Commentaire de citation sur Les Nombres 28:26

וּבְי֣וֹם הַבִּכּוּרִ֗ים בְּהַקְרִ֨יבְכֶ֜ם מִנְחָ֤ה חֲדָשָׁה֙ לַֽיהוָ֔ה בְּשָׁבֻעֹ֖תֵיכֶ֑ם מִֽקְרָא־קֹ֙דֶשׁ֙ יִהְיֶ֣ה לָכֶ֔ם כָּל־מְלֶ֥אכֶת עֲבֹדָ֖ה לֹ֥א תַעֲשֽׂוּ׃

Au jour des prémices, quand vous présenterez à l’Éternel l’offrande nouvelle, à la fin de vos semaines, il y aura pour vous convocation sainte: vous ne ferez aucune œuvre servile.

Rav Hirsch

V. 2. ולקחת וגו׳. Die Pflicht, die Erstlinge der Landesfrüchte in das Haus des Gesetzesheiligtums hinaufzubringen, ist schon wiederholt im Gesetze ausgesprochen (siehe Schmot 22, 28; 23, 19 und 34, 26). Das Wochenfest heißt ausdrücklich: חג הקציר בכורי מעשיך (daselbst 23, 13) und יום הבכורים (Bamidbar 28, 26), mit welchem die Darbringung der מנחות von neuer Frucht und das Hinaufbringen der Erstlinge eingeleitet wird (siehe zu Wajikra 2, 11-12 u. 23, 16-17 und Bamidbar 28, 26). Ebenso ist bereits oben Kap. 12, 6 u. 17 die Pflicht des Hinaufbringens der Erstlinge zu der von Gott für das Heiligtum seines Gesetzes erwählten Stätte und das Verbot, sie außerhalb derselben im Lande zu genießen, im Zusammenhange mit andern dortin bestimmten Heiligtümern ausgesprochen. ביכורים werden dort unter dem Ausdruck תרומת ידך verstanden, eine Bezeichnung, die in dem hier folgenden ihre Erklärung findet.

Rav Hirsch

Es haben nämlich die מועדים eine doppelte Beziehung: eine jahreszeitliche und eine geschichtliche. Hinsichtlich der ersteren sind sie an gewisse Jahreszeiten und Entwickelungsstadien der Bodenprodukte gebunden. Das פסח- und Mazzotfest ist an den חדש האביב (Dewarim 16, 1) gewiesen; das שבועת-Fest ist das חג הקציר בכורי מעשיך (Schmot 23, 16), ist der יום הבכורים (Bamidbar 28, 26); das סוכת-Fest ist הג האסיף תקופת השנה (Schmot 34, 22). Daraus ergeben sich drei Anforderungen für die Feststellung unserer Feste in Beziehung zu deren jahreszeitlichem Charakter: תקופה, es soll einmal der erste Tag des Mazzotfestes, der 15. Nissan, bereits in die Frühlings-תקופת ניסן ,תקופה, und mindestens der letzte Tag des סוכת-Festes schon in die Herbst-תקופת תשרי ,תקופה, fallen; אביב, zum Mazzotfest soll bereits das Getreide seine entsprechende erste Reife haben; פירות האילן, zum שבועות-Feste sollen die Baumfrüchte also gereift sein, daß davon בכורים dargebracht werden können. Frühlings- und Herbstanfang, Getreide- und Baumfruchtreife sind jedoch Momente, die an den Jahreslauf der Sonne und an deren Einfluss geknüpft sind. Die Jahresmonate des jüdischen Kalenders sind aber Mondmonate und bleibt ein Mondjahr von zwölf Mondmonaten um fast elf Tage dem Sonnenjahr gegenüber zurück, so daß ohne Regulierung z. B. der 15. Nissan jedes Jahr um etwa 11 Tage früher wiederkehren und somit rückläufig alle Jahreszeiten durchmachen würde. Daher der Kanon: על שלשה דברים מעכרין את השנה, aus drei Rücksichten wird ein Monat, der Monat Adar II, eingeschaltet: על האביב ועל פירות האילן ועל התקופות (Sanhedrin 11b), um die Festmondmonate im Einklange mit den Sonnenjahreszeiten zu erhalten. Es hatte somit die Nationalrepräsentanz astronomisch den Sonnenlauf und den dadurch bedingten Eintritt des Frühlings- und Herbstanfangs im Verhältnis zu den Festmonaten jedes Jahr, und ebenso die mutmaßliche Reife der Boden- und Baumfrüchte ins Auge zu fassen und danach das Einschalten oder Nichteinschalten eines Monats zeitig zu bestimmen. Da damit ein Spielraum eröffnet war und es z. B. für den im allgemeinen festzuhaltenden Einklang der Festmonate mit der Jahreszeit gleichgültig sein konnte, ob schon dieses Jahr oder erst im nächsten Jahre ein Monat eingeschaltet werde, so durften bei deren Feststellung auch noch andere Rücksichten Beachtung finden, z. B. מפני הדרכים מפני הגשרים ומפני תנורי פסחים ומפני גליות ישראל שנעקרו ממקומן ועדיין לא הגיעו, z. B. unwegsam gewordene Wege und Brücken, die das Hinaufwandern zur Tempelstadt hinderten, Zerstörung der Peßachöfen durch die Wintersregenzeit, Kürze der Zeit für das Eintreffen bereits auf der Wanderung begriffener Nationalgenossen aus der Diaspora, sowie sekundär auch noch andere Motive, סעד לשנה, wie das noch Zurücksein der Opfertiere im Wuchs מפני הגדיים טלאים וגוזלות שלא פרחו (daselbst 11a). Alles liegt in der hier ausgesprochenen Aufgabe אשר תקראו אותם מקראי קדש, und gilt auch für עיבור השנה wie für קידוש החודש der große Satz: אתם אפי׳ שונגין אתם אפי׳ מזידין אתם אפי׳ מוטעין, daß selbst, wenn aus Irrtum oder mit Bewußtsein, oder durch falsche Angaben irregeleitet die Nationalrepräsentanz eine den wirklichen jahreszeitlichen Verhältnissen nicht entsprechende Bestimmung getroffen haben sollte, dennoch אין לי מוערות אלא אלו ,אלה הם מועדי (Rosch Haschana 25a ת׳׳כ z. St. – vergl. Schmot 12, 2 zu החדש הזה לכם). Ist doch das Fest des חדש האביב, das חג הקציר ביכורי מעשיך, das חג האסיף ebensowenig eine einen Natur verherrlichenden Sonnenkult darstellende Frühlings-, Sommer- und Herbstfeier, als die Neumondfeier fern ab von jedem Heidentum eines Mondkultes steht. Wie die Mondeserneuung nur eine Veranlassung ist, unsere Erneuung zu feiern, so sind die jüdischen Frühlings-, Sommer- und Herbstfeste ja מקראי קדש, rufen ja ganz eigentlich weg aus der Umgebung der Natur, weg von Acker und Feld, von Wald und Flur, rufen hinauf, hinan, hinein in das Tempelheiligtum des göttlichen Sittengesetzes, und setzen vielmehr einem Natur verehrenden Heidentum die laut protestierende Wahrheit entgegen, daß nicht unter der Gunst einer Frühling, Sommer und Herbst gestaltenden Sonnenmacht unsere Boden- und Baumfrüchte reifen und unsere Speicher sich füllen, sondern die gerecht und liebevoll unsere Treue oder Untreue gegen seinen in sein Heiligtum niedergelegten Gesetzeswillen richtende freie Waltung unseres Gottes es ist, die unsern Frühlingen die Blüte, unseren Sommern die Reife und unsern Herbsten die Fülle gewährt und versagt, und daß nur, wenn wir unser ganzes sittliches und soziales Verhalten der Licht- und Feuermacht seines uns gegebenen Gesetzes also zur weckenden, entwickelnden und gestaltenden Herrschaft frei unterstellen, wie die Saaten und Fruchtkeime unter der Licht- und Feuermacht seiner der Natur gegebenen Gesetze wach werden, sich entwickeln und gestalten, also nur unserem eigenen sittlichen Aufblühen, unserer eigenen sittlichen Reife, unserem eigenen sittlichen Vollendungsreichtum Er die Blüte unserer Fluren, die Reife unserer Früchte, die Fülle unserer Scheuer segnend gewähre, wie sein Wort wiederholt und wiederholt es ausgesprochen: אם בחקתי תלכו ואת מצותי תשמרו ועשיתם אתם ונתתי גשמיכם בעתם ונתנה הארץ יבולה ועץ השדה יתן פריו והשיג לכם דיש את בציר ובציר ישיג את זרע ואכלתם את לחמכם לשבע וישבתם לבטה בארצכם! (Kap. 26, 3-5 und sonst).

German Commentary

die Intercalation beim Jahre. Die Einsetzung eines Schaltjahres. Ein solches besteht aus 13 Monaten, indem zu den gewöhnlichen 12 Monaten noch ein Monat „Adar II“ (אדר שני) hinzugefügt wird. Eine Baraita lehrt: Wegen dreier Ursachen setzt man ein Schaltjahr ein: 1) על האביב wegen der Ährenreife, d. h. wenn sonst im Nissan, der in Exod, 13, 4 als Monat der Ährenreife bezeichnet wird, das Getreide noch nicht reif würde. 2) מפני פירות האילן wegen der Baumfrüchte, falls diese sonst nicht bis zum Wochenfeste, dem Feste der Erstlinge (Num. 28, 26), reif würden. 3) מפני התקופה wegen des Sonnenumlaufs, d. h. um die Differenz zwischen dem Jahre von 12 Mondmonaten und dem Sonnenjahre auszugleichen, damit die Feste in bestimmte Jahreszeiten fallen. Man setzte ein Schaltjahr ein, wenn sonst das Frühlingsäquinoctium erst am 16. Nissan oder das Herbstäquinoctium erst nach dem Hüttenfeste eintreffen würde. Näheres über den jüdischen Kalender in der Einleitung zu Rosch ha-Schanah.

Rashi

שנת המעשר [THE THIRD YEAR] WHICH IS THE YEAR OF TITHE — These apparently redundant words (for every year except the Sabbatical year it “a year of tithing”) suggest: that year in which only one of the two tithes that had to be separated in the previous two years is due (שנת המעשר, lit., the year of the tithe), viz., the “First Tithe”. For in the first year of the Shemitta-period the law of the “First Tithe” applies — as it is stated, (Numbers 28:26) “[And to the Levites shalt thou speak …] when ye take of the children of Israel the tithe” (which is the First Tithe) — and that of the “Second Tithe”, as it is stated, (Deuteronomy 14:22—23; cf. Rashi on the latter verse) “[Thou shalt truly tithe all the increase of thy seed … year by year], and thou shalt eat before the Lord thy God … the tithe of thy corn, of thy wine, and of thine oil”. You thus have two tithes every year, one that you must give the Levite and the other which you must consume yourself in Jerusalem (the “Second Tithe”). It now comes and teaches you here that, in the third year, of those two tithes mentioned only one is due, and which is it? It is the “First Tithe”. And that instead of the “Second Tithe” one has to give in the third year (and similarly in the sixth) the “Tithe of the Poor”, for it states here ונתת ללוי “AND THOU HAST GIVEN UNTO THE LEVITE”, i.e. given him that which is due to him — here you have mention of the “First Tithe”, לגר ליתום ולאלמנה “[AND THOU HAST GIVEN] … UNTO THE STRANGER, THE FATHERLESS, AND THE WIDOW” — this is the “Tithe of the Poor” (cf. Sifrei Devarim 303:1; see also Rashi on Deuteronomy 14:23 and 29).

Rashi

בכורי מעשיך which is the time for bringing the first-fruits, for the offering of the two loaves that were brought on the Feast of Weeks made it permissible for the first time during the year to use the new harvest of wheat for the meal offerings (Menachot 68b), and to bring the first fruits into the Temple, (Mishnah Bikkurim 1:3) for it is said, (Numbers 28:26) “And on the day of the first fruits etc., [בשבעתיכם on your weeks etc.]” (cf. Rashi on that verse).