וַֽתַּחֲבֹשׁ֙ הָֽאָת֔וֹן וַתֹּ֥אמֶר אֶֽל־נַעֲרָ֖הּ נְהַ֣ג וָלֵ֑ךְ אַל־תַּעֲצָר־לִ֣י לִרְכֹּ֔ב כִּ֖י אִם־אָמַ֥רְתִּי לָֽךְ׃
Después hizo enalbardar una borrica, y dijo al mozo: Guía y anda; y no me hagas detener para que suba, sino cuando yo te lo dijere.
Rav Hirsch
Indem erst in der zweiten Hälfte des Verses, ויקם וילך, der Aufbruch zur Reise erzählt wird, kann das וילך der ersten Hälfte nicht schon das Reisen selbst bedeuten, sondern gehört mit zur Zurüstung der Reise. Die Kamele waren nicht beladen, sie waren bestimmt, die Braut und ihre Dienerinnen aufzunehmen. Es waren herrschaftliche Kamele, als solche durch Rüst- und Sattelzeug kenntlich. Er aber ging zu Fuße und trug Geschenke. Aus Kohelet 10, 7 erscheint, daß Knechte überhaupt nie geritten, sie waren daran erkennbar, daß sie nur zu Fuße gingen. Auch bei der Rückreise ging er nur zu Fuße und führte Rebekkas Kamel. Unsere Damen scheinen keine kavaliermäßig geübten Reiterinnen gewesen zu sein, sondern des Führers bedurft zu haben, so ja auch die Sunamiterin (Kön. II. 4, 24). Elieser trat also nicht als reicher Kaufmann mit etwa zehn beladenen Kamelen, sondern völlig als Knecht, als bepackter Knecht auf, der herrschaftliche Kamele irgendwohin zu führen hat. Nur so war ja auch die spätere Probe hinsichtlich des Charakters des Mädchens eine wirkliche. Was einem müden bepackten Knechte gegenüber von reiner Menschlichkeit zeugte, konnte einem reichen Kavalier gegenüber alles andere gewesen sein.