ihrer mitwirkenden Tätigkeit zu machen.