Comentario citado sobre Génesis 24:31

וַיֹּ֕אמֶר בּ֖וֹא בְּר֣וּךְ יְהוָ֑ה לָ֤מָּה תַעֲמֹד֙ בַּח֔וּץ וְאָנֹכִי֙ פִּנִּ֣יתִי הַבַּ֔יִת וּמָק֖וֹם לַגְּמַלִּֽים׃

Y díjole:  Ven, bendito de SEÑOR; ¿por qué estás fuera? yo he limpiado la casa, y el lugar para los camellos.

Rav Hirsch

V. 4. אל תפנו אל האלילים. Während לא, von לאה ermüden, ermatten, kraftlos ,werden, die Verneinung überhaupt, auch die Verneinung des Seins, bedeutet, drückt אַל von אלל, nur die Verneinung des Wollens und Sollens aus. Nie kann daher אל mit dem Präteritum oder Präsens verbunden werden. אלל ist somit der Begriff der Versagung, daher אללי der Schmerzausdruck versagter Wünsche. So אם רשעתי אללי לי (Job 10, 15) wörtlich: wenn ich gegen Gottes Willen gefrevelt, so kann ich nicht auf Erfüllung meiner Wünsche rechnen, so warten nichts als Versagungen mein. אלילים sind nun versagende Mächte, es ist der heidnische Gottesbegriff, der zunächst in seinen Göttern dem Gedeihen des Menschenwillens feindliche Mächte fürchtend verehrte. Sich selbst überlassen, fühlt der Mensch sich überall an der Grenze seiner Macht, sieht sich überall mit seinem Begehren und Wollen im Kampf mit höheren Gewalten, denen er Gewährung abringen oder abschmeicheln muss, eine Anschauung und ein Bedürfnis, die mehr als alles andere die Götter des Heidentums und deren Kult erzeugten und noch heute der jüdischen Gotteswahrheit fremd gewordene Gemüter heidnischem Wahn und Beginnen in die Arme führen. Solchen Vorstellungen sollt ihr in euren Gottesgedanken keinen Eingang gewähren. Für eure Gedankenrichtung soll es keine mit Göttermacht bekleidete menschenfeindliche Wesen geben. Die Idee ihrer Existenz sollt ihr bei euch nicht aufkommen lassen. Daher (Schabbat 149a): דיוקנא עצמה אף בחול אסור להסתכל בה משום שנאמר אל תפנו אל האלילים מאי גמרא אמר ר׳ חנן אל תפנו אל מדעתכם d. h. Götterbilder zu betrachten, ist untersagt, denn es heißt: Räumt den Gottesgedanken nicht weg aus eurem Sinne (siehe ערוך unter פן). Es wäre da das אל תפנו von פנה in der Bedeutung von אנכי פניתי הבית (Bereschit 24, 31) zu nehmen, wo פנה der Aufnahme von Gegenständen zugewendet, dafür bereit sein heißt ( – siehe Bereschit zu 24, 31 –), wovon das rabbinische פנוי: ledig, und פנאי: Muße, und hieße unser Satz: Gebet keinen Raum (in euren Gedanken) versagenden Mächten. Der Begriff: räumen setzt aber voraus, daß der Raum bisher von einem anderen Gegenstand eingenommen war, der ist nach ר׳ חנן hier der Gottesgedanke. Er soll unser Inneres stets und ganz erfüllen und selbst nicht durch eine augenblickliche Betrachtung von אלילים daraus auch nur vorübergehend verdrängt werden.
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