Hebrew Bible Study
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Commentary for Exodus 27:8

נְב֥וּב לֻחֹ֖ת תַּעֲשֶׂ֣ה אֹת֑וֹ כַּאֲשֶׁ֨ר הֶרְאָ֥ה אֹתְךָ֛ בָּהָ֖ר כֵּ֥ן יַעֲשֽׂוּ׃ (ס)

Hollow with planks shalt thou make it; as it hath been shown thee in the mount, so shall they make it.

Rashi on Exodus

נבוב לחת HOLLOW WITH TABLETS — Render it as the Targum does, חליל לוחין, hollow as regards boards (לוחין is what is termed an accusative of respect): boards of shittim-wood on all sides (cf. v. 1) and a hollow space in the middle; it shall not be in its entirety a single block of wood, the thickness of which in two directions should be five cubits by five cubits — like the trunk of a tree, which has been hollowed out.
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Sforno on Exodus

נבוב לוחות, similar to a box which has no rim around its base and no cover.
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Rashbam on Exodus

נבוב לוחות, hollow. We find a similar expression in Job 11,12 איש נבוב לוחות, “a hollow man, etc.” Whenever the Israelites made camp they would fill the inside of this altar with earth. Only after that would they use it to offer their sacrifices.
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Rabbeinu Bahya

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Rav Hirsch on Torah

V. 8. נבוב ,נבוב לוחות kommt nur noch einmal vor: ואיש נבוב ילבב Job 11, 12 "und der hohle Mensch bekommt ein Inneres". So auch hier: hohl von Tafeln, d. h. nicht ein massiver Block. Dieser Wanderaltar ward, wie bereits oben Kap. 20, 21 ausgesprochen, über einen Erdaufwurf gestellt. Es ist der מזבח אדמה, der so lange mit uns zu wandern hatte, bis dem Heiligtum die feste bleibende Stätte gewonnen, und ein מזבח אבנים zu errichten war. Der Übergangsaltar zu Schilo, Nob und Gibeon war, nach R. Nathan (Sebachim 61 b), statt mit Erde, mit Steinen ausgefüllt.
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Chizkuni

נבוב לוחות, “make it hollow with boards;” it was to be hollow underneath in order for it to be lighter when carrying it. These hollowed out boards were inside of the mesh on which blood would be sprinkled, occupying the lower half of the altar. When the Israelites were encamped they would fill the hollow space with earth and offer the sacrifices on top of that earth. When they would move again, the accumulated earth would fall between the boards enclosing that hollowed space and the mesh, which looked like a sieve. Each time the came to rest they would fill that hollow space up with earth again.
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Sforno on Exodus

כאשר הראה אותך בהר, that they were to fill the hollow inside with earth at the times they would be encamped. The fire [reserve of the wooden pile some of which was kept constantly burning. Ed.] which was to be kept going on the altar as described in Leviticus 6,6, would be based on the earth.
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Rav Hirsch on Torah

Der מזבח.
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Rav Hirsch on Torah

Wir haben schon oben Kap. 20, 21 darauf hingewiesen, wie die gegensätzliche Stellung der Sätze: מזבח אדמה תעשה לי=לא תעשון אתי וגו׳ die Auffassung des מזבח'zu Gott emporzuhebenden Erde bestätigt, und diesen Begriff dürfen wir auch als leitenden Gedanken seiner Konstruktion festhalten. Terrassenförmig in drei Absätzen, im מקדש aus einer Basis von zweiunddreißig Quadratellen, mit zweimaliger Verjüngung von je zwei Quadratellen, stieg der Altar neun Ellen hoch bis zu einer Oberfläche von achtundzwanzig Ellen empor, über welcher noch an allen vier Winkeln die "Altarstrahlen", קרנות, als Würfel von einer Elle emporstrebten. Jecheskel 43, 15 wird die obere Anhöhe des Altars d e geradezu הראל genannt, "Gottesberg" zu welchem die beiden unteren Erhebungen, auf deren Rücken der "Gottesberg" sich erhebt, als עזרות, Vorräume, Vorstufen, im Verhältnis stehen. Die untere, kleinere Erhöhung 2, die Basis, יסוד wird V. 14 עזרה קטנה, die größere Erhöhung b c עזרה גדולה genannt. Die Oberfläche, das Plateau, f des "Gottesberges" wird (das). אריאל, der "Gotteslöwe" genannt, auf ihr das Gottesfeuer, das "löwenmächtig" als אש אוכלה der Hingebungsopfer wartete, in welchen Israel seine אימורים und איברים, die Nieren seiner Begierden, das Fett seiner Güter, die Glieder seiner Wahrnehmung, seiner Erkenntnis und seiner Tat, sein ganzes leiblich-geistiges Wesen, dem Feuer des Göttlichen hingibt, sich durch und durch zur "Nahrung des Göttlichen" auf Erden, zur Gewinnung des göttlichen Wohlgefallens mit allem irdischen Sein und Streben umwandeln zu lassen.
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Rav Hirsch on Torah

Der הראל mit dem אריאל, der Gottesberg mit dem Gottesfeuer auf seinem Gipfel. spricht sich von selbst als ein verjüngter הר אלקים und אש אוכלת בראש ההר, als ein verjüngter Sinai aus. רכב אלקי׳ רבתים אלפי שנאן, die "Träger der Gottesherrlichkeit", singt der Psalm 68 von dem mit der Offenbarung am Sinai zu Israel eingetretenen Gottesverhältnis, "die Träger der Gottesherrlichkeit sind Myriaden himmlischer Tausende", aber אדנ׳ בם סיני בקדש, "Gott trat in ihre Mitte ein, und der Sinai ist fortan im Heiligtum." — Vielleicht findet auch der sonst so schwierige Satz im Tamidopferkapitel (Bamidbar 28, 6) עלת תמיד העשויה בהר סיני seine Erklärung damit, dass hier der Altar geradezu הר סיני genannt ist.
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Rav Hirsch on Torah

Ein aufmerksames Lesen des Schmot Kap. 24 ergibt, dass insbesondere der Gipfel des Berges הר האלקי׳ und auch vorzugsweise הר genannt wird, ebenso wie hier zunächst die obere Altarabteilung הראל heißt, und so wie dort die größeren oder geringeren Abstände vom Gipfel Josua, die Ältesten und das Volk in größerer oder geringerer Würdigkeit zur Gottesnähe erscheinen lassen, so werden auch die Abstufungen an dem "Gottesberge im Heiligtum" als עזרות, als Vorräume, die zum Harel und Ariel hinanführen, bezeichnet.
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Rav Hirsch on Torah

Diese Teilung des Altars in die eigentliche Anhöhe und den Aufweg zur Anhöhe ist noch durch eine besondere Vorkehrung augenfällig markiert. Wie die untere Hälfte auf einer eine Elle hohen Basis, יסוד a ruht, so beginnt die obere Hälfte, die eigentliche Höhe, bereits mit einer Elle unterhalb des zweiten Absatzes bei e, von da an beginnt bereits רשות קרנות das Bereich der emporstrebenden Höhewinkel (Sebachim 53 a). Diese Elle war am steinernen Altar des Tempels durch rote Farbe ausgezeichnet und hieß daher חוט הסיקרא, der rote Streif, oder, da er den Altar ganz umgab: der rote Gürtel. An dem Altar der Stiftshütte wurde sie von dem מכבר מעשה רשת, von dem Netzsieb (V. 4) ausgefüllt, dessen Stelle der rote Gürtel am Steinaltar vertrat, das somit dieselbe Bedeutung haben muss, und diese Bedeutung, wie wir voraussetzen dürfen, in der eigentümlichen Kombinierung von מכבר und רשת zur Anschauung bringen soll. (Sebachim 53 a.)
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Rav Hirsch on Torah

חוט הסיקרא scheidet den Altar für דמים עליונים und דמים החתונים. Es scheiden sich nämlich die Opfer wesentlich in ניתנין למטה und ניתנין למעלה: in solche, deren Blut unterhalb der חוט הסיקרא, an die untere Hälfte des Altars, und solche, deren Blut oberhalb desselben, an die in der Bedeutung der קרנות stehende obere Hälfte zu geben ist. Zu jenen, den unteren, gehören שלמים ,עולה und אשם, zu diesen, den oberen, ausschließlich חטאת. Wie räumlich, so sind auch durch die Art und Weise des Vorgangs die oberen und unteren Bluthingebungen verschieden. Bei jenen, den oberen, חטאות, bestieg der כהן den סובב, den Basisrand der oberen Hälfte, des הראל, und gab, ונתן Höhewinkel, קרנות, des Altars. Bei diesen, den unteren, שלמים ,עולות und שםn, stand der כהן aus der Ferne, am Boden und warf, וזרק, das in der Opferschale befindliche Blut an die untere Hälfte, die עזרה, den Aufgang zum הראל. Und diese Verschiedenheit der Bluthingebung ist der verschiedenen Bedeutung der Opfer charakteristisch parallel. חטאת ist durch gedankenlose Überschreitung des Gesetzes, durch leichtsinnige Verübung solcher Verbrechen hervorgerufen, deren wissentliche Übung, כרת מעמיה, Existenzentwurzelung aus dem jüdischen Seelenkreise brächte. Es hat sich das Individuum oder das Volk nicht bewusstvoll auf der Höhe seines jüdischen Berufes gehalten, es ist durch Gedankenvoll gesunken, der priesterliche Finger hat ihm zu zeigen, sein Gott heiliges Wesen ferner auf der Höhe seines jüdischen Berufes festzuhalten, und sich durch bewusstvollen Ernst vor Straucheln zu hüten, ולקח הכהן באצבעו ונתן על קרנת עולה .מזכח העלה aber ist ת׳׳כ( מכפר על עשה zu I. 4 und an vielen Stellen in Sebachim), ist durch Nichterfüllung von Geboten veranlasst, hat somit Sünden aus Trägheit zu sühnen. Es hat sich das Individuum oder das Volk bereits auf der Höhe sittlicher Vollkommenheit geglaubt, war gleichgültig gegen seinen Fortschritt geworden, hat daher durch Unterlassung gesündigt: der כהן, als Organ des מקדש, hat ihnen daher zu zeigen, wie, weit entfernt bereits על קרנות ההראל zu sein, sie noch fern ab selbst von dem Aufgang zur Gotteshöhe seien, und mit aller Energie erst an den Aufgang zur sittlichen Gotteshöhe hinanzustreben haben, וזרקו את הדם על המזכח סביב. חטאת lehrt verharren, עולה Fortschritt, חטאת sich anklammern an die Höhen des Altars, עולה Hinstreben zu dem Aufgang zur Höhe. Und wenn nach ר׳ ש׳ב׳י (in (ויקרא רבה עולהzugleich על הרהורי לב ungeregelte Herzensgedanken sühnt, so spricht sich darin die tiefe psychologische Wahrheit aus, dass sündhafte Gedanken nicht sowohl als positive geistige Verirrung, als vielmehr als negative, unterlassene Richtung des Geistes auf das Wahre zu begreifen seien. הרהורי הלב stellen sich sofort und von selbst ein, sobald den Geist die Energie der Erkenntnis und Anerkenntnis des Wahren verlässt. Wie somit עשה-Versündigungen einem Mangel an praktischer Energie entspringen, so entspringen הרהורי לב aus einem Mangel an geistiger Energie und es ist ihnen ebenso, wie den חייבי עשה das energievolle Zusammennehmen des ganzen Wesens zum Hinanklimmen zur geistigen Höhe der Vollkommenheit zu zeigen. Nicht minder ist dem שלום-Bewusstsein, dem Bewusstsein des ungestörten von Gott gewährten Glückes, das in שלמים seinen Ausdruck findet, zu zeigen, dass auf dem Gipfel des irdischen Glückes man erst am Anfange seiner sittlichen Bestimmung stehe, es nun gelte, mit all dem von Gott gewährten Segen zu der Höhe der jüdischen Bestimmung hinanzustreben, und erst dieser Vorsatz des Genusses des Segens würdig mache. In ähnlicher Weise stellt sich dieselbe Beziehung bei den verschiedenen אשמות heraus, wie wir s. G. w. bei den einzelnen zu zeigen haben werden.
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Rav Hirsch on Torah

Fassen wir alles zusammen, so ist die durch die oberhalb oder unterhalb des חוט הסיקרא zu vollbringenden Bluthingebungen zum Ausdruck kommende Lehre eine zwiefache. Es ist die Aufforderung, eine jede bereits gewonnene Stufe der Reinheit festzuhalten, und ebenso: unablässig dahin zu streben, eine jede noch mangelnde Vollkommenheit zu erwerben. Die קרנות sprechen: behalte jede Vollkommenheit, die du hast; die עזרות: werde immer vollkommener und reiner. Jene reichen uns ein "Netz" hin, fest zu halten was wir bereits geistig und sittlich errungen. Diese reichen uns ein "Sieb" hin, ewig an unserer Läuterung und Vervollkommnung zu arbeiten, und so vergegenwärtigt das מכבר מעשה רשת, an dessen Stelle am Steinaltar der חוט הסיקרא trat, Das in höchster Prägnanz, was die Teilung des Altars durch diesen letzteren für die wesentlichste Opferhandlung, die מתנות דם bedeutete.
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Rav Hirsch on Torah

רבוע יהיה המזכת, die quadrate Gestalt des Altars ist, wie schon zu V. 1 bemerkt, wesentlich bedingend, sie ist מעכב. Wir haben bereits in unserer Abhandlung über Tefillin, Jeschurun Jahrgang V., S. 468, darauf hingewiesen, wie alle von lebendigen Naturkräften, somit alle von organischen Kräften in bewusstloser, oder doch vernunftloser Unfreiheit geschaffenen Gebilde überwiegend, ja vielleicht ausnahmlos die Kreisform tragen. Nur die sich in Freiheit selbst beschränkende Kraft des freien, denkenden Menschen führt ihre Schöpfungen und Bauten nach dem Richtmaß der Linie und der Winkel aus. Der Gebundenheit, der Unfreiheit, der טומאה gehört der Kreis. Das Quadrat ist das Merkzeichen der die stoffliche Welt beherrschenden Menschenfreiheit, der טהרה. Schon aus diesem, allgemeinen Gesichtspunkte dürfte sich's begreifen, wie der Konstruktion der Stiftshütte, sowie ihrer Geräte, der Zeugnislade, des Tisches, des Altars, die Quadratform zu Grunde liegt und diese hinsichtlich des Altars noch als ganz besonders bedingend hervorgehoben ist. Steht doch dieser ganze Bau im geraden Gegensatz zu jedem Naturkultus, ist er doch ausschließlich dem Aufbau eines sittlich freien Menschenlebens geweiht, und soll ja ganz besonders der Altar ein solches vermitteln.
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Rav Hirsch on Torah

Es treten jedoch die verschiedenen Seiten der Quadratur des Heiligtums und insbesondere die des Altars in genau präzisierter verschiedener Geltung auf: der Tisch darf nur auf der Nordseite, der Leuchter nur auf der Südseite stehen, einige Opferhandlungen sind nur an der Nordseite des Altars vorzunehmen, andere nur an dem nordöstlichen und südöstlichen, wieder andere nur an dem südwestlichen Winkel etc., und sind wir dadurch veranlasst, den verschiedenen Seiten des Heiligtums überhaupt, und des Altars insbesondere, verschiedene Bedeutungen zu vindizieren.
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Rav Hirsch on Torah

Nun läge es sehr nahe, lediglich auf die Bedeutung der Seiten als Richtungen im Weltraume und auf die Bedeutung der Mitternacht und des Mittags, des Morgens und des Abends, sowie der respektiven Himmelsgegenden derselben für das Leben des Menschen und seine Entwicklung zurückzugehen. Ist doch dem Heiligtum überhaupt eine bestimmte Stellung im Weltraum, besser gesagt, im Erdenraum angewiesen. Das Allerheiligste soll immer im Westen, der Eingang immer im Osten sein. Das Tamidopfer wurde morgens im Nordwesten, abends im Nordosten geopfert, immer dem entsprechenden Tageslichte gegenüber.
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Rav Hirsch on Torah

Allein ganz entschiedene gesetzliche Bestimmungen versagen es, bei diesen allgemeinen Beziehungen stehen zu bleiben, und nötigen, die Bedeutung der Altarseiten im engeren Kreise zu suchen. רבוע, die Quadratur des Altars gehört zu den charakteristischen Merkmalen, die die Tauglichkeit eines מזבח bedingen und die zugleich den מזבח von einer במה unterscheiden. ת׳׳ר, heißt es Sebachim 62 a: קרן וכבש ויסוד וריבוע מעכבין, die Winkelhöhen, der Aufgang (siehe unten), die Basis und die Quadratur bedingen die Tauglichkeit des Altars. Und Sebachim 120 a heißt es: דברים שבין במה גדולה לבמה קטנה קרן וכבש ויסוד וריבוע לבמה גדולה ואין קרן וכבש ויסוד וריבוע לבמה קטנה וכו׳, worin unterscheidet sich eine "große Bama" (es ist dies der מזבח) von einer kleinen Bama? Eine große Bama hat Winkelhöhen, Aufgang, Basis und Quadratur, eine kleine hat diese alle nicht.
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Rav Hirsch on Torah

במה ist eine an irgend einem beliebigen Ort errichtete Anhöhe zum Opfern, מזכח der in dem Vorraum zum Gesetzesheiligtum errichtete Altar, und eben in der An- und Abwesenheit des Gesetzes und seines Heiligtums, scheint der spezifische Unterschied dieser beiden und die zweifelhafte Zulässigkeit der Bama zu liegen. Gott ist allgegenwärtig, und man kann sich zu Gott an jedem Orte erheben. Allein dem Bamaopfer fehlt ein jeder sichtbarer Ausdruck, dass es dem einen Einzigen, und nicht irgend einer vermeintlichen Gottheit geweiht sei. Vor allem ist in keiner Weise vergegenwärtigt, dass die Hingebung an Gott nur als eine Hingebung an sein Gesetz und als Gelöbnis treuer Erfüllung desselben und seiner Aufgaben begriffen werde. Beidem ist durch die Errichtung des Altars an der Nationalstätte des Gesetzes vor dem Eingang zu seinem Heiligtume vorgesehen. Der auf einer Bama Opfernde kann ganz von seinen subjektiven Anschauungen über Gott und seine Beziehungen geleitet sein, und lässt daher die Bama der willkürlichsten Subjektivität Raum. Indem der Opfernde sein Opfer an die Nationalstätte des Gesetzes vor den Eingang zu dessen Heiligtum hinführt, stellt er sich damit auf den Boden des Nationalbekenntnisses, sein Opfer ist dem einen einzigen Gott geweiht, den das an dieser Nationalstätte bewahrte Gesetz lehrt, und sein Opfer ist nichts anderes, als Hingebung an das Gesetz. Der Altar im מקדש ist der הראל, ist der Gottesberg, auf dessen Anhöhe das Gesetzesfeuer als אריאל löwenmächtig der völligen Hingebung der Gesamtheit und des Individuums wartet. Diese charakteristische Beziehung des Altars zu dem Gesetzesheiligtum, vor dessen Eingang er errichtet war, spricht sich auch in der gesetzlichen Bestimmnung aus, daß Opfer ששחטן קודם שיפתחו דלתות ההיכל פסולין, die vor Öffnung der Türen des Heiligtums geschlachtet worden, untauglich sind (Sebachim 55 b; siehe תוספ׳ י׳׳ט zu Tamid 3, 7). Und tritt ebenso der Gegensatz, die Abwesenheit einer jeden Beziehung des Bamaopfers zum Gesetze, durch die Bestimmung hervor, dass nur כל הנידר ונידב, Pflichtopfer, insbesondere keine Art חטאת ואש, selbst zur Zeit des היתר במה auf der Bama geopfert wurden (Sebachim 117 a), und damit steht der andere Satz in engster Verbindung, dass: סמיכה ושחיטת צפון ומתן סביב ותנופה והגשה וכיהון ובגרי שרד וכלי שרת וריח ניחוח ומחיצה לדמים וריחוץ ידים ורגלים nicht bei dem Bamaopfer stattfinden, dagegen: זמן נותר וטמא wie beim Altaropfer auch bei der Bama zu beachten seien. Alle die erstgenannten Verhältnisse stehen, wie wir bei den einzelnen zu zeigen haben werden, in wesentlicher Beziehung zu der im Opfer zu erneuenden Entschließung für die Erfüllung des göttlichen Gesetzes. Durch זמן נותר וטמא erhielte aber das Opfer heidnischen Charakter, wie wir hinsichtlich נותר bereits (zu Kap. 12, 10 u. 22, 18) bemerkt haben, und sind diese somit selbstverständlich auch vom Bamaopfer fern zu halten. Wir werden den Begriff der Bama noch zu der betreffenden Stelle (Wajikra 17) ausführlicher zu behandeln haben. Zum Verständnis der den מזבח charakterisierenden Konstruktion genügt das hier Hervorgehobene. Es ergibt sich aus allem: das Bamaopfer begreift Gott, dem es dargebracht wird, mehr in seiner das Wohl und Wehe des Menschen bestimmenden Waltung, als in seinem das Tatenleben desselben bestimmenden Willensgebote. Es ist somit mehr Ausdruck des Dankes und der Bitte, als des an die Erfüllung seines Willens sich hingebenden Gehorsams. Das Altaropfer ist aber in erster Linie eine Erneuung des Gehorsamsgelöbnisses zur treuen Erfüllung seines in seinem Gesetze geoffenbarten Willens, und selbst die dort dargebrachten Dank- und Bitteopfer stehen nur auf dem Boden dieses Gehorsams. Auch der Altardank und die Altarbitte kennen nur die eine Art, sich des Gewährten oder des zu Gewährenden würdig zu zeigen: mit dem Gewährten oder zu Gewährenden sich in noch erhöhtem Maße der Erfüllung des göttlichen Willens zu weihen.
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Rav Hirsch on Torah

Wir begreifen daher, wie קרן יסוד וכבש wesentlich den Charakter "מזבח" bedingen, und haben auch in demselben Gesichtskreise das Verständnis der ebenso den מזבח-Charakter bedingenden Quadratur, ריבוע, zu suchen.
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Rav Hirsch on Torah

Nur der מזבח, als הראל, als den Weg zur sittlichen Höhe des Gesetzes oder das Verharren auf dieser Höhe weisende Anhöhe hat קרנות, hat noch über die Altarfläche hinaufstrebende Höhewinkel. Denn eben diese קרנות drücken "das Empor- und Hinaufstrahlen von der Erde" aus, und geben dem Altare die Bedeutung des Emporrufs. Bei der Betrachtung des מזבח הזהב (Kap. 30. 1f.) werden wir diese קרנות des מזבח העולה noch in inniger Beziehung zu der vom Altare gelehrten Veredelung und Emporarbeitung zu der reinen Höhe des Gesetzes erkennen.
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Rav Hirsch on Torah

Er hat daher wesentlich in aller erster Linie יסוד, es ist ihm mit einer festen Basis seine unverrückbare Stelle auf dem Boden des Gesetzesheiligtums, vor dessen geöffnetem Eingang, angewiesen. Auf dem Boden des Gesetzes steht der Altar, und von dieser Stelle aus erwächst seine Bedeutung. Dadurch wird er zum הראל, zu dem zur Höhe des Gesetzes, dessen Feuer auf seinem Gipfel brennt, leitenden Gottesberg.
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Rav Hirsch on Torah

קרן und יסוד, diese beiden gehören zusammen, קרן ist der charakteristische Teil der oberen Hälfte, des eigentlichen הראל's, יסוד der der unteren Hälfte, der עזרות, des Vorraums und Aufganges zum Gottesberge. Beide, sowie כבש, der wirkliche Aufgang, vermittelst dessen die verschiedenen Abteilungen des Altars, סובב und מערכה, wirklich bestiegen werden, sind nur für den מזבח charakteristisch und fehlen der Bama, sowie der Bama daher auch die für den מזבח so charakteristische מחיצה לרמים, Scheidung der Bluthingebungen in untere und obere durch das "Netzsieb" oder den חוט הסקרא (siehe oben) fehlt. Nur der מזבח ladet den Menschen zum Hinanklimmen zur sittlichen Höhe oder zum Verharren auf jeglicher ein, ist eine Veranstaltung, die den Menschen zur Verwirklichung des Ideales ladet, dessen Inhalt in שולהן ,ארון und מנורה vergegenwärtigt ist. Darum hat nur er יסוד ,קרן und כבש und הוט הסקרא.
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Rav Hirsch on Torah

Und darum ist auch nur bei ihm ריבוע, die Quadratur, wesentlich, während ebenso wie sie, so auch מתן סביב, die Bluthingabe an die vier Seiten, bei der Bama fehlt.
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Rav Hirsch on Torah

Indem nämlich דביר, die "Wortstätte", das Allerheiligste, das eigentliche קדש הקדשים, von welchem erst alle Heiligtümer die Heiligkeit haben, in welchem das "Zeugnis des Gesetzes" ruht, seine konstante Stelle im Westen hat; im היכל, in der "Machtstätte" materieller und geistiger Entfaltung, der Norden ebenso konstant dem "reinen Tische des Wohlstandes"; sowie der Süden "dem Leuchter des von der Lehre und zu der Lehre und zu Gott aufleuchtenden Lichtes" überwiesen ist; der Osten aber dem für diese Höhe einer vom göttlichen Wort geschaffenen und getragenen materiellen und geistigen Lebensentfaltung zu läuternden und zu festigenden Volke geöffnet blieb: so erhalten dadurch die Seiten des Heiligtums, und gleichzeitig damit die Seiten des den Höheweg zu dem im Heiligtum vergegenwärtigten Lebensideale weisenden Altars, die Bedeutung der ihnen überwiesenen Objekte. Es wird die Westseite der תורה, die Ostseite dem für die תורה zu gewinnen und zu festigenden Volke, die Nordseite seinen materiellen, die Südseite seinen geistigen Beziehungen angehören. Also, dass z. B. wenn die Identifizierung (סמיכה) des Opferbringenden mit seinem Opfer, die Tötung (שחיטה) und die Entgegennahme des Lebensblutes vom Heiligtum (קיבול דמים בכל׳ שרת) bei עולה וחטאת und allen קדשי קדשים Nordseite/i (בצפון) geschehen mussten, dies sich dahin ausspricht, dass bei diesen den ganzen "Neubau" des Lebens bezweckenden Opfern von dem Opferbringenden in allererster Linie die Tötung und Neuerstehung mit seinen materiellen, leiblich sinnlichen Beziehungen gefordert wird. Ganz so, wie die Nationalbundesweihe mit der Mila beginnt. Oder, wenn, dem gegenüber, כבש, der wirkliche Aufgang zur Altarhöhe, der vom Priester mit dem zur Höhenhingabe in Empfang genommenen Blute, oder zur Feuerhingabe der Opferteile und Glieder bestiegen wird, בדרום, im Süden ist, so ist damit die aus dem Gesetze zu schöpfende Erleuchtung als die zweite Bedingung gesetzt, durch die allein der Weg zur sittlichen Vollendungshöhe zu vollbringen ist. Insbesondere treten die Seiten kombiniert in den Winkeln auf, und zwar in ihrer vom Aufgang im Süden rechts gewandten Folge, als: südöstlicher, ostnördlicher, nordwestlicher, westsüdlicher Winkel. In dieser Kombination bedeutet SO.: die durch den Geist geweckte Israelrichtung auf das Gesetz; ON.: die durch diese Richtung erzeugte Gottesheiligung des materiell Sinnlichen; NW.: die mit dem sittlich reinen materiell Sinnlichen anzustrebende Verwirklichung des göttlichen Gesetzes; WS.: die aus der Verwirklichung des göttlichen Gesetzes quellende Erleuchtung des menschlichen Geistes, und weist z. B. in den ד׳ מתנות למעלה des חטאת der Priesterfinger den durch Unachtsamkeit Gefallenen darauf hin, sein נפש, sein seelisches Wesen fortan auf den Höhen dieser vierfachen Energien zu erhalten. Er ist gestrauchelt, weil sein Geist ihn nicht (SO) als Jude dem Gesetz gegenüber geführt, ihm nicht das Gesetz "vergegenwärtigt", oder er nicht (ON) sich die Anforderung dieses Gesetzes hinsichtlich der kontrollierend zu heiligenden Sinnlichkeit gegenwärtig gehalten, oder nicht (NW) alles Sinnliche nur als der Erfüllung des Gesetzes unterzuordnendes Mittel begriffen, oder endlich nicht (WS) das Gesetz also erfüllt, dass daraus ihm die höhere Erleuchtung des Geistes erwachsen wäre; und doch nur durch Festhalten aller dieser Momente kann man vor Fehl aus Gedankenlosigkeit geschützt bleiben. נסכים, der Ausdruck der höchsten vor Gott zu findenden und nur von Gott zu gewährenden Freude, rauschten aus der WS-Winkelhöhe, von dem Gipfel der durch das Gesetz zu gewinnenden Begeisterung nieder, und alle מנחות, alle Mittel leiblicher Nahrung, Gesundheit und Wohlbehagens, wurden diesem SW-Winkel, dem der תורה zugewandten und aus der תורה zu nährenden Geiste dargebracht: מגישה בקרן דרומית מערבית כנגד הודה של קרן (Menachot 19.b). ביכורים, die Erstlinge des materiellen Bodenreichtums בקרן דרומית מערבית בדרומה של קרן, in diesem SW.-Winkel des dem Gesetze zugewandten Geistes, und zwar auf den Boden des Geistes niedergelegt (Jeruschalmi, Bikurim III, 5) etc. etc.
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Rav Hirsch on Torah

Wenn somit die Bedeutung der Tempel- und Altarseiten von dem im Westen ruhenden Gesetzeszeugnis ausgeht, das mit seiner Rechten uns das Licht und mit seiner Linken den Tisch uns reicht, und dem wir im Osten gegenüber treten und ihm mit unserer Rechten unsern Tisch und mit unserer Linken unser Licht weihend darbringen, so darf die Frage sich wagen, warum eben im Westen das Heilige des Heiligtums, das Gesetzeszeugnis unter Cherubimfittichen ruht, und wir ihm von Osten aus uns huldigend nahen? וצבא השמים לך משתחוים (Nehemias 9, 6), "so" — sehen wir — "neigt sich Gott das ganze Heer des Himmels"; lautete in ähnlicher Beziehung eine Äußerung (Baba Bathra 25 a). Wie uns der ganze Himmel mit allen seinen Gestirnen, wie uns so das ganze uns sichtbare Universum täglich seine Bahn von Osten nach Westen vollbringend und im Westen sinkend erscheint, mit dieser wandellosen Erscheinung aber Den huldigend verkündet, der "die Himmel und ihre Neigen schafft", und dessen allmächtiges, weltregierendes Gesetz jeder Stern in seiner Laufbahn verkündet: also lehrte Er uns Sein Gesetz für unsere kleine Welt und für unsere Laufbahn in dieser kleinen Welt in Westen setzen, auf dass wir sterngleich unwandelbar laufen die Bahn, die Er mit seinem Gesetze uns weist, und Seinem Gesetze uns beugend Seinen Namen huldigend über die Erde hin verkünden — —
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Rav Hirsch on Torah

Dass aber שולחן, die Vergegenwärtigung des sinnlich Leiblichen, somit des Stofflichen, im Norden, der Seite des Dunkels, der Nacht, מנורה, die Vergegenwärtigung des Geistes, des Leuchtenden und Belebenden, in der Seite des Mittags, der Lichtintensität, ihre Stelle fand, motiviert sich von selbst.
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Rav Hirsch on Torah

Wenn aber somit die Seiten des הראל, des eigentlichen Altars, die Seiten des היכל wiederholen, so dürfte überhaupt der Altar in seiner aufwärts steigenden Schichtung dieselbe Gliederung bieten, die das Heiligtum im Ganzen in horizontaler Aufeinanderfolge darstellt. Das im Allerheiligsten ruhende Gesetz leuchtet als Feuer auf dem Arielgipfel, zu ihm führt der aus den vier Hechalseiten sich bildende Gottesberg (הראל), und die untere Abteilung heißt ebenso עזרה, wie in der horizontalen Projektion die Vor- und Umräume des Heiligtums עזרות heißen.
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Rav Hirsch on Torah

Der ganze מזבח העולה ist eine Veranstaltung, die Wege zu lehren, die die unveredelte, noch ungeheiligte Menschennatur zurückzulegen hat, um dem Ideale entsprechend zu werden, das in היכל und דביר des Heiligtums vergegenwärtigt ist. Darum ist er mit נחשת, Kupfer, dem Metall der unveredelten Stufe, bedeckt, und wird eben durch dieses Metall als der Vorstufe, dem Vorraum, חצר, angehörig bezeichnet, dessen charakteristischen Mittelpunkt er ebenso bildet, wie היכל und דביר durch die "goldenen", das "Ideal" der jüdischen Aufgabe vergegenwärtigenden מנורה ,שולחן ,ארון ihren Charakter und ihre Bedeutung erhalten. Er wird daher auch ohne weiteres als מזבח הנחשת bezeichnet.
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