Kommentar zu Dewarim 5:8
לֹֽ֣א־תַעֲשֶׂ֥ה־לְךָ֥֣ פֶ֣֙סֶל֙ ׀ כָּל־תְּמוּנָ֔֡ה אֲשֶׁ֤֣ר בַּשָּׁמַ֣֙יִם֙ ׀ מִמַּ֔֡עַל וַאֲשֶׁ֥ר֩ בָּאָ֖֨רֶץ מִתָּ֑֜חַת וַאֲשֶׁ֥ר בַּמַּ֖֣יִם ׀ מִתַּ֥֣חַת לָאָֽ֗רֶץ׃
Du sollst dir kein geschnitztes Bild machen, auch keine Ähnlichkeit mit irgendetwas, das im Himmel oben oder auf der Erde unten oder im Wasser unter der Erde ist.
Rav Hirsch on Torah
V. 8 heißt es nicht פסל וכל תמונה, sondern: פסל כל תמונה, und ist damit die Verwerflichkeit jeder Art von Gestaltung, deren Verbot ja durch den bevorstehenden Eintritt in die polytheistische Bevölkerung ganz besonders wichtig war und Haupttendenz aller bisherigen einleitenden Ermahnungen bildete, als erweiternde Apposition zu פסל noch prägnanter hervorgehoben. Dagegen heißt es V. 9 ועל שלשים statt: על שלשים. Erwägen wir, dass in dem Geschlechte, welches Mosche vor sich hatte, nicht nur Kinder, sondern bereits Enkel, somit das dritte Geschlecht der als "Sünder" heimgegangenen יוצאי מצרים vor ihm standen, so begreift sichs, wenn sein Denken und Fühlen ihn nicht bei בנים pausieren und שלשים als, neuen Gedanken erwägen lässt, sondern er durch das kopulative Waw Kinder und Enkel und Urenkel lieber als einen Gesamtbegriff der Nachkommenschaft bis auf einen gewissen Grad zusammenfasst. —
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