Comentario sobre Números 29:19
וּשְׂעִיר־עִזִּ֥ים אֶחָ֖ד חַטָּ֑את מִלְּבַד֙ עֹלַ֣ת הַתָּמִ֔יד וּמִנְחָתָ֖הּ וְנִסְכֵּיהֶֽם׃ (ס)
Y un macho cabrío por expiación: además del holocausto continuo, y su presente y su libación.
Rav Hirsch on Torah
V. 19. ונסכיהם. Sucka 44a und Joma 26b wird die Tradition als הלכה למשה מסיני gelehrt, dass an den sieben Tagen des Hüttenfestes, gleichzeitig (Sucka 48b) mit dem Weingussopfer des Morgentamid, ein Gussopfer von Wasser vollzogen wurde, und wird (Taanit 2b) dieses ניסוך המים in den Ausdrücken נסכיה ,נסכיהם und כמשפטם des zweiten, sechsten und siebten Tages angedeutet gefunden und mnemotechnisch an dem סים dieser Ausdrücke: מים fest gehalten. Betrachten wir das ונסכיהם unseres Verses und suchen die Objekte zu dem Suff. plur. הם, so kann dies keineswegs, wie etwa V. 31 des vorigen und V. 11 dieses Kapitels, sich auf die פרים אילים וכבשים beziehen. Deren נסכים sind hier bereits ausdrücklich (V. 18) ומנחתם ונסכיהם genannt. Wir suchen vergebens andere Objekte zu unseren ונסכיהם als die unmittelbar vorangehenden עולת התמיד und מנחתה. Offenbar ist damit dem עולה ein נסך und dem מנחה ein נסך zugesprochen. Das נסך des עולה kennen wir. Es ist das Weingussopfer, mit welchem die im עולה ihren Ausdruck findende Persönlichkeit "jeden Tropfen ihrer Freude" als von Gott stammend und Gott geweiht in den Boden seines Gesetzesaltares hingießt. Was nun aber für die עולה-Persönlichkeit, für den Menschen, der Wein ist, das ist für die in dem Mincha zum Ausdruck gelangenden Güter der Nahrung und des Wohlstandes, d. h. für das Mehl und das Öl: das Wasser, jeder Regentropfen, von welchem das Gedeihen der Bodenerzeugnisse bedingt ist. Wir haben sonst schon die Parallele des freudigen Aufblühens des Menscheninnern mit dem Wachsen und Aufblühen der Gewächse, die Parallele von שמח und שוש mit צמח und צוץ im jüdischen Sprachgedanken gefunden. יין ist משמח לבב אנוש und מים ist מצמח צמחים, und wenn das נסך des עולה Wein ist, so ist das hier dem מנחה zugesprochene נסך ohne weiteres Wasser. An dem Feste des heiter vertrauenden Hüttenbaues und der Freude am Gütersegen vor Gott gesellt sich zu dem ניסוך היין auch ניסוך המים, zum Ausdruck, dass nicht nur "jeder Tropfen unseres Weines", jede Regung unserer Lebensfreude, sondern auch "jeder Tropfen unseres Wassers", jede irdisches Sein und Gedeihen überhaupt bedingende Himmelsspende von Gott stammt, Gott hörig, einem Leben in Seinem Gesetze geweiht bleibt und in dem Altargrund Seines Gesetzesheiligtums ihren eigentlichen Grund und Boden hat.
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Chizkuni
ונסכיהם, “and (together with) their drinkofferings.” When the expression נסך is used elsewhere it always refers to libations of wine and the oil and meal offerings. Seeing that the mussaph offerings on the festival of Sukkot are different each day, the Torah here has to refer to these offerings repeatedly each day separately, as they were not the same as on the day mentioned previously. This was not the case with the mussaph offerings on the seven days of Passover.
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Rav Hirsch on Torah
Dieses dem Hüttenfeste eigentümliche ניסוך המים findet aber seine andeutende Anordnung zunächst am zweiten Tage, dem ersten Tage, der das allmähliche Schwinden des gegensätzlichen Verhaltens der Völker zu Gottes Gesetzeswillen und damit die Aussicht auf die einstige volle Rückkehr der Menschen zu Gott eröffnet. Nur im Hinblick auf diese einstige zur Höhe ihrer Bestimmung geläuterte Menschheit fällt jeder Regentropfen von Gott. Wie die erste Regenspende auf die Schöpfung des ersten Menschen harrte: כי לא המטיר ד׳ אלחים על הארץ ואדם אין וגו׳. (Bereschit 2, 5; siehe daselbst), so fällt während des Irrganges der gegensätzlich gewordenen Menschheit jeder Fortbestehen und Fortschreiten bringende Regentropfen nur im Hinblick auf jene Menschheit der Zukunft, und weil denn doch ein jeder Tag einer jeden Gegenwart, wenngleich nur einen kleinen, immerhin doch einen allmählichen Fortschritt zu jener Zukunft bedeutet und der weltgeschichtliche Gang der Menschheit, wie die פרי החג, sich in einem allmählichen Schwinden des Gegensatzes zu ihrer hohen göttlichen Bestimmung, somit in entschiedenem sittlichen Fortschreiten sich bewegt. In den Anfangszeiten dieses schwindenden Gegensatzes gehört das ניסוך המים mehr zum מנחה als zum עולה, dessen Begleiter ja im Grunde auch das מנחה ist, es ist mehr das זכות des Getreides, das des künftigen Menschen harrt, als das des Menschen der Gegenwart, der als "אדם" nicht da ist, ואדם אין, dem der Regentropfen gespendet wird. Es ist das נסך des מנחה neben dem נסך des עולה, sie sind eben: עלת התמיד ומנחתה ונסכיהם. Je mehr aber der Gegensatz der Menschheit zu ihrer göttlichen Bestimmung schwindet, tritt die Würdigkeit der Menschenpersönlichkeit in den Vordergrund, und es ist schon das Verdienst des gegenwärtigen Menschen, dem der Regentropfen auf seinen Acker fällt. Am sechsten Tage, am Vorabend des Zieles, sind schon beide נסכים nicht mehr נסכיהם, in ihren Beziehungen geschieden, sondern: נסכיה (V. 31), die נסכים des im תמיד zu Gott emporringenden Menschen. Endlich am siebten Tage erlangen beide נסכים, das נסך des Menschengedeihens und das נסך des Erdegedeihens ihre einheitliche Urbeziehung משפטם (V. 33). Alle נסכים zusammen bilden nur ein ונסכהם חסר) נסך), auch das ניסוך המים fällt begrifflich der Mo'edgruppe zu; denn aller Gegensatz ist geschwunden, mit der jüdischen Menschheit steht die allgemeine Menschheit im Tatenbunde vereint vor Gott als פרים שבעה אילים שנים כבשים בני שנה ארבעה עשר תמימם, der "Mensch" ist wiedergefunden, den nicht die Erde, der als "Adam" seine "Adamah" trägt, dem Gott als Seinem Diener auf Erden den Segen der Erde spendet, es heißt nicht mehr: ואדם אין לעבד את האדמה, es sendet ד׳ אלקים dem zu Ihm aufblickenden, Ihm heiter dienenden "Adam" den Regen seines Segens wie die Seligkeit seiner Freuden. —
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Rav Hirsch on Torah
Das siebentägige Hüttenfest, das mit dem Gottesausspruch: ושמחתם לפני ד׳ אלקיכם שבעת ימים zur siebentägigen "Freude vor Gottes Angesicht" lud (Wajikra 23, 40), wird von der zum "חג", zum Festkreis um Gott und sein Gesetzesheiligtum versammelten Nation in den עזרות, in den Vor- und Umräumen des Heiligtums in freudig gehobenster Stimmung begangen. Den Mittelpunkt dieser Gottesfreude bildete aber eben das Wasserschöpfen zu diesem ניסוך המים, weshalb sie den Namen שמחת בית השואבה trug. Dass aber diese jüdische Gottesfreude in ihrer höchsten Begeisterung gerade an dieses Wassergussopfer sich anschloss, ist wohl in nicht geringem Grade charakteristisch. Nicht der Gedanke an besondere von Gott erfließende Freudenmomente, erst das Bewusstsein, dass jeder tägliche unser hieniediges Sein fristende Wassertropfen uns als Bote von Gottes Gnade zu der freudigen Begeisterung beseligender Gottesnähe hebt, erst das gewährt die Seligkeit jedes Atemzuges vor Gott. —
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