חִרְדוּ֙ שַֽׁאֲנַנּ֔וֹת רְגָ֖זָה בֹּֽטְח֑וֹת פְּשֹׁ֣טָֽה וְעֹ֔רָה וַחֲג֖וֹרָה עַל־חֲלָצָֽיִם׃
Gemetarlah, hai kamu, perempuan-perempuan yang hidup tenteram! Gentarlah, hai kamu, perempuan-perempuan yang merasa aman! Tanggalkanlah pakaianmu, telanjangilah dirimu, dan lilitkanlah kain pada pinggangmu!
Rashbam
אל תרגזו, do not be nervous about robbers that you might encounter on the route. I have no hostile neighbours on any of my borders. This is also the meaning of the word רגזו in Psalms 4,5. The verse there implies that you should be worried not to commit a sin against G’d. If you are, you will not have to worry about any man-made hazards. The meaning of the same root in Deuteronomy 28,65 is also the same, i.e. as a result of your sinful conduct G’d burdened you with a heart which is constantly worried about all kinds of disaster that may befall you. This is part of the punishment you will experience for not having worried about ignoring G’d’s commandments previous to the retribution. Chabakuk 3,7 as well as Isaiah 32,11 make similar points. On the other hand, the same root used in Job 9,6 or when it appears in the Book of Daniel and the Book of Ezra refers to a state of anger. The word טרנבלד (old French for trembling) is the translation of כעס for anytime that word appears in the 24 books of the Bible.
Rav Hirsch
Die Etymologie des Wortes ערום nackt, bietet große Schwierigkeiten. Die Wurzel ערם findet sich sonst in den beiden Bedeutungen: listig, verschlagen, wie sogleich im nächsten Vers, und ערמה: Getreidehaufen. Die Zusammengehörigkeit dieser beiden Begriffe lässt sich leicht finden. Analogie dafür bietet תחבולה von הבל, Schnur, womit Dinge miteinander verbunden, oder Strick, womit Dinge herangezogen werden. Der Strick selbst besteht aus einzelnen dünnen, an sich schwachen, mit einander verbundenen Fäden. Jeder klug angelegte Plan ist eine Verbindung von einzelnen Veranstaltungen, um einen fernliegenden Zweck herbeizuführen. Ohnehin wird der Begriff: denken im Hebräischen durch den Begriff: verbinden ausgedrückt; so: חשב denken, und חשב האפור, die Latze, der Gurt des Ephod. In ähnlicher Weise wäre auch der Begriff Klugheit, List, aus dem Begriff des Haufens abzuleiten. ערמה ist eine ערמה: eine Anhäufung von Gedankenkörnern, die zuletzt in eine Spitze ausgeht. Der Verschlagene übt lauter Dinge, die man nicht beachtet; das einzelne Körnchen ist unbedeutend, allein zusammen machen sie den Haufen. (Mit ערם, Haufen, ist ארם die Wurzel von ארמון, ein hochaufgeführtes Gebäude, und mit ערם, List, חֵרֶם, das aus einzelnen Maschen zum Fange verbundene Netz, verwandt). Schwierig aber bliebe es, wenn von ערם, nackt, die Wurzel ערם wäre, diese Verwandtschaft mit den obigen Begriffen einzusehen. — Vielleicht daher ist von ערום, nackt, die Wurzel עור, auch ja nackt, הביט אל מעוריהם ,עורה פשוטה und sonst. Tritt ja das נח deutlich in עירמים, Kap. 3, 7 hervor. Für den Übergang des ָ in: mit den Suffixen, obgleich in ihm das נח der rad. ruht, böte, z. B. זָדון von זוד eine Analogie, das im stat. Constr. זדון heißt , obgleich im Plur. das נח in זֵרונים markiert hervortritt. Ebenso יְמֵי יָמים ,יום. Das ם wäre Suffix der subst. Form wie פִדיום. Der Satz ואת עֵרום ועריה spricht ohnehin dafür, wie schon רדק in שרשים bemerkt, daß es Substantiv sei. Es kann also die Wurzel עור sein, und wir hätten עור: nackt, wach, und Haut, Grundbedeutung: für äußere Eindrücke empfänglich sein. Je tiefer der Schlaf, desto weniger kann die äußere Welt auf uns einwirken. So wie wir wach werden, tritt Wahrnehmung ein. Nun ist das allgemeinste Sensorium die Haut, das Organ des Tastsinnes. Durch sie nimmt der ganze Mensch Eindrücke auf. Im Schlaf tritt die Seele des Menschen gleichsam von der Peripherie in das Innere zurück; wie der Mensch wach wird, so tritt sie gewissermaßen wieder hinaus auf ihre Vorposten, bis in die Haut. Dieser Gedanke ist im Hebräischen so geläufig, daß ohnmächtig werden התעטף רוח heißt: der Geist verhüllt sich, tritt zurück. Im wachenden Menschen ist der Geist bis in den Fingerspitzen. Derjenige Mensch, der eigentlich nur auf den Tastsinn angewiesen ist, zu dem die sichtbare Welt nur durch den Tastsinn Zutritt hat, heißt עִוֵר, der Hautmensch, blind.