פירוש על בראשית 16:14
Rashi on Genesis
באר לחי ראי As the Targum takes it: the well at which the living angel had appeared to her.
Ask RabbiBookmarkShareCopy
Radak on Genesis
על כן קרא לבאר, this is why anyone who encounters the well where the angel had appeared to Hagar at the time the "באר לחי רואי" . Seeing that an angel lives eternally, the word לחי "to the living one," is an apt description for such a creature. The fountain mentioned in this verse is the same as the one that had been described previously in verse 7.
Ask RabbiBookmarkShareCopy
Rav Hirsch on Torah
Abraham nahm die Erkenntnis, die dem ihm vermählten Sklavenweibe an dieser Stelle geworden, auf, vervollständigte aber den Begriff durch Beifügung des Wortes חי, rad. חיה .חי, die andere Wurzel vom Leben, das potenzierte הגה und היה, der Dasein und Leben gewordene Gedanke, bezeichnet nur das geschöpfliche Leben, dessen Ursprung und Halt im schaffenden Gottesgedanken liegt. חיה kommt nie von Gott vor. Wohl aber חיי, das potenzierte הגג, ein Leben, das seinen Mittelpunkt in sich hat, ein Begriff des Lebens, der dem Geschöpflichen nur relativ, zur charakterisierenden Unterscheidung von Mineral und Pflanze zukommt, absolut und in Wahrheit nur von Gott prädiziert werden kann. Er ist חי — .אלקים חיים ,א׳ חי ist somit das Wesen, das die Ursache seines Seins und Lebens in sich selber trägt, somit das Unbedingte in der Zeit und im Walten.
Ask RabbiBookmarkShareCopy
Radak on Genesis
הנה בין קדש ובין ברד, The Torah gives an indication of where this fountain can be seen, so that when a person encounters it he will acknowledge G'd's greatness in revealing Himself by dispatching an angel even to the errant maid-servant of Sarai. The matter is all the more remarkable seeing that Hagar was not in the act of performing a mission on G'd's behalf at the time. Bared is the same as the previously mentioned Shur. The location had been known by two names. This is why the Torah mentioned both of these names. Ths is also why Onkelos translates both Shur and Bared as חגרא.
Ask RabbiBookmarkShareCopy
Rav Hirsch on Torah
Diesen Quell, an dem Eingang der schreckendsten, ödesten Wüste, so ganz geeignet, der hervorragendste Sammelplatz eines Beduinenvolkes zu sein, sehen wir mit diesem Ereignis der Stammmutter für das arabische Volk zu einem Denkmal werden, an welches sich alles knüpfen dürfte, was dieser Stamm für die Menschheit geworden. Die Stammmutter hatte hier das Unbedingtsein Gottes von dem Raume kennen gelernt, der Stammvater fügte noch hinzu die Unbedingtheit Gottes von der Zeit, und umwandelte zugleich den allgemeinen Ausdruck der allgemeinen ראי ,השגחה in רואי: "den mich Sehenden", also in den Ausdruck der speziellsten Vorsehung, der השגחה פרטית. Nur wer Gott als den begreift, der den Epigonen der letzten Enkel noch ganz derselbe Gott ist, in derselben Kraft und Energie, morgen wie heute, der nimmer altert und nimmer seinen Sinn ändert, dem spätesten Epigonen noch mit derselben Treue nahe wie der alten Stammmutter vor Jahrtausenden, — nur wer sich noch unter demselben Auge fühlt, das auch die Stammmutter an diesem Brunnen in der Wüste geschaut, hat Gott als חי רואִי begriffen. Es sind aber eben diese beiden Gedanken: חי רואי, die Absolutheit Gottes von Raum und Zeit, und seine alles überwachende und leitende Vorsehung, dieses Geschenk der Stammmutter und des Stammvaters, eben dieחenigen Gedanken, in deren Entwicklung alle arabischen Denker und Philosophen für die Menschheit gearbeitet und die den höchsten Gedankenschatz des arabischen Volkes ausmachen. Überhaupt enthält diese Pflanzungsgeschichte der ismaelitischen Nation alle Keime, die so ausgeprägt in ihrer späteren Eigentümlichkeit hervortreten. Chamitische Sinnlichkeit, Hagars Freiheitsdrang und Abrahams Geist, das sind die Grundfäden, aus welchen der arabische Nationalcharakter sich webte. Das von Abraham und Hagar erzeugte arabische Volk ist ein- seitig jüdisch. Uns, dem jüdischen Volke, hat Gott eine Aufgabe gesetzt, die eine doppelte Seite hat: 1) אמונה, die geistigen Wahrheiten, die wir in uns aufzunehmen haben, und an denen sich unser Geist zu entwickeln hat, und 2) das Gesetz, die mit diesen Wahrheiten harmonische Gestaltung des ganzen Lebens nach dem Diktate des göttlichen Willens. Nach der einen Seite, der geistigen hin, ist die arabische Nation höchst bedeutsam im Reiche der Menschheit. Sie hat den abrahamitischen Gottesgedanken mit so großer Schärfe entwickelt, dass die Einheitsgedanken in den Schriften jüdischer Religionsphilosophen, soweit sie philosophisch entwickelt werden, vorzugsweise in der Gedankenarbeit arabischer Schriftsteller ruhen. Sie haben die אמונה, aber nicht die מצות. Es genüigt nicht, geistige Gedanken von Gottes Einheit zu haben, zu שמע gehört ואהבת, die praktische Unterordnung aller Kräfte und alles Strebens בכל לב נפש ומאור. Dazu genügt es nicht, von einem Abraham erzeugt und erzogen zu sein, dazu muß man von einer Sara geboren werden. Das spezifische Abrahamsvolk ist nicht bestimmt, bloß der theologischphilosophische Gott-Einheits-Herold zu sein, sondern: לשמור דרך ד׳ לעשות צדקה ומשפט, — dazu gehört die Unterordnung aller, und zuerst aller sinnlichen Kräfte, Triebe und Regungen, dazu die Weihe des Leibes. Erst mit der Hingebung des ganzen sinnlichen Leibes beginnt der Jude. Ismael hat die Weihe des Geistes von Abraham; aber ihm fehlt die Weihe des sinnlichen Daseins von Sara. Wo ein jüdi- sches Weib die Kinder gebiert, nährt und erzieht, da wird schon in der Wurzel das Sinnliche geweiht. Nicht umsonst steht die Geschichte von Sara und Hagar zwischen ברית בין הבתרים und מילה
Ask RabbiBookmarkShareCopy