כֹּהֲנֶ֥יךָ יִלְבְּשׁוּ־צֶ֑דֶק וַחֲסִידֶ֥יךָ יְרַנֵּֽנוּ׃
Que tes prêtres endossent des vêtements de triomphe, et que tes fidèles adorateurs éclatent en cris de joie!
Rav Hirsch
Daher wird עטה ,לבש ,בגד zum Ausdruck für das Aufgehen einer Persönlichkeit in eine Eigenschaft oder ein Merkmal, so daß diese Eigenschaft oder dieses Merkmal gleichsam das geistige Gewand derselben für das geistige Auge des Betrachters wird. So selbst von Gott: Gott bekleidet sich mit Hoheit, mit Stärke und umgürtet sich damit (Ps. 93, 1), hat sich in הוד und הדר gekleidet (Ps. 104, 1), hüllt sich in Licht wie in ein Gewand (das. 2), bekleidet sich mit Gerechtigkeit als Panzer, Helm des Heils auf seinem Haupte, legt Gewänder der Vergeltung als Bekleidung an und hüllt sich wie in einen Mantel in Eifer (Jes. 59, 17) und sonst. So aber insbesondere auch von Menschen: Gott bekleidet uns mit Gewändern des Heils und umhüllt uns mit dem Mantel der Pflichttreue (Jes. 61, 10), Job kleidet sich in Gerechtigkeit und ihm ist Mantel und Kopfbund sein Recht (29, 14); Zion soll sich in seine Stärke kleiden (Jes. 52, 1). Das wackere Weib ist in Stärke und Würde gekleidet (Prov. 31, 25). Dem einstigen Davidsprößling ist Gerechtigkeit und Treue der Gurt seiner Lenden (Jes. 11, 5). Oder: unsere Pflichttreue ist nur wie ein Lappenkleid (Jes. 64, 5). Der Hohepriester Josua war noch in unsaubere Gewänder gekleidet und soll hinderungslose Kleidung bekommen (Secharja 3, 3 u. 4). Die Feinde sollen sich in Scham und Schande kleiden (Js. 35, 26). Wer sich in Fluch wie in ein ihm angemessenes Gewand kleidet, dem wird er auch wie ein Kleid bleiben, das ihn umhüllt, und zum steten Gurt legt er ihn an (Ps. 109, 19). – Und auch speziell von Priestern: Gottes Priester kleiden sich in Gerechtigkeit (Ps. 132, 9), in Siegeshilfe (Chron. II. 6, 41). Gott kleidet Zions Priester in Heil (Ps. 132, 16).
Rav Hirsch
Vergegenwärtigen wir uns die Stufen der fortschreitenden sittlichen Vollendung, die die בגדי כהונה vergegenwärtigen, so erscheinen dieselben dreifaltig. מכנסים וכתונת. Reinheit von sittlichem und sozialem Unrecht entspricht dem Begriffe: צדק, der Gerechtigkeit, das seinem tiefen Wesen nach ein negativer Begriff ist; מעיל, das Eingehen des ganzen Menschen in das Diktat der Pflicht: אפוד ;צדקה, die Hingebung aller Kräfte in den Dienst und als Werkzeug zur Vollbringung der Gotteszwecke: חסד. Dem entsprechen die Sätze: כהניך ילבשו צדק (Ps. 132, 9), מעיל צדקה יעטני (Js. 61, 10), לאיש חסידך תומיך ואוריך (Dewarim 33, 8).