Commentaire de citation sur Isaïe 44:19

וְלֹא־יָשִׁ֣יב אֶל־לִבּ֗וֹ וְלֹ֨א דַ֥עַת וְלֹֽא־תְבוּנָה֮ לֵאמֹר֒ חֶצְי֞וֹ שָׂרַ֣פְתִּי בְמוֹ־אֵ֗שׁ וְ֠אַף אָפִ֤יתִי עַל־גֶּחָלָיו֙ לֶ֔חֶם אֶצְלֶ֥ה בָשָׂ֖ר וְאֹכֵ֑ל וְיִתְרוֹ֙ לְתוֹעֵבָ֣ה אֶעֱשֶׂ֔ה לְב֥וּל עֵ֖ץ אֶסְגּֽוֹד׃

Pas un ne réfléchit en lui-même, n’a de sens ni de raison pour dire: "J’ai employé la moitié à faire du feu, et sur ses charbons j’ai cuit le pain, rôti la viande dont je me nourris, et du restant je ferais une impure idole, je rendrais hommage à une souche de bois!"

Rav Hirsch

והשבת וגו׳. Wir haben oben zu וידעת היום והשבת אל לבבך וגו׳ (Kap. 4, 39) geglaubt, השב אל לב heiße: etwas sich wieder zum Bewusstsein und zur Beherzigung bringen, wenn es entschwunden war, oder entschwinden will. Allein Stellen wie hier und so auch ולא ישיב על לבו (Jes. 44, 19). זאת אשיב אל לבי (Klagel. 3, 21) dürften doch für eine andere Auffassung sprechen. Es scheint: die Tätigkeit des Erkennens außer uns gegebener Tatsachen wird als eine nach außen gehende Richtung des Geistes begriffen. Die Tätigkeit aber, die das so Erkannte nun vor das Forum des urteilenden und folgernden Nachdenkens bringt, wird als eine zurückbringende, von außen nach innen gerichtete, das in der Außenwelt Erkannte, an das Innere zurückbringende Tätigkeit gefasst, für welche השיב אל לב der geeignete Ausdruck ist. Ähnliches liegt ja dem Ausdruck: Reflexion zu Grunde. So Jes.: חציו שרפתי usw. sind dem Geiste sehr wohl bekannte äußere Tatsachen. Aber er bringt das Erkannte nicht seinem Innern zurück, um darüber nachzudenken und das daraus sich Ergebende zu folgern. Klagel.: חסדי ד׳ כי לא תמנו usw. sind äußere geschichtlich erfahrene Tatsachen, die er aus der äußeren Erfahrung in sein Inneres zurückbringt, um daraus Tröstliches zu folgern. Auch oben ׳וידעת וגו׳ והשבת וגו ist die Aufforderung, den erkennenden Geist auf die in dem Vorhergehenden aufgeführten geschichtlichen Tatsachen zu richten (וידעת) und sie sodann vor das Forum des urteilenden und schließenden Verstandes und des sich entschließenden Wollens zurückzubringen (והשבת אל לבבך).

Rashi

He rotted my flesh. As in, “to rotten לְבוּל wood.”2Yeshayahuu 44:19. Another explanation: ‘He has made my flesh and skin waste away,’ as in, “And the earth will wear away תִּבְלֶה like a garment,”3Ibid., 51:6. i.e., both young and old lay outdoors on the ground with neither pillow nor cushion, and their flesh wore out, when they were going into exile.

Rav Hirsch

שמנת עבית כשית ist eine Anrede in Paranthese an das Mosche gegenwärtige und jedes künftige, sein שירה-Wort lesende Volk. Sie enthält die Quintessenz der ganzen jüdischen Geschichte. In Leiden hat sich das jüdische Volk meist großartig bewährt. Allein Glück hat es noch selten ertragen. "So oft es fett wurde, wurde es feist und vom Fett überwuchert", eigentlich: "bedeckt". כשית scheint Pual zu sein, wie כסו הרים צלה (Ps. 80, 11) Berge wurden von seinem Schatten bedeckt. כסו פניו חרולים (Prov. 24, 31) seine Fläche war mit Dornen bedeckt. Es würde dann allerdings das Dagesch im ש fehlen, wofür sich jedoch Beispiele finden יוקשים בני אדם (Pred. 9, 12), לב הותל הטהו (Jes. 44, 19). Oder כשה hat die intransitive Bedeutung: bedeckt werden wie כסה die aktive, bedecken. Der Sinn ist: je mehr markiger, fetter Nahrungsstoff dem Körper zugeführt wird, umsomehr sollte er den Überfluss an Stoff in Kraft und Arbeit umsetzen, um so erhöhter sollte seine Tätigkeit und Leistung sein. Dann beherrscht er die Fülle und bleibt körperlich und geistig gesund und hat durch die größere Leistung einen größeren sittlichen Wert. Unterlässt er dieses aber, so lagert sich der unverbrauchte Nahrungsstoff in seinem Körper ab, er wird korpulent, feist, und statt die Fülle zu beherrschen, wird er, sein eigentliches geistiges, tätiges Selbst, von dem Fett übermannt und geht darin unter. Das ist Israels Geschichte. Es hat Fülle und Überfluss nicht zu erhöhten geistigen und sittlichen Leistungen, nicht zu vollerer Lösung seiner Aufgabe benutzt; seine sittliche Vervollkommnung hat nicht mit seiner glücklicheren äußeren Lage Schritt gehalten; es hat es nicht verstanden, Herr seines Reichtums und seines Glücks zu bleiben, hat sie nicht in sittliche Pflichterrungenschaften umzusetzen gewusst, es hat sich von Reichtum und Glück übermannen und sein besseres, geistiges, sittliches Selbst darin untergehen lassen. —