תנ"ך ופרשנות
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פירוש על דברים 25:7

Rashi on Deuteronomy

השערה — Translate this as the Targum does: to the gate of the court.
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Siftei Chakhamim

As Targum [Onkelos] translates, “To the portal of the court of law.” This [translation of שער] is not like, "In your cities (בשעריך) may you eat it (Devarim 15:22),” which means city, because it is written, "to the judges," and the judges sit in the portal of the court of law.
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Rav Hirsch on Torah

V. 7. ואם לא יחפץ וגו׳. Das Gebot der יבום-Pflicht ist jedoch kein absolutes. Es können:
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Rav Hirsch on Torah

a.) zwischen einem überlebenden Bruder und der Witwe Verwandtschaftsgrade bestehen, sie kann seine Tochter, seiner Frau Schwester, überhaupt eine der עריות חייבי כריתות sein, zwischen denen überhaupt das ולקחה לו לאשה eine gesetzliche Unmöglichkeit ist, weil אין קדושין תופסין בחייבי כריתות (siehe Wajikra 21, 7). Zu einem solchen Schwager tritt für die Witwe gar keine Beziehung, gar keine זיקה ein, und wenn er der einzige überlebende Bruder ist, entfällt die מצות יבום וחליצה völlig, und nicht nur die Witwe selbst, die zu dem überlebenden Bruder in ערוה-Verwandtschaft steht, sondern wenn der Verstorbene mehrere Frauen gehabt, auch diese, als צרות ערוה, sind, wie wir bereits zu Wajikra 18, 18 entwickelt, ohne weiteres מותרות לשוק. Obgleich nämlich אשת אח nach eben (daselbst 16) selbst eine ערוה שיש בה כרת ist, so hat doch diesen איסור ערוה bei dem nachkommenlos Verstorbenen אח מן האב hier das Gesetz ausdrücklich aufgehoben, ja in solchem Falle, wo keine andere ערוה-Beziehung stattfindet, die Schwagerehe geboten. Steht aber dem ולקחה לו לאשה noch ein anderer איסור כרת im Wege, so bleiben beide איסורים in Kraft und weder יבום noch חליצה hat stattzufinden. Es kann
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Chizkuni

ועלתה יבמתו השערה, “his deceased brother’s widow will proceed to the gate” (where the elders are in session) she will be walking behind her brother in law.
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Rav Hirsch on Torah

b.) auch aus physischen Ursachen die ganze יבום-Bestimmung entfallen. Bei angeborener Unfähigkeit zur Vaterschaft oder Mutterschaft, סרים חמה oder אילונית (siehe Kap. 23, 2 und Wajikra 22, 24) des Verstorbenen, des überlebenden Bruders, oder der überlebenden Witwe fehlen alle Voraussetzungen, die den Grund und Zweck der יבום-Institution bilden und tritt weder יבום noch חלצה ein. Es kann aber
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Chizkuni

השערה, it is a rule that the place where the elders are holding their deliberations is on an elevation relative to the rest of the town’s streets. (Sifri)
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Rav Hirsch on Torah

c.) das ולקחה לו לאשה an sich gesetzlich möglich, und doch das Eingehen und jedenfalls die Fortsetzung einer solchen Ehe gesetzlich unzulässig sein; es stehen der Ehe חייבי לאוין und עשה, wie גרושה לכהן הדיוט ,אלמנה לכה׳׳ג ,ממזר usw. entgegen, bei welchen zwar קידושין תופסין (siehe Wajikra S. 21, 7) gleichwohl (wie אלמנה מן הנישואין einem כה׳׳ג, die ihm אלמנה לא יקח :בלאו ועשה und אסורה ,בתולה יקח ist, ואין עשה דוחה ל׳׳ת ועשה) schon das Eingehen, in anderen Fällen beim einfachen לאו jedenfalls das Fortsetzen der Ehe nach erfüllter יבום-Pflicht, gesetzlich unzulässig wäre. Oder endlich
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Chizkuni

להקים לאחיו שם בישראל, “he refuses to establish a name for his deceased brother in Israel.” The addition of the word: בישראל “in Israel,” prompted the sages to declare that the levirate marriage legislation does not apply to the families of converts. (Sifri) Hence the ritual described here would also not be necessary for the widow of such a husband to be free to marry any man of her choice.
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Rav Hirsch on Torah

d.) es kann sowohl die Eingehung als die Fortsetzung der Ehe durchaus gesetzlich möglich sein, andere Ursachen jedoch, wie Ungleichheit des Alters, unheilbare Krankheiten, widerwärtige Gebrechen und Beschäftigungen etc. etc. können die Ehe untunlich erscheinen lassen. Wird doch Jebamot 4 a hinsichtlich dieser letzteren auf das dem יבום-Gesetze unmittelbar vorangehende לא תחסום שור וגו׳ hingewiesen, wo selbst eine Rücksicht auf Empfindungen von Tieren geboten ist und daher gelehrt: מניין ליבמה שנפלה לפני מוכה שחין שאין חוסמין אותה (פירשי׳ אין סותמין טענותיה לכופה להתייבם לו) שנאמר לא תחסום שור בדישו וסמיך ליה כי ישבו אחים
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Rav Hirsch on Torah

יחדיו וגו׳, und werden Ketubot 77 a andere körperliche Gebrechen und widerwärtige Beschäftigungen dem מוכה שחין gleichgestellt.
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Rav Hirsch on Torah

צ"ע דמב׳׳ם צ׳ א׳ נראה דטעם איסור חסימה אינו משום צער כדמשמע מהאי היקשא דיבמות ומהא דאפי׳ היבם בורסי אין חוסמין היבמה כדאיתא בכתובות ואפשר דמ׳׳מ עיקר טעמא משום צער אלא בשהתבואה מזקת לה עדיף לה שתצטער לפי שעה משתצטער אח׳׳כ ואפשר שזה ג׳׳כ כונת הרמב׳׳ם דמפרש שלא הקפידה תורה אלא על .הנאה שלה והרי אינה נהנית עכ׳׳ל
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Rav Hirsch on Torah

Für solche und ähnliche unter die Kategorien c. und d. fallende Fälle, in welchen die יבום-Ehe aus gesetzlichen oder zu billigenden Gründen als unzulässig oder untunlich zu beurteilen ist, hat das Gesetz an die Stelle der מצות יבום die hier folgende מצות חליצה geboten, hat die Beurteilung einer solchen Unzulässigkeit oder Untunlichkeit (V. 8) dem Ermessen und der Vermittlung der gemeinheitlichen Gesetzesautoritäten unterstellt, und ist aus solchem unseren Gesetzesautoritäten zustehenden Ermessen für uns die מצות חליצה Regel geworden.
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Rav Hirsch on Torah

Es erläutert nämlich die Halacha (Jebamot 101 b) das ודברו אליו des Verses 8 nicht nur als ein Zureden zu dem von der Witwe verlangten יבום, sondern ebenso als ein Abreden vom יבום und ein Zureden zur חליצה, also überhaupt als ein Besprechen des Falles und Anraten des nach den Umständen desselben Geeigneten, ja, sie erläutert es beispielsweise gerade nach der letzten Eventualität, einem Abraten vom ודברו :יבום אליו מלמד שמשיאין לו עצה ההוגנת לו שאם היה הוא ילד וחיא זקנה הוא זקן והיא ילדה אומרים לו מה לך אצל ילדה מה לך אצל זקנה כלך אצל שכמותך ואל תכנים קטטה בביתך, d. h.: die Ältesten geben ihm den Rat, der für ihn der geeignetste ist. Ist er jung und sie alt, er alt und sie jung, sagen sie ihm: warum willst du eine junge, warum willst du eine alte Frau, suche dir doch eine dir gleiche und bringe keinen Unfrieden in dein Haus. Die Halacha erläutert somit beispielweise die Intervention der Ältesten gerade von der dem einleitenden Problem unseres Textes entgegengesetzten Seite der Alternative. Prüfen wir jedoch den Wortlaut des Textes genauer, so spricht Vers 8 in der Tat von der dem Verse 7 entgegengesetzten Eventualität. Das ועמד ואמר ist nämlich in normaler Konstruktion nicht das dem mit ודברו אליו Beabsichtigten entgegenstehende, sondern das damit beabsichtigte und erwartete Resultat. Sie reden mit ihm und infolge dessen steht er auf und spricht: לא חפצתי לקחתה. Es spricht also, wie ספרי auch ausdrücklich bemerkt, von dem Fall, dass ungeachtet ihres ungleichen Alters עמד ואמר שישאנו, er mit dem Antrag hingetreten war, sie zu heiraten, und erst infolge ihrer Gegenvorstellungen: עמד ואמר לא חפצתי לקחתה erklärt er, sie nicht nehmen zu wollen. Enthielte das ודברו אליו im Sinn des Vorangehenden eine Zurede zum יבום, die aber erfolglos geblieben, so hätte der Text sicher etwa gelautet: והיה אם לא ישמע אליהם ועמד ואמר. So aber, indem das Gesetz die Institution der חליצה einführt, übergeht es in gewohnter prägnanter Weise die andere Eventualität und lehrt die חליצה lieber an dem Fall, wo sie in Übereinstimmung mit dem Ermessen der Ältesten und infolge ihrer Zusprache geschieht. Wollte man selbst das וקראו לו ודברו אליו im strikten Zusammenhange mit dem Vorhergehenden festhalten, so würde man gleichwohl das ועמד ואמר nur als eine Folge ihrer Zurede auffassen können, und das Problem spräche immerhin von dem Fall, dass der Entschluss zur חליצה und nicht zum יבום die Billigung der זקנים hätte.
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Rav Hirsch on Torah

Damit ist uns aber zugleich der Standpunkt gegeben, von dem allein der חליצהAkt aufzufassen sein dürfte. Man glaubt darin einen Ausdruck des Vorwurfs und der Verachtung erblicken zu müssen, den die Witwe gegen den sie verschmähenden und pflichtvergessenen Schwager ausspricht. Eine Auffassung, die aber der ganze Tenor des Gesetzes nicht zulässt. חליצה ist ja ebenso מצוה wie יבום, so sehr, dass (Jebamot 39 b) darüber verhandelt werden konnte, welche von beiden מצות in dem Vordergrund steht, ob מצות יבום קודמה, oder מצות חליצה קודמת. Haben wir doch oben unter c. und d. auf die zahlreichen Fälle hingewiesen, in welchen חליצה und nicht יבום geboten, wo תליצה und nicht יבום das gesetzlich Zulässige oder zu Billigende ist. Mit Vollziehung der חליצה erfüllt daher der Schwager in solchen Fällen nicht minder ein göttliches Gebot, wie er unter anderen Umständen mit יבום erfüllt hätte. Unmöglich kann ihn das Gesetz für seinen pflichttreuen Gehorsam mit Verachtung strafen lassen wollen. Auch ist er ja bei dem ganzen Akt nicht der passiv Duldende, er ist, wie der Ausdruck ist, חולץ ליבמתו, er, in voller Freiwilligkeit; veranlaßt die Witwe, ihn zu entschuhen und alles Folgende vorzunehmen und zu sprechen; sein Akt ist es, er lässt die Witwe ihn entschuhen, Speichel zur Erde werfen und aussprechen: so soll dem geschehen, oder: so müsste dem geschehen, der das Haus seines Bruders nicht bauen will, sein Name müsste, oder soll in Israel das Haus des Schuhlosen genannt werden. Er spricht damit aus, dass nicht Lieblosigkeit gegen den verstorbenen Bruder und nicht Gleichgültigkeit gegen sein Haus es ist, die ihn veranlasst, die Witwe seines Bruders nicht zu heiraten. Der Bruder, der nicht bereit wäre, wo Gesetz und Umstände es gestatten, das Haus seines Bruders zu bauen, der müsse selbst "schuhlos" Stand und Fortgang auf Erden verlieren, der verdiene Verachtung, und dessen Haus wäre selbst das Haus des "Entschuhten", das Haus des "Stand- und Fortganglosen" zu nennen. Der חליצה-Akt ist daher ein öffentlicher, jeden Verdacht unbrüderlicher Lieblosigkeit von sich weisender Reinigungsakt und spricht die höchste Liebesgesinnung und tatbereite Brüderlichkeit aus, in welchen die Zusammenhörigkeit der jüdischen Familien wurzelt.
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Rav Hirsch on Torah

הא חפץ מייבם כל העולה ליבום עולה לחליצה :ואם לא יחפץ האיש לקחת וגו׳ וכל שאין עולה ליבום אינו עולה לחליצה (Jebamot 20 a) חליצה findet nur statt, wo יבום, d. i. לקוחין eine gesetzliche Möglichkeit ist, d.h. wo קידושין תופסין. Verwandtschaftsgrade, die aber jede קידושין, somit auch זיקת יבום ausschließen, schließen auch זיקת חליצה aus; רשי׳) כל העולה לזיקת יבום עולה לזיקת חליצה daselbst 3 a; — siehe ל oben a).
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Rav Hirsch on Torah

ועלתה יבמתו השערה. Indem hier das Subjekt יבמתו wiederholt wird und der Nachsatz nicht nur einfach den Vordersatz fortsetzt, ועלתה השערה, lehrt daran die Halacha (Jebamot 20 a), dass auch in Fällen, wo von einer יבמה das לא יחפץ האיש לקחת nicht strikte gesagt werden kann, wo nämlich dem יבום wenn auch nicht, die gesetzliche Unmöglichkeit, doch die gesetzliche Zulässigkeit, wie ׳אלמנה מן הנשואין לכהג (siehe oben c) entgegensteht, dennoch חליצה stattzufinden hat. Damit weist denn schon der Text selbst auch auf Fälle hin, wo nicht יבום, sondern חליצה die Billigung der זקנים findet, eine Eventualität, die, wie oben bemerkt, auch das ודברו אליו ועמד ואמר voraussetzt.
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Rav Hirsch on Torah

השערה: zu dem zur gerichtlichen Verhandlung bereits bestimmten Orte, daher צריכי דייני למיקבע דובתא (daselbst 111 b). Es ist eben eine Handlung, an welche sich hohe sittliche Interessen einer jeden jüdischen Gemeinschaft knüpfen; sie soll nicht in zufälligem Begegnen erledigt werden. Müssen doch die Familiengesinnungen und Anschauungen, welche durch den חליצה-Akt ihre Pflege finden sollen, von so tief jüdisch nationaler Bedeutung sein, dass das Ältestenkollegium, welches dabei zu intervenieren hat, mehr als bei irgend einem anderen zivilrechtlichen Akt, die Nation in durchaus nationalster Abstammung repräsentieren muss. Während bei anderen zivilrechtlichen Verhandlungen eine mütterlich jüdische Abstammung genügt, muss bei חליצה ein jedes Mitglied des ב׳׳ד auch von Vaterseite den vollen jüdischen Charakter haben. גר דן את חברו גר ואם היתה אמו מישראל דן אפי׳ ישראל וענין חליצה עד שיהא אביו ואמו מישראל (Jebamot 102 a). Wiederholt wird der jüdisch-nationale Kreis, ישראל als derjenige hervorgehoben, innerhalb dessen die יבום- und חלנצה-Institution ihre Wirksamkeit findet, תרי בישראל כתיבי (גירס׳ הריף) ,להקים לאחיו שם בישראל נקרא שמו ,בישראל).
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פסוק קודםפרק מלאפסוק הבא