Kommentar zu Dewarim 16:3
לֹא־תֹאכַ֤ל עָלָיו֙ חָמֵ֔ץ שִׁבְעַ֥ת יָמִ֛ים תֹּֽאכַל־עָלָ֥יו מַצּ֖וֹת לֶ֣חֶם עֹ֑נִי כִּ֣י בְחִפָּז֗וֹן יָצָ֙אתָ֙ מֵאֶ֣רֶץ מִצְרַ֔יִם לְמַ֣עַן תִּזְכֹּר֔ אֶת־י֤וֹם צֵֽאתְךָ֙ מֵאֶ֣רֶץ מִצְרַ֔יִם כֹּ֖ל יְמֵ֥י חַיֶּֽיךָ׃
Du sollst kein Sauerteigbrot damit essen; Sieben Tage sollst du damit ungesäuertes Brot essen, sogar das Brot der Bedrängnis. denn in Eile bist du aus dem Land Ägypten herausgekommen; damit du dich an den Tag erinnerst, an dem du alle Tage deines Lebens aus dem Land Ägypten herauskommst.
Rashi on Deuteronomy
לחם עני THE BREAD OF AFFLICTION — i.e. bread that calls to mind the affliction to which they were subjected in Egypt (Sifrei Devarim 130:5).
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Sforno on Deuteronomy
לא תאכל עליו חמץ שבעת ימים, even though in Egypt the prohibition of eating chametz was in effect for only one day, as our sages pointed out in Pessachim 96.
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Rabbeinu Bahya
לא תאכל עליו חמץ, “Do not eat any leavened matter with it.” This refers already to the time when the Passover sacrifice may be slaughtered, i.e. about midday. At that time one must no longer own anything leavened (Ibn Ezra).
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Siftei Chakhamim
Bread which memorializes the anguish, etc. For in a brief moment they were all redeemed — their dough did not even have time to rise. And by [remembering] this miracle, they will [also] remember the anguish.
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Rav Hirsch on Torah
V. 3. ׳לא תאכל עליו וגו. Das Chamez- und Mazzagesetz ist bereits Schmot Kap. 12 u. 13 ausgesprochen und haben wir dort dasselbe erläutert. Dass das Chamezgesetz schon mit der Zeit der Peßachopferdarbringung am vierzehnten Nissan in Wirkung tritt, ist bereits daselbst Kap. 12, 15 ׳אך ביום הראשון תשביתו וגו und Kap. 23, 18 ,חמץ ausgesprochen. Hier wird nun auch das Genussverbot des לא תובח על חמץ וגו׳ der איסור אכילה והנאה des Chamez (daselbst 15. 19 u. 20) noch als ausdrückliches Verbot עליו, mit Beginn der Pesachopferzeit ausgesprochen (Peßachim 28 b) und das Chamezverbot mit dem Mazzagebot in enge gesetzliche Verbindung gesetzt, in welcher Verbindung — לא תאכל עלין חמץ שבעת ימים תאכל עליו מצות — die Halacha niedergelegt ist, dass das Mazzai>gebot sowohl stofflich, als persönlich und zeitlich durch das Chamezi>verbot bedingt ist. Stofflich: דברים הבאים לידי חימוץ אדם יוצא בהן ידי חובתו במצה (daselbst 35 a), die Mazza, mit deren Pflichtgenuss am ersten Peßachabend wir der historischen Tatsache unserer Unselbständigkeit im Momente der Erlösung, sowie unserer Gott gegenüber ewig dauernden Unselbständigkeit positiven Ausdruck verleihen sollen, kann nur von gährungsfähigen Stoffen zum symbolischen Ausdruck dieses Bekenntnisses taugen. Was Mazza sein soll, muss Chamez haben werden können. Nicht natürlicher Mangel an Kraft zur Selbständigkeit war die Ursache unserer Sklaverei in Ägypten, oder ist die Ursache unseres Gottesdienstes aller Zeiten. Gewaltsame Unterdrückung war unser עבדות פרעה und freie Unterordnung heißt unsere ׳מצה .עבודת ה selbst heißt ja sprachlich: unterdrückte Gährung (siehe zu Schmot 2, 13). — Persönlich: נשים היבות באכילת מצה דבר תורה שנאמר לא תאכל עליו חמץ וגו׳ כל שישנו בבל תאכל חמץ ישנו באכילת מצה והני נשי הואיל וישנן בבל תאכל המץ ישנן בקום אכול מצה (Pesachim 43 b). Obgleich von an Zeit gebundenen Geboten, מצות עשה שהזמן גרמא, in der Regel Frauen nicht betroffen werden (siehe Wajikra S. 545), so sind sie doch zu dem Mazzagenuss am ersten Peßachabend verpflichtet; denn dieses Mazzagebot trifft alle, für welche das Chamezverbot Geltung hat. Alle, die aus völliger Unselbständigkeit in völliger Unselbständigkeit durch Gott Erlösten, die diese historische Unselbständigkeit im Momente der Erlösung durch Nichtgenuss des Chamez zu bekennen haben, alle die haben bei jeder Wiederkehr dieser Erlösungsstunde, die zugleich die Stunde unserer Geburt zu unserer nationalen Bestimmung ist, sich auf Grund dieser Erlösung zu dieser Bestimmung durch den Genuss des "Brotes der Unselbständigkeit vor Gott" freudig zu bekennen. Zu diesem grundlegenden Bekenntnis — ebenso wie ja auch zu den positiven Begehungen הקהל שמחה ,פסח — sind auch Frauen verpflichtet, obgleich für manche andere מצות das Gesetz für sie kein Verpflichtungsbedürfnis erkannte (siehe Wajikra עשה שהזמן גרמא S. 545). — Zeitlich: לקובעו חובה בזמן הזה (daselbst 28 b). Obgleich das Mazzagebot zuerst als das Peßach begleitender Genuss ausgesprochen ist, צלי אש ומצות על מרורים יאכלוהו (Schmot 12, 8), so ist doch ebenso wie das חמץ-Verbot auch das Mazzagebot ein selbständiges und unabhängig vom פסח, so dass auch bei zeitlicher Verhinderung der פסח-Darbringung doch die Mazzapflicht am ersten Abend in Kraft bleibt, sei es bei individueller Verhinderung wie טמא ושהיה בדרך רחוקה, wofür das קבעו חובה, die von פסח unabhängige Verpflichtung bereits in dem בראשון בארבעה עשר יום לחדש בערב האכלו מצות (Schmot 12, 18) niedergelegt ist, sei es bei zeitlich allgemeinem Wegfall der פסח-Opferdarbringung, wie בזמן הזה, für welche Galutzeit die Mazzapflicht hier mit dem zeitlich unbeschränkten חמץ-Verbot zusammengestellt ist (Peßachim 28 b). Hat doch die weltgeschichtliche Bestimmung, die wir in der Stunde unserer nationalen Geburt angetreten, mit dem Galut keine Änderung erlitten, und haben wir auch im Galut, wo das פסח-Opfer in wehmütigem Erinnerungsmerkmal vor uns liegt, doch mit dem Mazzagenuss unserer ewigen Aufgabe vor Gott mit freudiger Unterordnung unter Seinen Willen und Seine Fügung uns zu weihen, und wohl dürfte, wie überhaupt die wiederholte Verpflichtung zum Mazzagenuss, so insbesondere die Niederlegung der Galutmazzahalacha an dieser Stelle des Landbesitzkompendiums von ernst mahnender Bedeutung sein (siehe jedoch auch Peßachim 120 a und Kiduschin 37 b).
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Chizkuni
לא תאכל עליו חמץ, “you must not eat any leavened products with it.” The word עליו here means the same as the word: עמו, “with it,” elsewhere. Other examples where the word עליו is used in the same sense as here are: Exodus 12,9: ראשו על כרעיו ועל קרבו, “its head with its legs, and with the inwards thereof.” Compare also Exodus 34,25: לא תשחוט על חמץ דם זבחי, “do not offer the blood of My sacrifice with leavened bread. “
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Rashi on Deuteronomy
כי בחפזון יצאת FOR THOU CAMEST FORTH [FROM THE LAND OF EGYPT] IN HASTE, and the dough therefore had no time to become leavened, and this (the eating of unleavened bread) shall be unto you as reminder of this. The haste, spoken of here, was not on thy part, but on Egypt’s part, for so it states, (Exodus 12:33) “And Egypt was urgent upon the people [hastening to send them out of the land]” (Sifrei Devarim 130:6; cf. Berakhot 9a).
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Sforno on Deuteronomy
תאכל עליו מצות, seeing it was an offering commemorating the redemption, something that took place in a short moment in time, it is not appropriate to eat chametz, something which by definition requires time in order to become leavened. (compare Hoseah 7,4, “from kneading the dough until it has been baked”).
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Siftei Chakhamim
Without sufficient time for the dough to leaven, etc. You might ask: Regardless they were not permitted to eat leaven, for it is written (Shmos 12:15), “Seven days you shall eat matzos, etc.” The answer is: “Seven days, etc.,” applies only to future generations. But in Egypt, leaven was forbidden only on that day, as mentioned in tractate Pesachim (28b, 96a).
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Rav Hirsch on Torah
שבעת ימים, direkte Pflicht, Mazza zu essen, ist nur עליו, im Anschluss an den Peßachmoment, in der Nacht des vierzehnten zum fünfzehnten Nissan, indirekt dauert diese Pflicht sieben Tage, insofern kein anderes gesäuertes Brot zu essen erlaubt ist (siehe Schmot 12. 15 u. 18).
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Chizkuni
שבעת ימים תאכל עליו מצות, “for seven consecutive days shall you eat unleavened bread with it.” In this verse we best translate the word: עליו as “on account of it.” Compare also Psalms 44,23: כי עליך הורגנו כל היום, “for on Your account we are being killed every day;” compare also Psalms 69,8: כי עליב נשאני חרפה, “for on Your account have I been reviled.” In other words: you are to eat unleavened bread on account of the Passover sacrifice which you offer as a memorial of the Exodus from Egypt.
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Rashi on Deuteronomy
למען תזכר THAT THOU MAYEST REMEMBER through the eating of the Passover sacrifice and the unleavened bread, את יום צאתך THE DAY WHEN THOU CAMEST FORTH [OUT OF THE LAND OF EGYPT].
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Sforno on Deuteronomy
לחם עוני, bread which they ate while in a state of ענים, external pressure, not having time to wait until the dough had risen so that it became leavened. The taskmasters had always been rushing them, during their entire stay in Egypt as slave labourers.
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Rav Hirsch on Torah
לחם עני: Brot der "Unselbständigkeit", dies ist ja der ganz eigentliche Begriff von עני und ist dies somit die sprechendste Charakterisierung der Mazzabedeutung (siehe Schmot 12. 8).
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Chizkuni
לחם עוני, “bread of affliction.” Poor people when given a small amount of flour, do not have a vessel at hand in order to make a proper dough. They also do not have enough time to spare to wait for the dough to rise before baking it. Therefore they throw the mixture of flour and water into the heated stove at once and retrieve is as soon as it is baked.
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Sforno on Deuteronomy
כי בחפזון יצאת, the reason why we have to remember this state of haste is because haste is a form of pressure. It was because you always had to rush while being slaves that the redemption when it came also came in the guise of extreme haste. Jeremiah 31,12 describes such an experience in the words והפכתי אבלם לששון, “I will turn their mourning into joy.”
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Rav Hirsch on Torah
כי בחפזון וגו׳. Deinem ganzen Auszuge aus Mizrajim war das Gepräge der "gedrängten Eile" aufgedrückt. Gottes Hand lag schwer auf den Ägyptern, sie, die dir früher keine drei Tage Arbeitsfeier, ja keinen arbeitsfreien Atemzug bewilligen wollten, sie trieben dich jetzt in die Freiheit, ließen dir, wie während der ganzen Zeit deiner Sklavenarbeit, nicht einmal Zeit, dir gehöriges Brot zu bereiten. So warst du im Momente der Erlösung noch Sklave, hast dir die Freiheit nicht selber errungen, hast sie von Gott durch die Hand deiner Dränger erhalten; deine Dränger waren בחפזון, du warst בחפזון, deine Dränger wurden von Gott getrieben, du wurdest von deinen Drängern getrieben — ותחזק מצרים על העם למהר לשלחם מן הארץ כי אמרו Schmot) כלנו מתים — כי גרשו ממצרים ולא יכלו להתמהמה וגם צדה לא עשו להם 12. 33 u. 39) — und nur Gott war allein der frei Handelnde an diesem einzigen Tage der Menschengeschichte, und alles dies: למען תזכר את יום צאתך מארץ מצרים כל ימי חייך weil dieser Tag der Ausgangspunkt alles deines künftigen Denkens und Handelns werden sollte, du mit diesem Tage nicht "dein eigener Herr" geworden, sondern aus Menschengewalt in Gottes Eigentum übergegangen, aus Menschendienst in den Dienst Gottes eingetreten sein sollst. — (Wenn es im ספרי z. St. heißt: יכול חפזון לישראל ולמצרים ת׳׳ל ולכל בני ישראל לא יחרץ כלב לשונו אמור מעתה לא היה חפזון כי אם למצרים, so dürfte im Anblick des zitierten Berichtes Schmot 12, 33 u. 39 dies wohl nur heißen, dass das eigentliche חפזון nur bei den von Untergang bedrohten Mizrajim war, Israel aber trotz des חפזון, in dem unzweifelhaft auch es sich befand, doch durch nichts beunruhigt war. Ja, in der Parallelstelle Mechiltha בא zu Kap. 12, 11 wird dem eigentlichen Wortlaute nach aus dem ׳לא יחרץ וגו gerade חפזון דישראל bewiesen, dass, obgleich בחפזון, doch ׳לא יחרץ וגו, und gefolgert, dass sowohl Israel als Mizrajim sich im חפזון-Zustande befanden.)
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Chizkuni
כי בחפזון יצאת, “for when you departed from Egypt you were in a great hurry;” G-d could have waited until the Israelites had baked their dough by taking their time. However, He wanted them to have an eternal reminder of the haste in which their departure had taken place, and therefore He urged them to act with haste.
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Sforno on Deuteronomy
למען תזכור את יום צאתך מארץ מצרים כל ימי חייך, the reason why I have commanded to eternalize this manifestation of G’d’s direct guidance of your fate, השגחה, is so that the compensation of the shorter lunar year with the seasonal orbits of the solar year be effected through the addition of extra days or an extra month, so that this month will always occur partially after the equinox of spring. I did not legislate anything similar for the solar year as there is no need for it, and that would have little to do with the Exodus. There is no reason why the gentile nations should commemorate the Exodus of the Jews from Egypt. כל ימי חייך, every time the calendar is adjusted, be it to add a day or to add a month, you will be reminded of the reason for this being a reminder of the Exodus from Egypt.
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Rav Hirsch on Torah
In dem למען תזכור וגו׳ ist die Pflicht des täglichen Gedächtnisses יציאת מצרים gegeben, und wird Berachot 12 b an der Erweiterung כל ימי חייך die Bestimmung gelehrt, dass auch die Nacht in dieses Gebot mit eingeschlossen, und זכירת יציאת מצרים auch nachts geboten ist, מזכירין יציאת מצרים בלילות. Dass die Aufgabe, auch nachts der Erlösung aus Mizrajim zu gedenken, eines besonderen Nachweises bedurfte, obgleich es V. 1 ausdrücklich heißt: הוציאך ה׳ אלהיך ממצרים לילה, und obgleich der Auszug erst am Tage geschah (Bamidbar 33, 3), doch die Erlösung selbst bereits in der Nacht vollzogen war (Berachot 9 a), dies Gebot gleichwohl zunächst die Tageszeit berührt, dürfte für die Bedeutung dieses Gebotes bemerkenswert sein. Beide Seiten, die den Inhalt unseres Lebens erschöpfen: unser Geschicks- und unser Tatenleben, erhalten durch יציאת מצרים ihre Basis, unser Geschicksleben: das Gottesvertrauen, unser Tatenleben: das Pflichtbewusstsein. Jenes hat sich vor allem in den Nächten des Lebens, dieses in den dem tätigen Pflichtwirken angehörigen Tagen zu bewähren. Ein oberflächlicher Gedanke würde aus der ägyptischen Erlösung in erster Linie das Vertrauen für die Nächte des Lebens folgern zu sollen glauben und das Gebot זכירת יציאת מצרים zunächst für die Nacht begreifen. Der jüdische Gedanke weiß aber, dass es viel leichter ist, in nächtlichem Unglück Gott zu vertrauen, als im hellen schaffenden Tageswirken unserer Pflichtaufgabe treu zu bleiben, das aus dem יציאת מצרים-Gedächtnis immer zu erneuende jüdische Pflichtbewusstsein daher das unendlich wichtigere sei, und זכירת יציאת מצרים ביום unbezweifelt im Vordergrunde stehe. Daher war ihm darüber kein Zweifel, und er sah sich nach einer Andeutung der Geltung dieses Gebotes auch für die Nacht im Texte des Gesetzes um, und fand sie in der Erweiterung: כל ימי חייך. Eine andere Auffassung (daselbst) findet in dieser Erweiterung angedeutet, dass זכירת יציאת מצרים selbst dann nicht seine Bedeutung verlieren werde, wenn einst Gott sein unmittelbares Lenken der jüdischen Geschicke und sein unmittelbares Eingreifen in die Weltgeschichte in einer die ägyptische Erlösung an Umfang und Öffentlichkeit noch weit überstrahlenden Erlösung des durch alle Länder und Völker hin zerstreuten jüdischen Volkes offenbaren wird, nicht nur כל ימי חייך ,בעולם הזה: auch für ימות המשיח verliert יציאת מצרים seine Bedeutung nicht, und wenn es auch von jener einstigen endlichen Erlösungszeit heißt: חנה ימים באים נאם ה׳ ולא יאמרו עוד חי ה׳ אשר העלה את בני ישראל מארץ מצרים כי אם חי ה׳ אשר העלה ואשר הביא את זרע בית ישראל מארץ צפונה ומכל הארצות אשר הדחתים שמה (Jirmija 23, 7 u. 8), so ist damit nicht gesagt שתעקר י׳׳מ ממקומה, dass dann י׳׳מ völlig seine Bedeutung für das jüdische Gedächtnis verliere, sondern שתהא שיעבוד מלכיות עיקר וי׳׳מ טפל לו, dass die dann erlebte Sammlung und Erlösung aus der Völkerunterordnung die Hauptbasis für die Pflichtzukunft werde, die ägyptische Erlösung aber immer in diesem Bewusstsein einen Platz behalte. Sind doch ימות המשיח selber nur Vollendung dessen, wozu mit יציאת מצרים der Grund gelegt wurde, und wird dann doch Israel nur die Vollreife für die Bestimmung erlangt haben, die es mit יציאת מצרים übernommen. —
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Chizkuni
למען תזכור את יום צאתך ממצרים, “all this in order that you will have a visible reminder of the day that you came out of Egypt.” Rabbi Eleazar ben Azaryah is quoted in the Haggadah shel Pessach as saying that although he feels as if seventy years old, he had not properly understood the meaning of the words: “in order that you may remember the day you came out of Egypt all the days of your lives,” until the sage ben Zoma had explained the word כל in this verse to mean: “the whole days of your lives,” i.e. not only the daylight hours but also during the nighttime.
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Rav Hirsch on Torah
Dass diese Pflicht des täglichen Gedächtnisses der Erlösung aus Mizrajim erst ihre Stelle in diesem Kompendium für die ins Land Ziehenden erhielt, motiviert sich wohl von selbst. Bis dahin waren sie ja noch mitten in der Erlösung aus Mizrajim begriffen. Erst mit der Ansiedelung konnte das Gedächtnis des geschichtlichen Ursprungs und seiner Folgen für unsere Pflicht- und Geschicksleben immer mehr und mehr erblassen, und erst für diese und alle Folgezeit gewann das Gebot: תזכור את יום צאתך מארץ מצרים כל ימי חייך seine volle Bedeutung.
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