פירוש על דברים 22:3
Rashi on Deuteronomy
לא תוכל להתעלם THOU MAYEST NOT HIDE THYSELF — i.e. You must not cover your eyes, pretending not to see it.
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Sforno on Deuteronomy
וכן תעשה לשמלתו, even though such a find is far less likely to occur, so that you might consider it as having been abandoned on purpose.
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Tur HaArokh
וכן תעשה לחמורו, ...לשמלתו...ולכל אבדת אחיך, “you are to deal in a similar manner with an ass, a garment, or any other object your brother has apparently lost.” The Torah lists different categories of possessions, some that need feeding, others that are relatively inexpensive and do not represent a great loss if the loser does not recover them. Our sages also derive from the words עד דרוש אחיך, “until your brother request said object,” that in order to claim such “lost” property the claimant must furnish proof that these objects are really his.
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Siftei Chakhamim
By averting your eyes, etc. Rashi has to give this explanation [again] even though he had given it above (v. 1), because he [then] explained the verse again according to the teaching of the sages that “at times you may conceal yourself,” so it seems as if he is not sure of the verse’s meaning. Therefore he says here that it is impossible to explain “you may not conceal yourself” except [as meaning] that you should not [conceal yourself, unlike the earlier verse where it also means that you sometimes may conceal yourself, etc.]
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Rav Hirsch on Torah
V. 3. וכן תעשה לחמרו. In diesem Verse wird der berg- und rückgabepflichtige Fund näher präzisiert. Der Text begnügt sich nicht, zu sagen: וכן תעשה לכל אבדת אחיך, sondern ergänzt die Vers 1 gegebenen Beispiele שור ושה noch durch חמור ושמלה und lehrt B. M. 27 a die Halacha, חמור wolle lehren, dass nicht nur בעדים וסימנין דגופה, nicht nur Zeugen oder Zeichen, die sich auf das Tier selbst beziehen, sondern auch המור בעדים וסימנין דאוכף, ein Esel durch Zeugen oder Zeichen des Sattels zurückzugeben sei (siehe zu V. 2). שור ושה lehre: שור דאפלו לגיזת זנבו ושה לגיזותיו, dass selbst vom Schaf gekommene Wolle, selbst die Schweifhaare des Ochsen zurückzugeben seien. Es muss eben das ganze Schaf und der ganze Ochs dem Eigentümer erhalten bleiben. שמלה lehre: מה שמלה מיוחדת שיש בה סימנין ויש לו תובעין אף כל דבר שיש בה סימנין ויש לו תובעין חייב להכריז, dass nur solche Gegenstände den Finder zum Bergen und zur Zurückgabe verpflichten, die, wie in der Regel ein Kleid, Zeichen und reklamierende Eigentümer haben. Gegenstände aber, die in keiner Weise durch ein besonderes Merkmal kenntlich zu machen und von dem Eigentümer voraussetzlich mit dem Verlust aufgegeben sind, יאוש sind des Finders, jedoch nur dann, wenn anzunehmen ist, dass im Augenblicke des Fundes der Verlust bereits dem Eigentümer zum Bewusstsein gekommen und damit der Gegenstand von ihm aufgegeben war. Lässt aber die Beschaffenheit des Gegenstandes dies Bewusstsein nicht voraussetzen und hat der Finder ihn genommen, bevor der Eigentümer sich des Verlustes bewusst geworden, obgleich er nachträglich den Verlust erfahren und den Gegenstand aufgegeben, so war der Gegenstand באיסורו בא לידו in einem Momente in die Hand des Finders gekommen, in welchem noch das Recht des Eigentümers an dem Gegenstande haftete, und das nachträgliche יאוש ergänzt das Eigentumsrecht des Finders nicht. Ein solches nachträgliche und von dem Finder antizipierte יאוש heißt יאוש שלא מדעת und der Rechtskanon lautet: יאוש שלא מדעת לא הוי יאוש (siehe B. M. 21 a-b u. f.). Über die Konstruierung des Eigentumsbegriffs aus einem persönlichen Willensakt und einem sachlichen Besitzakt, und die darin begründete Wirkung des יאוש siehe Wajikra 25, 14.
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Rav Hirsch on Torah
Es gibt Gegenstände, deren Verlust der Eigentümer von vornherein voraussetzt und aufgibt, z. B. תמרי זיקי, durch den Wind auf die Landstraße hin fallende Baumfrüchte; solche sind in der Regel des Finders, weil der Eigentümer מעיקרא מיאש. Sind die Eigentümer aber Unmündige, יתמי, denen die Rechtsfähigkeit der Besitzentsagung fehlt, דלאו בני מחילה נינהו, so sind die Früchte אסור (B. M. 22 b).
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Rav Hirsch on Torah
Auf diesen Rechtsgrundsätzen beruhen die (B. M. 21 a u. f.) gegebenen Bestimmungen אלו מציאות שלו ואלו חייב להכריז וכו׳ וכו׳, welche Funde des Finders sind, und welche er zu veröffentlichen verpflichtet ist (siehe daselbst).
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Rav Hirsch on Torah
לכל אברת אחיך וכן תעשה לכל אבדת אחיך verpflichtet zur Abwendung jeder dem Eigentum des Nächsten drohenden Gefahr, auch אבדת קרקע, auch liegenden Eigentums, so: ראה מים ששוטפין ובאין הרי זה גודר בפניהם, Abwehr einer dem Felde des Nächsten drohenden Überschwemmung.
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Rav Hirsch on Torah
מי שאבודה הימנו ומצויה אצל כל אדם יצאת אברה :אשר תאבד ממנו ומצאת ששטפה נהר שאבודה ממנו ואינה מצויה אצל כל אדם (B. M. 22 b). Ein berg- und rückgabepflichtiger Fund ist nur ein solcher, der nur dem Eigentümer in Verlust geraten, für alle anderen aber noch zugänglich ist, von einem solchen spricht hier das Gesetz, dass an dem Gute noch das Recht des Eigentümers haftet, bis er durch יאוש es aufgibt, und hier, wie bereits bemerkt, יאוש שלא מדעת לא הוי יאוש. Ein Gut jedoch, das, wie durch einen Strom, in eine solche Lage versetzt ist, dass es der Menschenmacht überhaupt entrissen ist, daran hat objektiv das Eigentumsrecht aufgehört, selbst bevor der Vorgang dem Eigentümer zum Bewusstsein gekommen war (B. M. 22 b ש׳׳מ zur Stelle).
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Rav Hirsch on Torah
לא תוכל להתעלם. Auch in dieser Fassung des Verbotes liegt, wie wir glauben, dass das Verbot, wie bereits zu V. 1 bemerkt, kein absolutes ist, sondern Ausnahmen zulässt. Absolut hieße es לא תוכל להתעלם .לא תתעלם sagt aber: es liegt nicht in deiner Machtvollkommenheit, dich dieser Aufgabe zu entziehen, du kannst dich nicht aus eigener Willkür davon dispensieren. Implizite ist damit gesagt, dass das Gesetz selbst in bestimmten Fällen einen solchen Dispens erteilt (vergl. לא תוכל לאכל בשעריך Kap. 12.17).
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Rav Hirsch on Torah
Ob שומר אבדה die Verpflichtung als שומר שכר oder שומר חנם trägt und חייב oder פטור בגנבה ואבדה ist (Schmot S. 269), ist B. K. 56 b Gegenstand der Verhandlung und im letzten Resultat unentschieden (siehe Ch. M. 267, 16 ש׳׳ך daselbst). Für die Hut eines für den Eigentümer zu erhaltenden Fundes und die darauf zu verwendende Mühe und Tätigkeit darf in keiner Weise eine Vergütung genommen werden. Die Ansicht, welche gleichwohl שומר אבדה als שומר שכר betrachtet, erblickt in der an dem Gute des Nächsten zu übenden Mizwa selbst einen als Wertgegenstand zu betrachtenden Gewinnst, und veranschaulicht dies durch die Erwägung, dass, obgleich die Mizwaübung an sich nicht als Nutzen zu betrachten ist, da מצות לאו ליהנות ניתנו, doch nach dem Grundsatz העוסק במצוה פטור מן המצוה (siehe Kap. 6, 6) diese ohne pekuniäre Opfer zu übende Mizwa an die Stelle einer sonst in dem Momente der Beschäftigung mit der אבדה zur Übung stehenden mit pekuniären Opfern verbundenen treten könnte, פרוטה דרב יוסף, oder, wie eine andere Auffassung (daselbst) diese Ansicht erläutert: כיון דרחמנא שעבדיה בעל כורחיה ,הילכך בשומר שבר דמי, da die Fundhut keine freiwillig übernommene, sondern eine vom Gesetz auferlegte ist, so ist sie als mit voller Hüterverantwortung auferlegt zu betrachten. Was beim שומר שכר die Bezahlung bewirkt, das bewirkt hier das Diktat des Gesetzes.
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Rav Hirsch on Torah
Für השבת אבדה, für die Leistung des Zurückbringens eines verlorenen Gutes darf, wie bemerkt, keine Vergütung genommen werden. Es ist eben eine Pflichtleistung, die ihm das Gesetz auferlegt. Ist aber der Finder gerade mit einer ihm lohnbringenden Arbeit beschäftigt, so ist er nicht verpflichtet, diese ohne entsprechende Vergütung liegen zu lassen. Diese Verstattung lautet (B. M. 31 b): נותן לו שברו כפועל בטל, und zwar, wie die Erläuterung sich ausspricht, כפועל בטל של אותה מלאכה דבטל מנה. Diese Bestimmung כפועל בטל של אותה מלאכה וגו׳ wird verschiedentlich aufgefasst. Die Auffassungen differieren wesentlich darin, ob die Beschäftigung mit dem verlorenen Gute als eine zu vergütende Mühe angerechnet wird und שכר כפועל בטל של אותה מלאכה דבטל מנה danach geschätzt wird, wie viel er nehmen würde, um die ihm lohnbringende Arbeit zu lassen und sich mit der müheloseren Arbeit an dem verlorenen Gute zu beschäftigen, oder השבת אבדה als Pflichtleistung gar nicht in Anrechnung käme und פועל בטל וכו׳ danach zu schätzen wäre, wie viel er nehmen würde, seine lohnbringende Arbeit zu lassen und müßig zu gehen. Es ist die Frage, ob פועל בטל absolut ein unbeschäftigt zu bleibender, oder relativ ein mit müheloser Arbeit zu beschäftigender Arbeiter heißt. ש׳׳ך im ח׳׳מ 265, 1 entscheidet sich für die absolute Auffassung. Hat die Leistung an dem verlorenen Gute eine höhere Gebühr zu beanspruchen, als er mit der von ihm zu lassenden Arbeit verdienen würde, so hat er jedenfalls nur dies letztere zu fordern, da die השבת אבדה an sich ja umsonst zu leisten ist. Nach der Auffassung des ר׳׳ח ,ר׳׳יף, und anderer Autoritäten kommt überhaupt die Beschäftigung mit dem verlorenen Gute nicht in Betracht, und פועל בטל bezeichnet nur den Preis der Arbeit, die er um des verlorenen Gutes willen zu lassen hat. Der Preis derselben wäre nicht nach Zeiten zu schätzen, in welcher die Arbeit gesucht ist und hoch im Preise steht, sondern in welcher die Arbeiter einer solchen Branche unbeschäftigt, בטל, sind und es mehr Arbeitsucher als Arbeitgeber gibt (siehe מ׳׳מ zu 4 ,12 הל׳ גזלה). Der Wortlaut der Formel: כפועל בטל של אותה מלאכה und nicht מאותה מלאכה spräche allerdings für diese Auffassung.
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