וַיִּקַּ֣ח אֵלִיָּ֗הוּ שְׁתֵּ֤ים עֶשְׂרֵה֙ אֲבָנִ֔ים כְּמִסְפַּ֖ר שִׁבְטֵ֣י בְנֵֽי־יַעֲקֹ֑ב אֲשֶׁר֩ הָיָ֨ה דְבַר־יְהוָ֤ה אֵלָיו֙ לֵאמֹ֔ר יִשְׂרָאֵ֖ל יִהְיֶ֥ה שְׁמֶֽךָ׃
Y tomando Elías doce piedras, conforme al número de las tribus de los hijos de Jacob, al cual había sido palabra del Señor; diciendo: Israel será tu nombre;
Chizkuni
ושתים עשרה מצבה, “and 12 stone pillars;” this refers to G-d’s commandment to mark off the area at the bottom of Mount Sinai beyond which none of the people were allowed to approach. (19,12) 3 pillars in the east for the three tribes encamped there, three pillars in the south, the west and the north, as they were encamped also while in the desert. Some commentators say that Moses placed 12 stone pillars on the east on the altar as a symbol that all twelve tribes were completely content with maintaining the covenant with Hashem. We find a parallel to this in what the prophet Elijah did on Mount Carmel: ויקחו שתים עשרה אבנים למספר בני ישראל, “they took twelve stones to symbolize the twelve tribes of Israel.” (Kings I 18,31.)
Rav Hirsch
V. 4. ויכתב משה: was wir vor uns haben,ויאמר אתם ראיתם וגו׳ Kap. 20.19 bis כי יהיה לך למוקש, Kap. 23. 33. — מזבח תחת ההר, auf welchem die Hingebung des Volkes an das vernommene und angenommene Gesetz und das freudige Bewusstsein der damit errungenen Bundesnähe Gottes zum Ausdruck kommen soll. — ושתים עשרה מצבה לשנים עשר שבטי ישראל, diese zwölf Stämme Israels waren ja in konkreter Wirklichkeit gegenwärtig, es war somit gar keine Veranlassung, sie noch besonders symbolisch zu vergegenwärtigen. Nicht darum dem damals gegenwärtigen Geschlechte, nicht den dort ja anwesenden zwölf Stämmen Israels, sondern dem ganzen künftigen Israel, dem ewigen Israel, dessen Ideal nur dem Geiste vorschwebte, und dessen Verwirklichung der ganzen Zukunft angehört, ihm, ihm allein konnten diese Denksteine zur Vergegenwärtigung dienen sollen, את אשר ישנו פה ואת אשר איננו פה wie es auch Dewarim 29, 14 heißt. Weit über den engen Kreis seiner Gegenwart schweifte der Blick unseres Mosche hinaus, als er dem durch ihn überbrachten Gesetze Altar und Denksteine errichtete. Wie mit dem Bundesschwure zum Gesetze, כל הדברים אשר דבר ד׳ נעשה, der Eid für alle kommenden Geschlechter mit geleistet war, und ihrer aller Seelen damit den unverlierbaren Stempel ihrer Bestimmung erhielten, so waren auch ihrer aller Seelen dem Geiste Mosches gegenwärtig, als er den Altar errichtete, und den in konkreter Leiblichkeit anwesenden Stämmen Israels fügte er in den zwölf Denksteinen alle künftigen symbolisch hinzu. So nahm auch Elias, als er auf dem Karmel dem einen einzigen Gotte den Altar wiederherstellte (Kön. I. 18, 31), zwölf Steine "nach Anzahl der Stämme der Söhne Jakobs, dem Gott den Namen und die Bestimmung: "Jisrael" erteilt hatte". Dieses "Jisrael", dieses eine einzige Volk, Bannerträger des einen, einzigen Gottes, war ja nicht mehr da. Zerrissen in seiner Einheit, schwankend die kleinere Hälfte, die andere, die größere, die ihn umstand, einem von religionspolitischen Interessen gehegten und gepflegten Baalpfaffentum bereits völlig verfallen. Das "Jisrael", in dessen Namen er dem einen einzigen Gotte den Altar errichtete, das Jisrael umstand ihn nicht. Nur im Geiste, in der Idee war es ihm gegenwärtig, nur symbolisch konnte er es herbeirufen, und sprach mit seinen zwölf Steinen ebenso die Entartung seines damaligen Geschlechtes, wie die gleichwohl auch solche Zeiten überdauernde Ewigkeit des Gottesvolkes nach seiner Bestimmung aus. Wie Mosche hob er dabei seinen Blick über die beschränkte und beschränkende Gegenwart hinaus und baute die Steine dem unsterblichen Israel der Zukunft. —
Rav Hirsch
VV. 5 u. 6. ולקחת סלת (siehe Schmot 25, 23-30). Es ist dort bereits erklärt, wie dieses auf den Tisch im Heiligtum zu schichtende Brot, das Brot des jüdischen Nationalwohlstandes, in Stoff, Form, Bereitung und Ordnung als Grundbedingung desselben den Charakter der Brüderlichkeit zeigt. Es heißt nun nicht einfach: ואפית שתים עשרה חלות סלת, sondern: ולקחת סלת ואפית אתה וגו׳. Das den jüdischen Nationalwohlstand ausdrückende Objekt ist also zunächst ein einheitliches Gesamtquantum, und אתה , es verteilt sich, den zwölf Stämmen Israels entsprechend (vergl. Schmot 24, 4 und Könige I. 18, 31) auf zwölf aus einem Stoff bereitete, somit qualitativ, und, nach der gleich folgenden Bestimmung, auch quantitativ einander völlig gleiche Brote. שני עשרונים: jedes Stammbrot, wie in der Form, כמין תיבה פרוצה (siehe Schmot 25, 29) ebensoviel, oder doch fast ebensoviel als sich selbst dem Bruderstamm zuwendend, hat daher auch stofflich das Quantum eines doppelten Bedarfes. – יהיה החלה האחת nicht תהיה: danach scheint nicht החלה האחת, sondern שני עשרונים das Subjekt und als eine Einheit gedacht zu sein. Nicht: jedes einzelne Brot soll zwei Zehntel sein, sondern ein Quantum von zwei Zehntel werde ein einzelnes Brot. – יהיה החלה האחת ושמת אותם: jedes Brot wird einzeln geknetet, sie werden aber gepaart, je zwei zusammen, gebacken: נילושת אחת אחת ונאפת שתים שתים (Menachot 94a). Jedem Stammbrot ist in der Grundlage eine gleiche gesonderte Sorgfalt zugewendet, aber Konsistenz erhalten sie nur gepaart, zusammen: mit einander und füreinander.