יַגִּ֙ישׁוּ֙ וְיַגִּ֣ידוּ לָ֔נוּ אֵ֖ת אֲשֶׁ֣ר תִּקְרֶ֑ינָה הָרִאשֹׁנ֣וֹת ׀ מָ֣ה הֵ֗נָּה הַגִּ֜ידוּ וְנָשִׂ֤ימָה לִבֵּ֙נוּ֙ וְנֵדְעָ֣ה אַחֲרִיתָ֔ן א֥וֹ הַבָּא֖וֹת הַשְׁמִיעֻֽנוּ׃
Qu’ils les produisent donc et qu’ils nous exposent ce qui doit arriver! Dites seulement les choses du passé dans leur réalité, pour que nous examinions et en apprenions les suites, ou faites-nous connaître les événements futurs.
Rav Hirsch
V. 10. Der Sinn dieses Verses ist dunkel. Stände der Akzent אתנח statt unter לו, unter ירבה, so würde man einfach das ועלה מן הארץ als das herbeizuführende Ziel auffassen können, und es würde heißen: wir wollen es so einschränken, daß es die erste sich darbietende Gelegenheit ergreifen wird, aus dem Lande fortzuziehen, indem es durch Anschluss an unsere Feinde bei ihnen sich Boden und Bürgerrecht erwerbe. Allein der Akzent ist dagegen und lässt das ועלה מן הארץ nicht als das durch die Maßregel zu Erzielende, sondern zu פן וגו׳ gehörig, als Teil des durch die Maßregel zu Verhindernden verstehen. Und da ist es denn sehr schwer zu begreifen, weshalb das Fortziehen der Iwrim so sehr gefürchtet worden wäre. Sie waren ja noch nicht Sklaven. Man müsste denn annehmen, es sei die Gegenwart der Juden im Grunde schon damals dem Staate so wichtig und nützlich gewesen, daß man ihre Verminderung wohl gewünscht, allein ihr gänzliches Fortgehen gefürchtet, vielmehr ihr Dasein in beschränkter Zahl für nützlich und notwendig gehalten habe. Wahrscheinlicher wäre dann das עלה מן הארץ nicht: aus Mizrajim fort, sondern: aus der ihnen angewiesenen entlegenen Provinz Goschen hinauf über das ganze übrige Land, zu verstehen; wozu es aber dann des Mittelfalls des Krieges bedurft haben sollte, ist auch nicht klar. Vielleicht sind es jedoch zwei Befürchtungen. Wer dem andern feind ist, setzt in der Regel seine Gesinnungen bei diesem voraus. Pharao mochte sagen: Die Juden sind unsere Feinde und meinen es nicht ehrlich mit uns. Werden sie zahlreich und es kommt Krieg, so werden sie es mit unseren Feinden halten, und auch ohnehin sich so vermehren, daß Goschen sie nicht mehr alle fassen kann, sie vielmehr mit gewaffneter Hand sich über das ganze Land verbreiten werden. Hat ja das böse Gewissen der Völker auch in späteren Zeiten die Juden verdächtigt, es mit den Landesfeinden, den Mauren, den Türken, den Franzosen, zu halten. Auch תקראנה als Plural zu מלחמה im Singular ist schwierig. מלחמה ist hier wohl nicht Subjekt, sondern Objekt – und תקרינה wie Jes. 41, 22 .את אשר תקראנה