תנ"ך ופרשנות
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פירוש על שמות 22:7

Rashi on Exodus

אם לא ימצא הגנב IF THE THIEF BE NOT FOUND then this bailee — who is בעל הבית “the owner of the house” for the time being (since the bailment is then in his possession although he is not really its owner) — shall come.
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Ramban on Exodus

WHETHER HE HAVE NOT PUT HIS HAND UNTO HIS NEIGHBOR’S GOODS. In the opinion of Rashi this means that the guardian is to come before the judges to swear that he has not put his hand to his fellow-man’s goods [i.e., that he is not guilty of embezzlement]. The correct interpretation is that he is to come before the judges to swear that it was stolen and thus substantiate his claim, but he can only swear thus if he did not put his hand to make use of his neighbor’s goods, for he who puts to his own use what had been left in his keeping is answerable for it as if he were a robber, and is liable to make restitution even if it was lost through an unavoidable accident.217Baba Metzia 41a.
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Sforno on Exodus

אם לא שלח ידו, if the trustee had done anything illegal with the object entrusted to him for safekeeping he is responsible even for accidents happening to said items.
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Rashbam on Exodus

'אם לא ימצא הגנב ונקרב וגו, the words אם לא ימצא are understood by our sages (Baba Kamma 63) as meaning that the trustee claimed the animals had been stolen, while in effect he himself had stolen them. If he swore an oath before the judges that he was not involved in their disappearance and he is found afterwards to have perjured himself then he must compensate the owner by paying him twice the value of the “stolen” animals. Personally, I will explain the verse in terms of the plain text, although this does not reflect the halachah. The words אם לא ימצא הגנב ונקרב בעל הבית אל האלוהים, refer to the trustee. שלא שלח ידו במלאכת רעהו, he swears that he personally had not been guilty of appropriating any of his fellow man’s goods but that those that are missing were stolen. On the basis of such an oath he is exonerated from all responsibility.
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Rabbeinu Bahya

ונקרב בעל הבית אל האלוהים,...עד האלוהים יבא דבר שניהם. אשר ירשיעון אלוהים, “then the householder shall approach the court.....to the court shall come both their claims....whomever the court shall find guilty shall pay.” In this short paragraph the word Elohim appears three times. This prompted our sages in Sanhedrin 3 to rule that a court must consist of a minimum of three judges. You will note that in the whole portion commencing with chapter 21 up until here the four-lettered name of G’d has not appeared even once. The reason for this is spelled out in Deut. 1,17 כי המשפט לאלוהים הוא, “for justice is a matter which is the domain of (the attribute) Elohim.” The only time the tetragrammaton is mentioned is in connection with the oath where the Torah defines such an oath as שבועת י-ה-ו-ה; we have already explained that theקו האמצעי is the principal emanation associated with an oath. It is therefore logical that such an oath should be described as sworn in the name of the attribute Hashem. The word שבעה is spelled without the letter ו, to show its connection with the lower seven emanations as we have explained repeatedly in Yitro 20, 7 as well as in Genesis 21,23.
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Mekhilta d'Rabbi Yishmael

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Rav Hirsch on Torah

V. 7. ונקרב בעל הבית אל האלהי׳ ist Ausdruck für den Reinigungseid, den er zu schwören hat, korrespondierend dem שבעת ד׳ תהיה בין שניהם des V.10 (B. K. 63 b). Die Wurzel קרב kommt nur noch einmal im נפעל vor (Josua 7, 14): ונקרבתם בבקר לשבטיכם, in der Geschichte Achans, und bezeichnet es dort ebenso ein Hintreten zum Gottesurteil zur Reinigung von dem Verbrechen des Sich-Vergreifens an der entlobten Beute Jerichos. Wir haben schon zu Bereschit 21, 23 u. Schmot 20, 7 erläutert, wie der Begriff des Eides, הִשָבֵעַ, ein "Unterstellen seiner ganzen sichtbaren Existenz unter die den Meineid strafende Macht des unsichtbaren Einen" sei. Dieses "sich Gott dahin stellen" scheint hier durch הִקָרֵב ausgedrückt zu sein. Obgleich daher das האלהי׳ hier חול ist und somit zunächst Richter bedeutet, so glauben wir doch, dass in dieser Ausdrucksweise der Richter ganz besonders als Vertreter des Gottesrechts und des Gottesgerichtes gedacht sei, und haben es daher "sich Gott nahe stellen" übersetzt. Das anvertraute Gut war ihm als בעל הבית übergeben, dass er es "durch sein Haus" wie sein eigenes Eigentum geschützt sein lasse. Er behauptet, es sei ihm gestohlen worden, Zeugen sind nicht dafür da, ונקרב בעל הבית וגו׳, so hat er denn als "Herr des Hauses" sich mit seinem Hause im Reinigungseide Gott zu unterstellen und die Existenz seines ganzen "Hauses", das ist ja nichts anderes, als die Existenz seines ganzen Besitzes und seine Persönlichkeit als Besitzer, für den Fall einzusetzen, wenn sein Wort nicht wahr und das Gut noch in seinem Besitze sein sollte.
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Chizkuni

ונקרב בעל הבית, “the owner has to come to court for the purpose of confirming his claim by an oath;” This rule is applicable if he had claimed not to have misappropriated said object or objects which had disappeared. If he had claimed that the object or animal had become the victim of wild beasts, etc. he is only asked to produce evidence supporting his claim before a court.
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Rashi on Exodus

ונקרב אל AND SHALL APPROACH UNTO THE אלהים — the judges, to put his case against the other and to swear unto him that he has not put forth his hands against his property (Bava Kamma 63b).
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Rav Hirsch on Torah

אם לא שלה ידו במלאכת רעהו. Sonderbarerweise nimmt man diesen Satz hier und so auch V. 10 als Inhaltsobjekt des zu leistenden Eides, ohne zu bedenken, dass (wie wir dies bereits zu Bereschit 21, 23 bemerkt und erläutert), konstant beim Eide mit אם verneint, und mit אם לא bejaht werde. Demgemäß hieße שבועה אם לא שלה וגו׳: Schwören, dass er seine Hand an das Gut gestreckt, und wenn er dies im Eide verneinen sollte, müsste es heißen: אם לא שלח ידו וגו׳ .שבועה אם שלח וגו׳, kann daher unmöglich den Inhalt des Eides angeben sollen und ist durchaus nur konditional zu verstehen: wenn er nicht seine Hand an das Gut des Nächsten gestreckt. So ergibt sichs auch aus B. K. 107 b. Das ונקרב בעל הבית אל האלהי׳ ist durchaus absolut zu verstehen. אם לא ימצא הגנב, wenn der Dieb nicht gerichtlich gefunden wird, d. h. wenn er den behaupteten Diebstahl nicht durch Zeugen erweisen kann, ונקרב וגו׳, so hat der Herr des Hauses, oder: so hat er als Herr des Hauses sich Gott nahe zu stellen, d. h. er hat sich als Herr des Hauses hinsichtlich seiner ganzen Verfahrungsweise als solcher in betreff des seinem Hause anvertrauten Gutes durch einen Eid vor dem Gerichte zu reinigen und ist dann ersatzfrei — vorausgesetzt אם לא שלח וגו׳, dass er seine Hand nicht bereits vor dem behaupteten Diebstahl "an das anvertraute Gut gestreckt hatte"; d h. nicht bereits im Begriff gewesen, es in Gebrauch zu nehmen. Denn in dem Momente hätte er aufgehört, zu dem Gegenstande als שומר zu stehen und wäre in Beziehung auf ihn גזלן geworden. Als solcher aber wird er sofort für alles, was auch dem Gegenstande zustoßen möge, also auch für Diebstahl, dem Eigentümer ersatzpflichtig.
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Chizkuni

במלאכת רעהו, a somewhat strange sounding expression; it means: “something belonging to his fellowman;” we find a similar construction in Genesis 33,14: לרגל המלאכה, Yaakov referring to his livestock.
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Rav Hirsch on Torah

Der ihm durch ונקרב וגו׳ auferlegte Reinigungseid umfasst alle Momente seiner Beziehung zu dem Gute. ג׳ שבועות משביעין אותו, er hat drei Eide zu schwören: שבועה שלא פשעתי בה, dass er den Diebstahl nicht durch vernachlässigte Hut verschuldet habe, in welchem Falle er zum einfachen Ersatz verpflichtet wäre. ,שבועה שלא שלחתי בו יד dass er es nicht zum Gebrauch in die Hand genommen, in welchem Falle er ebenfalls, wie bereits bemerkt, zum einfachen Ersatz verpflichtet wäre. שבועה שאינו ברשותי, dass er es in der Tat nicht mehr im Besitze habe; fände es sich nachher, dass er das vorgeblich Gestohlene noch im Besitze habe, so hätte er sodann nach V. 8 als selbst der Dieb die Doppelpön zu zahlen (das.).
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Rav Hirsch on Torah

שליחות יד בפקדון mit der Absicht in die Hand nehmen entweder לגוזלו, es sich ganz anzueignen, oder es in einer Weise zu gebrauchen, dass es dadurch leiden würde, selbst wenn die Absicht nicht ausgeführt worden. Sobald die Absicht nur begonnen hat Tat zu werden, d. h. mit dem in solcher unrechtfertigen Absicht in die Hand nehmen, wird er חייב באונסין, hat er für alles, was auch dem Gute zukommen möge, vollen Ersatz zu leisten; denn שליחות יד אינה צריכה חסרון, denn beim שומר braucht die dem anvertrauten Gute schädliche Absicht nicht ausgeführt zu sein. Wenn jedoch die Benutzung dem Gegenstande in keiner Weise nachteilig ist, so macht nicht die Absicht, sondern der wirkliche Gebrauch als שואל שלא מדעת zum גזלן und als solchen für alle Fälle ersatzpflichtig (B. M. 41 a, Ch. M. 292). Siehe oben zu Kap. 21, 37. אם לא שלח ידו ב־ steht hier ganz in dem Sinne wie: על אשר שלח ידו ביהודיים beim Haman (Esther 8, 7), wo es ebenfalls die unausgeführte feindliche Absicht bedeutet.
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Rav Hirsch on Torah

Mit großer Feinheit wird hier bei שליחות יד das Gut des Nächsten mit dem seltenen Ausdruck: מלאכת רעהו bezeichnet. Es heißt dies ja buchstäblich: das seinem Nächsten zu Gebote stehende, das seinem Nächsten "Botmäßige" (von מלאך, Bote). Es handelt sich ja hier nur um einen augenblicklichen unberechtigten Gebrauch des fremden Eigentums und ist daher mit מלאכת רעהו der Begriff des verbrecherischen Charakters der Handlung ausgesprochen. Obgleich ihm anvertraut, steht die Disposition, die Gebrauchsverfügung über das Gut, doch nicht ihm, sondern dem Eigentümer zu. Es ist: מלאכת רעהו.
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