וְהִקְרַבְתָּ֥ אֶת־הַלְוִיִּ֖ם לִפְנֵ֣י יְהוָ֑ה וְסָמְכ֧וּ בְנֵי־יִשְׂרָאֵ֛ל אֶת־יְדֵיהֶ֖ם עַל־הַלְוִיִּֽם׃
Tu feras avancer les Lévites en présence du Seigneur, et les enfants d’Israël imposeront leurs mains sur les Lévites.
Rav Hirsch
Außer beim Opfer finden wir noch סמיכת יד על im Gesetze: bei der Einsetzung der Leviten (Bamidbar 8, 10) וסמכו בני ישראל את ידיהם על הלוים, bei der Einsetzung Josuas (daselbst 27, 18) ,וסמכת את ידך עליו (daselbst V. 23) ויסמך את ידו עליו ויצוהו (Dewarim 34, 9) ויהושע בן נון מלא רוח חכמה כי סמך משה את ידיו עליו; endlich bei der Hinrichtung des Lästerers (Wajikra 24, 14): וסמכו כל השמעים את ידיהם על ראשו. Versuchen wir den gemeinsamen Begriff zu finden, der in diesen drei Fällen durch das Handaufstützen seinen Ausdruck gefunden habe. Die begriffliche Gemeinschaft der beiden ersten Fälle ist an sich klar. In beiden Fällen wird durch das Handaufstützen einem andern eine Machtvollkommenheit erteilt, und zwar eine solche, die in wesentlicher Beziehung zu der sie erteilenden Persönlichkeit steht. Die Leviten erhalten die Machtvollkommenheit des Dienstes am Heiligtum, allein sie erhalten sie als Stellvertreter der diese erteilenden Volksgemeine. Josua wird Führer des Volkes als Nachfolger Mosche. In der Wirkung dieses Handaufstützens sind somit zwei Momente vereinigt: ein Mitteilen und ein Gewinnen. Durch die Erteilung einer Machtvollkommenheit gewinnt die erteilende Persönlichkeit eine in der Stellvertretung liegende räumliche oder zeitliche Erweiterung ihrer Kraft. Durch den Dienst der Leviten kommt die Obliegenheit der Gemeinde zur Erfüllung und wird diese der Selbstbeteiligung enthoben. Im Josua lebt Mosche fort und wird sein Werk fortgesetzt. Durch das Handaufstützen geht somit die "Hand", die Pflicht und Machtvollkommenheit zu einer Tätigkeit des Aufstützenden in den andern über und gewinnt selbst in ihm eine Stütze. Wie verhält sich hierzu der dritte Fall, das Handaufstützen der Zeugen und Richter auf das Haupt des hinzurichtenden Lästerers? ת׳׳כ אמור z. St. wird die Bedeutung desselben dahin erläutert: אומרים לו דמך בראשך שאתה גרמתה לכך "sie sagen ihm damit: dein Blut auf dein Haupt, denn du hast es bis dahin (d. h. daß es bis zu deiner Hinrichtung kommen musste) veranlasst". Sie legen somit die Verantwortung für seinen Tod auf ihn. "Ihre Hand", das, was sie an ihm zur Ausführung bringen, ist eigentlich seine Hand, stützt sich auf ihn, sie führen nur das aus, wozu sie durch ihn, durch seine Handlung verpflichtet und ermächtigt worden sind. Man sieht, es ist hier das entgegengesetzte Verhältnis, das Moment des "Stützens" tritt in den Vordergrund, und der Aufstützende begreift sich als in Veranlassung des andern handelnd. Allein es ist doch gleichzeitig ein "Mitteilen und Gewinnen". Der Verbrecher wird Träger der an ihm zu vollziehenden Handlung, und Richter und Zeugen sprechen sich damit von der Verantwortung frei.
Rashi
ויעש משה ואהרן וכל עדת וגו׳ AND MOSES AND AARON AND ALL THE CONGREGATION … DID [TO THE LEVITES ACCORDING UNTO ALL THAT THE LORD COMMANDED MOSES] — i.e. Moses presented them (v. 13), Aaron made the waving with them (v. 11) and the Israelites put their hands (v. 10) upon the Levites’ heads (cf., however, Ibn Ezra).