מִכֹּל֙ מַתְּנֹ֣תֵיכֶ֔ם תָּרִ֕ימוּ אֵ֖ת כָּל־תְּרוּמַ֣ת יְהוָ֑ה מִכָּל־חֶלְבּ֔וֹ אֶֽת־מִקְדְּשׁ֖וֹ מִמֶּֽנּוּ׃
Sur toutes vos donations, vous réserverez entière cette part de l’Éternel, prélevant sur le meilleur ce qu’on en doit consacrer.
Bartenura
התרומה. עולין באחד ומאה – if a Seah of one of these fell in one-hundred Seah of non-consecrated produce, it is nullified, and it is permitted to foreigners (i.e., non-Kohanim); less than one-hundred, everything is prohibited to foreigners, and we derive it from what is written regarding the tithe of the tithe which the Levite owes to the Kohen (Numbers 18:29): “[You shall set aside all gifts due to the LORD from everything that is donated to you, from each thing its best portion,] the part thereof that is to be consecrated.” What was separated as the priest’s share from it, if it returned into it from his sanctified thing, that is ninety-nine [parts]. For from the one hundred that he separated out ten for a tithe, and from ten, one for the tithe from the tithe that the Levite owes to the Kohen.
Bartenura
עולין באחד ומאתי' – regarding the heave offering, it is written "מלאה" (Exodus 22:28) “You shall not put off the skimming of the first yield of your vats. [You shall give Me the first-born of your sons],” and in the mixed seeds of the fields/כלאי הכרם, it is written "מלאה" (Deuteronomy 22:9): “[You shall not sow your vineyard with a second kind of seed,] else the crop – from the seed that you have sown [and the yield of the vineyard may not be used].” Just as [the word] "מלאה" that is stated further on (Deuteronomy 22:9) is offered up as we derive (Numbers 18:29): “the part thereof that is to be consecrated,” also here it is offered up, and because its prohibition is doubled for it is forbidden to derive benefit from it, they doubled its offering up, and it requires two-hundred [parts]. But Orlah we derive from Kilayim/the forbidden junction of heterogeneous animals by hybridization or by harnessing together, because it is prohibited to derive benefit like them.
Rav Hirsch
שבתון (siehe Schmot 16, 23). מקרא קדש. Da, wie bemerkt, für den Schabbat keine Verkündigung stattfindet, vielmehr es ihn wesentlich charakterisiert, daß seine Heiligung nicht durch eine Verkündigung bedingt ist, so kann hier und überhaupt מקרא קדש nicht das Substantivum verbale von קרא, verkündigen, sein, und auch אשר תקראו אתם מקראי קדש (V. 2) nicht heißen: die ihr als Heiligtum verkünden sollt; vielmehr dürfte מקרא in dem Ausdruck מקרא קדש ganz in dem Sinne zu nehmen sein, wie Bamidbar 10, 2 למקרא העדה: Berufung zum Heiligtum oder vielmehr: Berufung zum "Heiligen". Während nämlich מקדש fast ausnahmlos nur einen heiligen Raum, das Tempelheiligtum, bedeutet, (– nur Bamidbar. 18, 29 את מקדשו ממנו bezeichnet es den aus einer Masse als heilig auszuscheidenden Teil –) bezeichnet קדש den Begriff des Heiligtums überhaupt, wie in שם קדשי und sonst, und auch überhaupt ein jedes heilige Objekt. So heißt ja auch Israel קדש ישראל לד׳ :קדש (Jirmija 2, 3), und auch der Schabbat heißt ושמרתם את השבת כי קדש הוא לכם ,קדש (Schmot 31, 14). Ist aber des Menschen Heiligkeit nichts anderes als schwankenloses Bereitsein für seine Pflicht, so entspringt die Heiligkeit von Objekten, von Räumen und Zeiten nur aus ihrer Bestimmung, uns über alles dieser Pflichtbereitschaft Entgegenstehende emporzuheben und für unsere Pflicht bereit zu machen. Jedes קדש ist daher ein מקרא׳׳ קדש" es "ruft uns ab, hinaus und hinan" aus Versunkenheit und Befangenheit in sinnlichem pflichtlosen Sein und Wollen, und hinan zu der Höhe rückhaltloser, hingebungsvoller Bereitschaft für unsere Pflicht, und zwar jedes קדש vermittelst der Kraft der besonderen Wahrheit, deren Träger und Verkünder zu sein seine Bedeutung ausmacht. Die מועדי ד׳ nun, die auf Grund von Gottesoffenbarungen in Natur und Geschichte uns zur Vereinigung mit Gott ladenden Gedächtnistage und welche eben durch diese Anforderung, die sie uns bringen, ein מקרא קדש werden, warten, um uns zu diesem קדש zu berufen, auf die Verkündigung der Nation: אשר תקראו אתם מקראי קדש; der שבת aber ist an sich ein מקרא קדש, er ist der Urtypus und der Urborn aller Heiligung des Menschen zur Pflicht, ja die Huldigung der Gottesherrschaft in Natur und Geschichte, die er vertritt und die in dem שבתון des Menschen ihren Ausdruck finden soll, ist die einzige Prämisse zum Aufbau der Pflichtidee überhaupt. Alle מועדים setzen daher den שבת voraus und er ist der einzige Tag, der fixiert und ohne Menschenbestimmung von Gott zum קדש geheiligt ist, ויברך אלקים את יום השביעי ויקדש אתו (Bereschit 2, 3), daher שבת שבתון מקרא קדש. Bei allen anderen מועדים ist auch ihr איסור מלאכה nur eine Folge ihres מקרא קדש-Charakters (siehe zu Schmot 12, 16), beim Schabbat liegt איסור מלאכה in seinem Wesen, er ist durch שבתון zu begehen, weil er שבת ist, und das, was er als שבת שבתון ausdrückt, macht ihn zum מקרא קדש.