יִ֭מָּחֽוּ מִסֵּ֣פֶר חַיִּ֑ים וְעִ֥ם צַ֝דִּיקִ֗ים אַל־יִכָּתֵֽבוּ׃
Biarlah mereka dihapus dari kitab kehidupan, dan janganlah mereka dicatat bersama orang-orang benar.
Rav Hirsch
לעם נכרי לא ימשל וגו׳ kann sich unmöglich auf den Herrn beziehen, er hat ja überhaupt nicht das Recht, sie weiter zu verkaufen, auch nicht an einen, der nicht unter עם נכרי zu begreifen wäre. Es ist vielmehr auch hier der Vater Subjekt. עם נכרי: wir haben schon wiederholt zu bemerken die Gelegenheit gehabt, wie עם durchaus nicht bloß den Gesamtkreis eines Volkes bedeutet, wie vielmehr das jüdische Volk als aus einer Mehrheit von Kreisen bestehend begriffen wird, deren jeder ein עם ist; daher ja der gewöhnliche Ausdruck: הכרת מעמיה ,רכיל בעמיך ,בעל בעמיו ,עמיך ,עמיו usw. Ein jeder Familienkreis ist עם, und עם נכרי ist: ein ihr fremd bleibender Familienkreis. Vergl. נכריות נחשבנו לו (Bereschit 31, 15) נכר׳ לבנ׳ אמ׳ (Ps. 69, 9). Er, der Vater, hat nicht das Recht, sie in einen Kreis hinein zu verkaufen, der ihr fremd bleiben muss oder fremd bleiben soll. Er darf sie nur einem Manne verkaufen, dessen Kreis sie durch seine oder (V. 9) seines Sohnes Heirat angehörig werden kann und eventuell soll. אין מוכרה לקרובים (Kiduschin 18b). Er darf sie nicht an solche Blutsverwandte verkaufen, mit denen die Eingehung einer Ehe unmöglich ist, darf sie auch nicht verkaufen על מנת שלא ליעדה mit der ausgesprochenen Bestimmung, daß die Ehe nicht erfolgen soll, und hat daher auch ihre Loskaufung zu bewirken, sobald der Herr erklärt, sie nicht heiraten zu wollen.
Rav Hirsch
V. 32. ועתה אם חשא חטאתם, es fehlt der Nachsatz, der aber schon im: ועתה angedeutet sein dürfte. ועתה richtet doch die Erwägung auf die nunmehr zu erwartende Zeit. Diese nunmehr zu erwartende Zeit, alles, was nun ferner kommen könnte, die ganze Zukunft in ihrer ganzen Allgemeinheit kann sich Mosche nur denken, ist für Mosche nur da, wenn Gott Verzeihung dem Volke gewährt. Ohne diese Verzeihung gibt es für ihn keine Zukunft mehr, ist sein Dasein und seine Sendung zu Ende, gibt es für ihn kein עתה weiter. Daher denn auch der Gegensatz: ואם אין מחני נא מספרך אשר כתבת. Es kann sich nicht wohl dies ספרך auf das ספר der תורה beziehen, selbst wenn man das Präteritum auf den bereits als ספר הברית (Kap. 24, 7) geschriebenen Teil beziehen wollte. Es fände doch damit derselbe Ausdruck im folgenden Verse מי אשר חטא לי אמחנו מספרי seine Erklärung nicht. Denn deren Namen findet doch im ganzen Bereiche der תורה ohnehin keine spezielle Erwähnung. Vergleichen wir die Stellen Ps. 139, 16: גלמי ראו עיניך ועל ספרך כלם יכתבו ימים יצרו ולא (ק׳ ולו) אחד בהם : "mein ungeformtes Wesen schauten deine Augen schon, und in dein Buch werden alle die zur Bildung bestimmten Tage verzeichnet, selbst wenn noch keiner von ihnen wirkliches Dasein hat", oder nach dem קרי, wo dann sich das לו auf גלמי bezieht: "mein ungeformtes Wesen schauten deine Augen schon, und als in dein Buch sie alle, die zur Bildung bestimmten Tage verzeichnet wurden, war auch ihm einer von ihnen bestimmt." Ps. 69. 29: ימחו מספר החיים ועם צדיקים אל יכתבו, "mögen sie aus dem Buche der Lebendigen gelöscht und mit Gerechten nicht niedergeschrieben werden." Oder die damit verwandten Stellen Ps. 56, 9: נדי ספרתה אתה שימה דמעתי בנאדך הלא בספרתך, "mein Wanken hast du gebucht, gönne auch meiner Träne einen Platz in deinem Schlauche, steht sie nicht auch in deiner Buchung?" Maleachi 3, 16:אז נרברו ירי ד׳ איש אל רעהו ויקשב ד׳ וישמע ויכתב ספר זכרון לפניו ליראי ד׳ ולחשבי שמו וגו׳ "da besprachen sich Gottesfürchtige einer mit dem andern und es horchte Gott hin und hörte, und es schrieb sich ein Buch des Gedächtnisses vor Ihm für Gottesfürchtige und Denker seines Namens. Und die bleiben mein, sprach Gott, für den Tag, da ich einen Kern bilde, und ich sorge schonend für sie, wie ein Mann, der für seinen Sohn, der ihm dient, schonend sorgt". Nach diesen sprachlichen Erscheinungen glauben wir sagen zu dürfen: wenn alles, was ist, von Gottes "Wort" sein Dasein hat, und alles, was wird, auf Gottes "Wort" geschieht, so können alle diese Schöpfungen und Waltungen zusammen als der Inhalt eines Gottes-"Buches" begriffen werden. Es kann der ganze Weltenplan, den Gott durch die Weltgeschichte realisiert, als das "Buch" bezeichnet werden, das Gott im vorhinein geschrieben hat und dessen Inhalt er durch seine Waltungen im Laufe der Zeit verwirklicht. In dieses "Buch" sind dann alle die Männer verzeichnet, deren Gott sich als Werkzeug zur Ausführung seines Planes bedient, in diesem Buche findet aber auch jeder seine Stelle, der mit dem beschränkten Maß seines Daseins und seiner Kraft in dem beschränkten Kreis seines Einzellebens treu dem Dienste seines Gottes, das ist ja eben der Realisierung seines Willens, lebt. In diesem Buche ist jede reine Träne und jede reine Tat, ja, wie Maleachi lehrt, jeder reine Gedanke unverloren. In diesem Buche hat Dasein und Wirken eines Mosche sicherlich nicht die letzte Stelle. "Lösche mich aus dem Buche, das du geschrieben" heißt danach nichts anderes, als: tilge mich aus der Zahl der dir bedeutsamen Existenzen, enthebe mich meiner Zukunft, die du mir in deinem Weltenplane zugedacht.
Rabbeinu Bahya
A Kabbalistic approach: the word מספרך, is equivalent to מן הספירות, “from the list of emanations.” It is as if Moses had said that he wished to be erased from the lower six of these emanations. They represent G’d’s activity when beginning to create the universe. It is a reference to the six extremities of the universe which are also known as the מלאכת שמים וארץ, “the work of (constructing) heaven and earth.” This is also the mystical dimension of Psalms 69,29: ימחו מספר חיים, “may they be expunged from the ‘book’ of life.” David also referred to these emanations, calling them ספר.