Hebrew Bible Study
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Commentary for Numbers 35:11

וְהִקְרִיתֶ֤ם לָכֶם֙ עָרִ֔ים עָרֵ֥י מִקְלָ֖ט תִּהְיֶ֣ינָה לָכֶ֑ם וְנָ֥ס שָׁ֙מָּה֙ רֹצֵ֔חַ מַכֵּה־נֶ֖פֶשׁ בִּשְׁגָגָֽה׃

then ye shall appoint you cities to be cities of refuge for you, that the manslayer that killeth any person through error may flee thither.

Rashi on Numbers

והקריתם — This verb קרה (in the Hiphil) denotes “preparing”. Similarly it says, (Genesis 27:20) “Because the Lord thy God made it ready (הקרה) before me”(Sifrei Bamidbar 159:4).
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Rabbeinu Bahya

והקריתם לכם ערים, ערי מקלט, “you shall designate cities for yourselves, cities of refuge.” The expression והקריתם is derived from קריה, city.
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Rav Hirsch on Torah

V. 11. והקריתם לכם וגו׳, ihr sollt euch Städte in solcher Lage bestimmen, dass sie sich, ungesucht, von selbst dem Flüchtigen darbieten (siehe zu Bereschit 24, 12).
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Daat Zkenim on Numbers

והקריתם לכם לערים, “you shall appoint for yourselves as towns;” In Deuteronomy 19,3, the Torah instructs the Jewish people to erect pointers guiding potential inadvertent killers with how to get to the nearest city of refuge at each juncture of major roads in the country. This is also what the psalmist referred to in Psalms 25,8: על כן יורה חטאים בדרך, “therefore He shows sinners the way.” Actually, there was no need for this legislation as it follows logically from another legislation. If G–d shows murderers the way to their rehabilitating themselves, how much more will He show the way to people who are righteous and have erroneously committed a sin. This is why the psalmist quoted above immediately continues with: ידרך ענוים במשפט וילמד ענוים דרכו, “He guides the lowly on the right path, and He teaches the humble His way.”
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Rabbeinu Bahya

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Rav Hirsch on Torah

Dieses והקריתם לכם wird Dewarim 19, 3 näher also präzisiert: תכין לך הדרך ושלשת את גבול ארצך וגו׳ die Wege dahin sollen immer in gutem, von allem Hindernis freien Zustande erhalten, nach Mackot 10b mit Wegweisern versehen, und die Städte in gleichen Distanzen von einander entfernt sein. Die drei transjordanischen (Dewarim 4, 48) lagen nicht nur den diesseitigen ganz parallel: Hebron in Juda, Bezer in der Wüste, Sichem am Gebirge Efrajim, Ramot in Gilead, Kadesch im Gebirge Naftali, Golan in Baschan gegenüber, sondern es war auch von der Südgrenze bis Hebron genau so weit wie von Hebron nach Sichem, von Hebron nach Sichem wie von Sichem nach Kadesch, von Sichem nach Kadesch genau so weit wie von Kadesch zur Nordgrenze. Es war also von den beiden Grenzen bis zur ersten Stadt genau so weit, wie von dieser zu der nächstliegenden.
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Rav Hirsch on Torah

Es waren also drei gleiche Distanzen gegeben: die Entfernung von den Grenzen und die Entfernung von der ersten Stadt zur zweiten und von der zweiten zur dritten. Oder durch Fixierung dreier gleich von einander weit entfernt liegender Punkte in der Mitte wird das Land in vier gleiche Teile geteilt. Diese gleiche Teilung nennt der Text”שלש“ . Im Munde unserer חז׳׳ל wird überhaupt die gleiche Teilung eines gegebenen ganzen Quantums unter mehreren שלש genannt, z. B. משלשין בממון ואין משלשין במכות (Mackot 5 a; — siehe jedoch Raschi daselbst 3a).
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Rav Hirsch on Torah

”קלט“ ,ערי מקלט kommt in תנ׳׳ך nur als מקלט in diesem Zusammenhange vor und sonst noch שרוע וקלוט, wo es die ungespalten zusammengewachsene Klaue bedeutet. Im Munde der חז ל kommt קלט als das Aufnehmen eines fremden Stoffes zur bleibenden Vereinigung, z. B. bei Farben und beim Pfropfreis (Schabbat 17b und Schebiit 2, 6), obgleich es auch zum Ausdruck für eine vorübergehende Aufnahme vorkommt: קלוטה כמי שהונחה דמיא (Schabbat 4a). Lautverwandt erscheint es mit גלד, wovon גלד die Haut (Job 16, 15), also die organisch den Leib umschließende Hülle, daher rabbinisch גלדאי, Gerber. Auch der zusammenziehende, starr machende Frost heißt גליד. Nach allem diesem scheint ”קלט“ in מקלט die bleibende festhaltende Aufnahme zu bedeuten. Vielleicht bezeichnet auch das lautverwandte ”ילד“ das Hineinsetzen in die Erdwelt als die fortan den Neugeborenen bleibend aufnehmende Umgebung, und das Verweisen des unvorsätzlichen Mörders in die מקלט-Stadt, ist gleichsam eine zweite beschränkendere Geburt; die מקלט-Stadt ist fortan die ganze Welt des dahin Verwiesenen.
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Rav Hirsch on Torah

Daher auch im folgenden Verse לכל צרכיכם :לכם ,והיו לכם הערים למקלט (Mackot 13 a). Die Aufnahmsstadt soll in der Tat die kleine Welt des dahin Verwiesenen sein. Er soll darin allen seinen Bedürfnissen vorgesorgt finden. ינום אל אחת הערים האלה וחי, heißt es Dewarim 19, 5, עביד ליה מידי דתהוי ליה חיותא, sorge dafür, dass er dort ein "Leben" finde. Die Städte selbst sollen von mittlerer Größe, nach הל׳ רוצח מל׳׳מ 8, 8 keine ummauerte, mit Wasser und Märkten für Lebensmittel versehen sein. Bei Förderung von Niederlassungen daselbst hat man darauf zu sehen, dass von allen nationalen Kategorien, כהנים לוים וישראלים, sich dort niederlassen, ja selbst für die geistigen Bedürfnisse der dahin Verwiesenen ist in dem Grade zu sorgen, dass einem dorthin verwiesenen Schüler der Wissenschaft sein Lehrer, und in gleichem Falle dem Lehrer die Schüler nachzufolgen haben (daselbst 10a). Es bildet also in der Tat eine מקלט-Stadt eine ausreichende Welt im Kleinen.
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Rav Hirsch on Torah

מכה נפש בשגגה. Es ist bereits zu Schmot 21, 13 der Begriff שגגה für die unvorsätzliche Tötung dahin präzisiert worden, dass, um unter den Schutz und die Pflicht der עיר מקלט-Zuflucht zu fallen, das Geschehene ebenso weit von מזיד als von אונס, von grober Fahrlässigkeit wie von völlig unberechenbarem Zutreffen, fern sein muss, und nur eine solche Tötung שגגה-Flucht nach עיר מקלט diktiert, bei welcher der eingetretene Fall zwar in der Regel nicht vorauszusetzen, jedoch bei einiger ernsten Vorsicht als immerhin möglich hätte vorschweben müssen (siehe daselbst). מכלל דהוי ליה :בשגגה ידיעה (B. K. 26 b). Der wiederholte Ausdruck בשגגה schließt den Fall aus, wenn das Vorhandensein des Leben gefährdenden Gegenstandes dem Täter nie zum Bewusstsein gekommen war, z. B. היתה אבן מונחת לו בחיקו ולא הכיר בה ועמד ונפלה.
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