בַּ֭בֹּקֶר יָצִ֣יץ וְחָלָ֑ף לָ֝עֶ֗רֶב יְמוֹלֵ֥ל וְיָבֵֽשׁ׃
le matin, ils fleurissent et poussent, le soir, ils sont fauchés et desséchés.
German Commentary
wenn der Spätnachmittag. Man unterscheidet einen längern (מנחה גדולה) und einen kürzern Nachmittag (מנחה קטנה); jener beginnt, wenn das Tagesgestirn sich schon augenscheinlich und für jedermann deutlich erkennbar zum Untergange wendet, d. i. eine halbe Stunde, nachdem es seine Mittagshöhe überschritten hat; dieser fängt 2½ bürgerliche Stunden (s. Einl. S. 167) vor Ablauf des Tages an, wenn die Sonne dem Horizont schon merklich näher als dem Scheitelpunkte steht, d. i. eine halbe Stunde, nachdem sie in das letzte Viertel ihres Tagbogens eingetreten ist. In der Regel ist unter מנחה schlechthin der Spätnachmittag zu verstehen. So auch hier. Maimonides meint zwar in seinem Mischnakommentar zu B’rachot IV 1, dass מנחה nur den Augenblick bezeichnet, mit welchem der Spätnachmittag einsetzt; diese Annahme findet aber ihre Widerlegung sofort an Ort und Stelle in dem Ausdruck פלג המנחה. Man kann wohl von der Hälfte eines Zeitraumes, nicht aber von der Mitte eines Zeitpunktes sprechen. Er selbst erklärt diese Bezeichnung mit den Worten: 5¼ Stunden vor Tagesende; demnach müsste der Begriff מנחה die letzten 2½ Stunden voll umfassen und ganz einschliessen. Ausdrücklich heisst es in einer Baraita (s. Babli das. 26b): איזו היא מנחה גדולה משש שעות ומחצה ולמעלה ואיזו היא מנחה קטנה מתשע שעות ומחצה ולמעלה . Wenn sich daher Stellen finden, in denen die Redewendung מן המנחה ולמעלה die Ansicht Maimuni’s zu unterstützen scheint, so kann das fragliche Wort in solcher Verbindung nur das Nachmittagsgebet bezeichnen, welches ebenfalls kurzweg מנחה (statt תפלת המנחה; Ta‘aniot IV 1. u. ö) genannt wird. Die Tosafot (107a u. d. W. סמוך) sind der Meinung, dass auch an unserer Stelle unter Minḥa das Gebet zu verstehen ist, auf welches sich dieser Name von dem Mehlopfer (מנחה) übertragen hätte, das jeden Nachmittag im Heiligtume dargebracht wurde (4. B. M. 28, 8). Auf den Einwand, dass ja die Minḥa auch einen Bestandteil des täglichen Morgenopfers bildete (das. 5), haben sie keine befriedigende Antwort. Nachmani leitet in seinem Pentateuchkommentar (zu 2. B. M. 12, 16) das Wort unter Hinweis auf מנח יומא im Targum (O. u. J. zu l. B. M. 3, 8) vom Stamme נוח ab. Es ist die Zeit, in welcher die Sonne zur Ruhe geht und ihre Glut sich mildert (מנוחת השמש והשקט אורו הגדול ). Widerspricht auch die Form, welche hiernach מנוחה oder מנחא (m’nuḥa oder m’naḥa) lauten müsste, solcher Ableitung, so halte ich doch den Grundgedanken für richtig, dass unser Minḥa ganz verschieden ist von demjenigen, welches Geschenk und vorzugsweise Opfergabe bedeutet. In diesem gehört מ zum Stamme, es ist von מנח (arab. منح = schenken) nach der Form שמחה gebildet und wird daher einer richtigen Überlieferung gemäss in der Mehrzahl M’naḥot gesprochen, während jenes meines Erachtens vom Stamme נחה abzuleiten und demgemäss im Plural ebenso wie מצוה zu vokalisieren ist. Im Arabischen entspricht נחה (نحا = sich neigen, wenden) dem hebr. פנה und die نحو dem hebr. מול, dessen Grundbedeutung dieselbe ist [daher אתמול (gestern)=פנים את=לפנים (wie את פגי=לפני) im Gegensatz zu מחר (morgen, zsgz. aus מַאֲחָר) = לאחור, eine Anschauung, nach welcher nicht wir der Zukunft entgegengehen, vielmehr die Zeit an uns vorüberzieht, so dass die Vergangenheit nicht hinter uns, sondern vor unseren Augen (לפנים), und der „kommende“ Tag (היום הבא) nicht vor uns, sondern unsichtbar hinter unserm Rücken (לאחור) sich befindet]. Es liegt in der Natur der Sache, dass wir beim Worte Neigen vor allem an eine Wendung nach unten denken; daher נחת hinuntersteigen, מנחה die Tageszeit, in welcher die Sonne sich zum Untergange wendet (vgl. כי פנה היום כי ינטו צללי ערב Jirm. 6, 4), שטח לגוים וינחם (Ijob 12, 23) er breitet, Völker aus und beugt sie nieder, lässt sie untergehen (parallel משגיא לגוים ויאבדם), فنى dahinschwinden, ebenso כל ימינו פנו בעברתך (Ps. 90, 9), افنى vernichten, ebenso פנה אויבך (Sz’fanja 3, 15), לערב ימולל ויבש (Ps. 90, 6) sich neigen, dahinsiechen, אמילם (Ps. 118, 10—12) ich beuge, vernichte sie. Vermutlich bedeutet auch in ‘Ezra 9, 4—5 מנחת הערב den Spätnachmittag (מנחה קטנה). — נחה im gewöhnlichen Sinne entspricht dem arab. افنى (fortbewegen); doch dürfte auch hier die Grundbedeutung die von نحا sein, so dass נחה nicht eigentlich führen (הוליך), sondern — ursprünglich wenigstens — lenken hiesse.
Ibn Ezra
As the flower of the field, which flourisheth in the morning and groweth up, but is cut down and withereth in the evening (Ps. 90:6)
Rashi
a snail Heb. שבלול. Some interpret it as limace in Old French, a snail (as in Lev. 11:30). Others interpret it as שבֹּלת, a current of water (below 69:16). The “lammed” is doubled, as from (Job 18: 16): “his branch will be cut off (ימל) ; (below 90:6), “will be cut off (ימולל) and will dry up.”
Rashi
I shall cut them off Heb. אמלים, I shall cut them off, an expression of (above 90:6): “it is cut off (ימולל) and withers.”