Kommentar zu Dewarim 9:7
זְכֹר֙ אַל־תִּשְׁכַּ֔ח אֵ֧ת אֲשֶׁר־הִקְצַ֛פְתָּ אֶת־יְהוָ֥ה אֱלֹהֶ֖יךָ בַּמִּדְבָּ֑ר לְמִן־הַיּ֞וֹם אֲשֶׁר־יָצָ֣אתָ ׀ מֵאֶ֣רֶץ מִצְרַ֗יִם עַד־בֹּֽאֲכֶם֙ עַד־הַמָּק֣וֹם הַזֶּ֔ה מַמְרִ֥ים הֱיִיתֶ֖ם עִם־יְהוָֽה׃
Denken Sie daran, vergessen Sie nicht, wie Sie den HERRN, Ihren Gott, in der Wüste zornig gemacht haben; Von dem Tag an, an dem du aus dem Land Ägypten ausgegangen bist, bis du an diesen Ort gekommen bist, bist du gegen den HERRN rebellisch gewesen.
Sforno on Deuteronomy
זכור אל תשכח, Moses adds proof to his characterising the Jewish people as being stiff-necked by reminding them of how many times during his stewardship of the nation they had angered G’d, so that it reminds one of a dog which returns to his own excrement finding it attractive. This happened again and again although each time they had been subjected to disciplining by G’d, and they learned more about His greatness on each occasion.
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Rav Hirsch on Torah
V. 7 — 29. Kap. 10. 1—11. Dieses Bewusstsein von der noch andauernden sittlichen Unzulänglichkeit für ihre grosse Aufgabe, wird nun durch einen Rückblick auf ihre Verirrungen während der Wanderung in der Wüste unterstützt, deren Mittelpunkt die Egelsünde bildet, um welche sich die andern nur in Andeutungen gruppieren. Beweist doch nichts so wie diese Egelsünde, wie tief noch der Abstand des Volkes von der Stufe war, auf welcher das Gesetz, das ihnen ward, eine Verwirklichung erwarten durfte, wie daher dieses Gesetz sich erst das Volk gleichsam erobern musste, das sein Träger durch die Zeiten und sein Vollbringer in der Zeit werden sollte, wie es daher von vornherein über das Israel der Gegenwart auf das Israel der Zukunft hinausblicken musste. Es ist aber ein Moment, das in diesem Rückblick besonders hervortritt. Es war ihnen soeben gesagt, dass sie wohl ohne hinreichendes sittliches Verdienst das verheißene Land erobern, nicht aber ohne hinreichendes sittliches Verdienst das Land behalten werden (Kap. 9, 1 — 6 und 8, 19 u. 20). Dieser Rückblick zeigt ihnen klar, wie wenig sie sich auf Grund der den Vätern gewordenen Verheißung etwa einer sittlichen Sorglosigkeit hingeben dürften. Die den Vätern gewordene Verheißung, dass aus ihren Nachkommen ein großes Volk erstehen werde, durch welches alle Geschlechter der Erde sich den Segen gewinnen werden, erfüllt sich und wenn auch zeitlich, ein ganzes Geschlecht dieses Volkes zu Grunde ginge und auch nur eine pflichttreue Seele übrig bliebe, die die große sittlich geistige Bestimmung des Väterbundes fortzutragen fähig wäre (V. 114). Überhaupt darf sich keine Gesamtheit und kein einzelner, wie bedeutsam auch ihre Sendung für das Werk Gottes auf Erden wäre, dem Dünkel hingeben, sie seien unentbehrlich für das Werk Gottes auf Erden, und in diesem Dünkel sündigen. Das בקרבי אקדש erfüllt sich am Volke wie an des Volkes Männern. Über zeitliche Geschlechter des Volkes und über zeitliche Männer im Volke, wie groß sie auch wären, geht die Waltung Gottes ihren Zielen zu hinüber. Auch ein Aharon wird aus seiner Zeit hinausgerufen, um auf Bergeshöhe sein Grab zu finden, während im Tale das Volk ungestört seinen weiteren Zielen entgegenwandert (Kap. 10, 6 u. 7), und wohl mochte Mosche bei diesem Gedächtnis seines Bruders an seinen eigenen sobald bevorstehenden Heimgang denken, der ja allen künftigen Männern in Israel die Mahnung zuruft: Vergesset nicht, selbst ein Mosche war für die Weiterführung der Gotteszwecke entbehrlich. Auch Mosche starb auf Bergeshöhen und das Volk zog seiner Zukunft ununterbrochen weiter entgegen!
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Chizkuni
אשר הקצפת במדבר, “how you made the Lord your G-d angry in the desert;” this occurred already immediately after the people had broken camp after over 11 months at Mount Sinai. (Ibn Ezra)
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Rav Hirsch on Torah
V. 7. זכר על תשכח, denke immer daran, damit es dir nicht ganz in Vergessenheit komme. — קצף הקצפת ist der allgemeinste Ausdruck für: Zürnen. Wie כעס, verwandt mit כחש, das Schmerzgefühl über die verletzte Wahrhaftigkeit eines Seins, d.h. das durch die Vorstellung hervorgerufene Schmerzgefühl ist, dass etwas nicht so ist, wie es sein sollte: so ist קצף, verwandt mit כזב, das durch ein den Erwartungen nicht entsprechendes Verhalten hervorgerufene Gefühl der Entrüstung. Insofern ist es auch verwandt mit יצב und קצב, indem es der verfehlten Wirklichkeit das Festgestellte und Feststehende des Erwarteten gegenüber aufrecht hält.
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Rav Hirsch on Torah
מרה .ממרים הייתם עם ה׳ wird sonst nur mit dem Akkusativ oder mit ב־ konstruiert. ׳ממרים הייתם עם ה kann daher nicht wohl heißen: ihr waret ungehorsam gegen Gott, sondern: ihr waret ungehorsam mit Gott, d. h.: ihr waret nie ganz mit Gott, es gab immer eine Seite, in welcher ihr Gott den Gehorsam versagtet. Freilich liegt darin auch implizite der Trost, dass sie nie ganz Gott den Gehorsam gekündet hatten, auch als ממרים waren sie עם ה׳, sowie sie עם ה׳ doch immer auch ממרים waren.
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