Commentaire de citation sur Les Psaumes 74:11

לָ֤מָּה תָשִׁ֣יב יָ֭דְךָ וִֽימִינֶ֑ךָ מִקֶּ֖רֶב חוקך [חֵֽיקְךָ֣] כַלֵּֽה׃

Pourquoi tiens-tu ta main à l’écart? Retire ta droite de ton sein! réduis [-les] à néant!

Rav Hirsch

V.7. Die Hand in den Busen stecken und sie dadurch aussätzig und sie wieder in den Busen stecken und dadurch gesund werden zu lassen, ist schon im allgemeinen ein Zeichen göttlicher Sendung. Es lehrt, daß nicht nur der "Stab", sondern auch die Hand, die ihn hält und führt, in Gottes Gewalt ist. Ja, es lehrt: wenn Gott das dem Menschen Gefügige in Feindseliges und umgekehrt umwandelt, so ist der Mensch, wenn er sich nur in sich selbst und auf sich selbst zurückziehen möchte, vor sich selbst nicht sicher. In das menschliche Wesen selbst wirft Gott, wenn er will, den Zwiespalt. Gott braucht den Stab nicht zu brechen. In dem bergenden Schoß des Menschen selbst lässt Gott die Hand ersterben, wenn er will, und wieder neu belebt werden, wenn er will. Ps. 74, 11: מקרב חיקך כלה lehrt jedoch, daß "die Hand in den Schoß legen" ganz so wie im Deutschen ein Ausdruck der Untätigkeit ist. Es kann daher dieses Zeichen noch besonders dem Volke haben sagen sollen: Es kann, je nachdem Gott will, das Nichtstun, das die Hände in den Schoß legen", den Tod bringen, allein es kann auch, so es auf Gottes Geheiß geschieht, in dem שב ואל תעשה die Rettung liegen. Mögen sie daraus lernen, geduldig auszuharren, Gott kennt die rechte Zeit, wann es gilt, die Hände in den Schoß zu legen und wann sie aus dem Schoß zu nehmen.