Comentario sobre Génesis 9:1
וַיְבָ֣רֶךְ אֱלֹהִ֔ים אֶת־נֹ֖חַ וְאֶת־בָּנָ֑יו וַיֹּ֧אמֶר לָהֶ֛ם פְּר֥וּ וּרְב֖וּ וּמִלְא֥וּ אֶת־הָאָֽרֶץ׃
Y BENDIJO Dios á Noé y á sus hijos, y díjoles: Fructificad, y multiplicad, y henchid la tierra:
Radak on Genesis
ויברך אלוקים, even though they had enjoyed G’d’s blessing already ever since the creation of mankind, the renewal of life on earth reassured them by their receiving a new blessing also. The blessing consisted primarily of the promise that they would once again be fruitful and multiply.
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Rav Hirsch on Torah
(1-2). ויברך. Und nun, in diese Erde, mit diesen ganz neuen Bedingungen eingeführt, erhält das Menschengeschlecht zum zweitenmal den Segen. Das ויברך und ויאמר sind auch hier zwei Sätze, in ברך die Ausstattung, mit den dazu nötigen Kräften, sodann פרו und רבו die Aufgabe der Kindererzeugung und Erziehung (s. oben Kap.1, 28). Es ist wichtig, dass dies alles in diesem Segen hier noch einmal wiederholt wird; denn dieser Segen ist doch jedenfalls nach dem sogenannten Sündenfalle. Wo aber Gottes Segen einkehrt, kann kein Fluch ruhen. Zwei Dinge vermissen wir hier: רדו und כבשוה. Ursprünglich war der Mensch von Gott der Erdwelt gegenüber als Herrscher und Meister eingesetzt, welches in רדיה und כבוש enthalten ist. רדיה und כבוש begründen aber nur die Unterordnung von Untertanen, ja selbst von eroberten Provinzen unter ihren Fürsten. Ein solches Band setzt allerdings eine Unterordnung voraus, aber doch keine Vernichtung, lässt den Untergeordneten immerhin die Entwicklung frei, wenn gleich nur nach dem Willen des Fürsten. Es ist nur Gehorsam, der gefordert wird. Ebenso sollte das Verhältnis des Menschen zur Erdwelt ein inniges, ich anschmiegendes, schützendes sein, לעבדה ולשמרה. Dies jetzt nicht mehr. Der Mensch ist hingestellt, sich zu erhalten, und, statt des früheren innigen Verhältnisses, heißt es jetzt: Furcht und Schrecken vor euch soll über alles Tier der Erde usw.
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Radak on Genesis
ויאמר להם, to the sons of Noach, indirectly, who communicated the blessing to his sons. [seeing that Noach did not have any children after the deluge, the blessing had not included him. Ed.] Alternately, we must assume that Noach’s sons had prophetic status so that G’d communicated with them directly.
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Rav Hirsch on Torah
מוראכם, von ירא .ירא ist eine geistige Tätigkeit, die sich die Größe und die Macht auch des Abwesenden gegenwärtig vorstellt; daher auch: scheu vor dieser Macht zurücktreten, ihr aus dem Wege gehen. So כי יראו מפני הכשרים" Kön. 2, 25, 26.
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Rav Hirsch on Torah
חתת ,חתכם, ist ein Schrecken, der die Kraft bricht und lähmt: חתתה קשתותם (Jerem. 51, 56). Während מורא den Fürchtenden dem Gefürchteten aus dem Wege gehen lässt, hält חתת denselben zurück, dass er nicht angreife, lähmt ihn. Also: Alles andere Lebendige soll fortan dem Menschen scheu aus dem Wege gehen, ihm immer mehr Raum zur Ausbreitung gewähren, und in seinen Schlupfwinkeln vor Schreck gelähmt sein, den Menschen nicht anzugreifen. Das Band zwischen Mensch und Tier ist damit zerrissen, das Tier fürchtet den Menschen, der Mensch ist nicht mehr sein leitender Meister und gebietender Herr, der Mensch verlernt die Tiere zu verstehen, und diese treten scheu vor ihm zurück. Schwierig ist das ב in בכל אשר וגוי בכל דגי הים בירכם נתנו. Man könnte es dahin verstehen: in allem, was den Boden betritt, ja selbst in allen Fischen des Meeres lebt das Bewusstsein, dass sie in eure Hand gegeben sind. Allein dann müsste man eben das: ist das Bewusstsein, ergänzen. Es kommt jedoch mitunter das ב im Sinne eines Teilungsartikels vor, so לכו לחמו בלחמי ושתו ביין מסכתי (ProRaw Hirsch on Genesis 9: 9,5): esset mit von meinem Brote und trinket von dem Weine, den ich gemischt, nehmt Teil daran. So dürfte es auch hier zu nehmen sein. Furcht und Angst vor dem Menschen erfüllt einmal alles Lebendige, er bekommt dadurch Raum und Ruhe; aber keineswegs, dass der Mensch alle Tiere in seine Gewalt bekomme, was nichts weniger als gut wäre; vielmehr: "unter allem, was den Boden betritt und auch unter allen Fischen des Meeres (gibt es Individuen) die in eure Hand gegeben sind".
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Rav Hirsch on Torah
Jedenfalls ist hiermit eine bedeutende Änderung in der Stellung des Menschen zur Erdwelt eingetreten. Wenn in den vorhergehenden Sätzen der durch die veränderte Stellung und Gestalt der Erde angebahnte Erziehungsplan mitgeteilt ist, dass nämlich das Böse nicht wieder wie früher anwachsen soll, vielmehr die Menschen in eine größere Mannigfaltigkeit auseinandergehen, und dadurch sowohl individuell als unter den Völkern das Böse paralysiert, und durch die verkürzte Lebensdauer ein rascherer Umschwung der Generationen gegeben ist, also, dass die in dem מפי עוללים ויונקים וגוי ausgesprochene Gründung des Gottesreiches auf die immer mit neuer, frischer Kraft eintretende Jugend, in dem Leben der Menschen und Völker den Fortschritt zum ewig winkenden Ziele bringt — wenn dies alles kein bloßer Traum ist, so dürfen wir uns sagen, dass auf dem hier begonnenen Wege bis in sehr weite Zukunft hinaus der Menschheit nicht die Aufgabe ist, die Erdwelt zu meistern und zu vollenden, vielmehr ihr jetzt nur die Aufgabe gestellt ist, sich zu vollenden, sich zu veredeln, sich wieder in die wahre Stellung zu Gott emporzuarbeiten. Diese Restituierung der Menschheit in den Standpunkt, den sie einnehmen sollte, mit der Wiederkehr des Friedens, der langen Lebensdauer, des "neuen Himmels und der neuen Erde" die uns das Prophetenwort schildert, wird, nach dem tiefen Worte unserer Weisen: — "אין בן דוד בא עד שיכלו כל הנשמות שבגוף" nicht früher eintreten, bis nicht alle möglichen Geister eingegangen sind in die Leiblichkeit und sich veredelt haben", und von diesem Verse bis zum letzten Worte des letzten Propheten ist der ganze Inhalt der Gottesschrift nichts anderes, als die Schilderung der Rückkehr der Menschheit zu diesem einstigen Zustande, und der Gottesveranstaltungen zu diesem Ziele. Inzwischen aber und bis dahin ist dieser Standpunkt verloren, das Band zwischen dem Menschen und der Tierwelt zerrissen, und der Mensch zunächst auf die Arbeit an sich selbst und für sich selbst hingewiesen.
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