Bibbia Ebraica
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Commento su Deuteronomio 31:20

כִּֽי־אֲבִיאֶ֜נּוּ אֶֽל־הָאֲדָמָ֣ה ׀ אֲשֶׁר־נִשְׁבַּ֣עְתִּי לַאֲבֹתָ֗יו זָבַ֤ת חָלָב֙ וּדְבַ֔שׁ וְאָכַ֥ל וְשָׂבַ֖ע וְדָשֵׁ֑ן וּפָנָ֞ה אֶל־אֱלֹהִ֤ים אֲחֵרִים֙ וַעֲבָד֔וּם וְנִ֣אֲצ֔וּנִי וְהֵפֵ֖ר אֶת־בְּרִיתִֽי׃

Perché quando li avrò condotti nel paese che giurai ai loro padri, scorrendo con latte e miele; e avranno mangiato il loro ripieno e cerato il grasso; e si rivolse ad altri dei, li servì, mi disprezzò e spezzò la mia alleanza;

Rashi on Deuteronomy

ונאצוני means AND THEY WILL PROVOKE ME TO ANGER. So, too, every form of the root נאץ denotes anger.
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Rabbeinu Bahya

ואכל ושבע ודשן ופנה אל אלוהים אחרים, “and will eat, be sated, and grow fat, and turn to strange gods.” This demonstrates that this paragraph speaks about conditions during the first Temple. During that era the Israelites ate, and grew fat and also practiced idolatry. They primarily served idols known as Baalim. This is the meaning of ועבדום ונאצוני והפר את בריתי, “and they will serve them and provoke Me and breach My covenant.”
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Rav Hirsch on Torah

VV. 20 u. 21. כי אביאנו וגו׳ והיה וגו׳. Die beiden Verse bilden ein Satzgefüge. Dass der Abfall mit seinen Folgen bevorstehe, ist VV. 16 — 18 ausgesprochen. Hier wird nun gesagt, welche Wirkung die שירה für die zu erwartende Zukunft haben werde. Wenn nun die eben vorausgesehene Zukunft, der Abfall und die Leiden, eingetroffen sein wird, dann וענתה וגו׳. Mit ואכל ושבע ודשן, wird aber noch der Umstand entüllt, aus welchem der Abfall — trotz der תורה und שירה — hervorgehen wird, so dass תורה und שירה den Abfall wohl heilen, nicht aber verhindern werden, und dieser Umstand ist: die aus dem Überfluss sich erzeugende sinnliche Üppigkeit. Das geistig sittliche Regime, mit welchem die תורה auch die sinnliche Leiblichkeit des Menschen heiligend umschränkt, behagt einer überwuchernden üppigen Sinnlichkeit nicht. Ihr sagt das Heidnische, die Ungebundenheit eines die Sinnlichkeit vergötternden Götterkults viel mehr zu, dem gegenüber das im Gottesbunde zu findende sittliche Lebensglück seinen Wert verliert ( ונאצוניsiehe Bamidbar 14, 11), und so bricht es den Gottesbund. Mit diesem ואכל ושבע ודשן ופנה ist die Klippe bezeichnet, an welcher wiederholt Israels Treue und damit Israels Glück gescheitert; hier, in der Gott und seinem Gesetze in Glück und Überfluss zu bewahrenden Treue, liegt die Aufgabe, deren endliche, wirkliche Lösung auch heute noch erst einer Zukunft angehört, die dann für die endliche unverlierbare Erlösung gereift sein wird. Dann erst wird das Glück bei uns einkehren, ohne unsere Pflichttreue gegen Gott und sein Gesetz zu gefährden, dann wird aus dem Schoße eines reichgesegneten Zustandes nur eine um so vollere, durch keine Beschränkung gehinderte oder verkürzte Verwirklichung der von Gottes Gesetze gestellten Aufgaben hervorgehen. Daher wird oben Kap. 30, 8 — 10 in der Verheißung dieser endlichen Zukunft nach der durch Rückkehr zur Gesetzestreue (V. 8) zu erzielenden Rückkehr eines reich gesegneten Glücks (V. 9) die Rückkehr zur Gesetzestreue in noch erhöhtem vollerem Maße (V. 10) wiederholt, als eine Errungenschaft, die dann durch das wiedergekehrte Glück nicht gefährdet, vielmehr zu ewiger vollendeter Entfaltung gelangen wird.
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Rav Hirsch on Torah

והיה כי תמצאן אתו dann, im Leid, wenn infolge seines Abfalls es viele und "den ausschweifenden Sinn durch Beschränkung auf sich zurückführende" Leiden (das sind ja buchstäblich צרות, nach den Akzenten ist וצרות in diesem Verse Adjektiv) treffen, dann wird die von der שירה getragene תורה ihre Wirksamkeit am Volke üben, dann unter Einfluss dieser שירה, wird es nicht "seinen Gott" wegen seines Geschickes anklagen, dann wird der Inhalt dieser שירה im Namen Gottes immer und wieder als sein Ankläger vor es hintreten und es zur gerechten Würdigung seines Geschickes und infolge dessen zu Gott und seiner Pflicht im Laufe der Zeiten zurückführen.
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Rav Hirsch on Torah

כי לא תשכח מפי זרעו, wenn uns das ואכל ושבע ודשן ופנה אל אלהים אחרים die Schattenseite in Israels geschichtlicher Erscheinung und die Klippe seines Volkesglücks entüllt, so enthüllen uns diese Worte: כי לא תשכח מפי זרעו das Geheimnis seiner ewigen völkergeschichtlichen Existenz und endlichen Erfüllung seiner Sendung. Wie tief auch sein Fall und wie weitab seine Verirrung, eins wird unter allen Wechselfällen ihm bleiben, eins es durch die dunkelsten Gänge seiner Leiden begleiten, und das ist: die תורה. Und selbst, wenn es einmal der ganzen תורה den Rücken gewendet, wird die שירה von der תורה, das seine Bestimmung und Aufgabe ihm bezeugende und sein Geschick von diesen aus ihm deutende Gotteswort ihm bleiben, und dieser unverlierbare geistige Gottesfunke wird genügen, um den Geist immer wieder der תורה zuzuwenden und die Gemüter wieder für ihre Lehren und Aufgaben zu erwärmen und damit die Lebensseele wach zu halten, die dieses Volk nicht sterben lässt, die es stark macht allem äußeren Druck gegenüber und ihm unter allem äußeren Missgeschick den klaren Blick und den heiteren Sinn und das warme Herz und die offene Hand erhält, welche es bis zur endlichen vollen Lösung seiner volksgeschichtlichen Aufgabe in so eigenartiger Sendung alle Zeiten durchdauern lassen — "כי לא תשכח מפי זרעו", diese Verheißung sichert, dass Israel nie zum völligen Verluste seiner Bestimmung, nie zum völligen Vergessen seiner Sendung gelangen, dass es bis ans Ende der Zeiten "das Volk der Bibel", und in ihm ein gottgeschütztes geistiges Prinzipium bleiben werde, von dem aus sich seine geistige Auferstehung immer wieder vollzieht.
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Rav Hirsch on Torah

Sanhedrin 90b wird in V. 16 — das וקם auch hinaufgelesen: הנך שכב עם אבתיך וקם eine Andeutung der einstigen Auferstehung der Toten, תחית המתים, gefunden. Nach Joma 52 b wäre dies eine der fünf Stellen, die hinsichtlich eines Wortes (von den Akzenten abgesehen, ריטב׳׳א daselbst) es unentschieden ließen, ob es hinauf oder hinunter zu lesen wäre, חמש מקראות בתורה שאין להן הכרע, nämlich: שאת ארור מחר משוקדים וקם (Bereschit 4, 7; daselbst 49, 7; Schmot 17. 9; daselbst 25, 34; Dewarim 31, 16), und zwar wäre nach ׳תוספו daselbst damit die Frage gestellt, die betreffenden Worte entweder nur hinauf oder hinunter zu lesen, nicht aber, wie z. B. Wajikra 25, 37, siehe daselbst, die Worte auch als zu dem Vorhergehenden und Nachfolgenden gehörig zu interpretieren. Diese von ׳תוספו wiederholt gegebene Auffassung bietet erhebliche Schwierigkeiten, da auch, von den Akzenten abgesehen, nur die beiden Stellen Schmot 17. 9 u. 25, 34 ein solches Entweder-Oder zulassen, Bereschit 4, 7 aber die Konstruktion ein Lostrennen des Wortes von dem Vorhergehenden ebenso wenig gestattet, wie daselbst 49, 7 oder in unserer Stelle ein Lostrennen des Wortes von dem Nachfolgenden. וקם in unserer Stelle nur hinaufgelesen, bliebe ja העם הזה völlig ohne Prädikat. Man wäre daher versucht, das אין להן הכרע dahin zu verstehen, dass die Frage wäre, ob das betreffende Wort nur zu einem der Sätze oder nicht vielleicht als zu beiden gehörig zu interpretieren, unsere Stelle daher entweder nur וקם העם הזה oder auch הנך שכב עם אבתיך וקם וקם העם הזה zu lesen wäre. In der Tat scheinen auch ר׳ יהושע und ר׳ שמעון בן יוחאי Sanhedrin 90 b das וקם als zu הנך שוכב und zu העם הזה gehörig zu interpretieren: מנין שהב׳׳ה מחיה מתים ויודע und תורת חיים .מה שעתיד להיות שנא׳ הנך שוכב עם אבותיך וקם העם הזה וזנה מהר׳׳שא ח׳׳א erklären diese Stelle Sanhedrin 90 b abweichend von תוספו׳ in diesem Sinne. (Ohnehin gestatten wir uns zu bemerken, dass ר׳ יהושע ebenso wie ר׳ אלעזר המודעי auch hinsichtlich der Stelle Schmot 17, 9 nicht איסי בן יהודה׳s Ansicht ist. Siehe מכילתא daselbst, weshalb auch eine Nichtübereinstimmung hinsichtlich der anderen Stellen möglich, und sich auch dadurch die von תוספו׳ ישנים Joma 52 b ד׳׳ה וקם bemerkte Schwierigkeit lösen dürfte.)
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Rav Hirsch on Torah

Vergegenwärtigen wir uns den ganzen Inhalt der mit V. 16 eingeleiteten Enthüllung von Israels nächster und fernster Zukunft, so dürfte eine diesen einleitenden Worten eingeschlossene Hindeutung auf die Auferstehung der Toten einen tiefinnigen Zusammenhang mit diesem Inhalt bieten. Wie das leibliche Sterben eines Menschenindividuums kein ewiger Tod ist, vielmehr dem scheinbar für immer erstorbenen Leibe ein nicht in die Verwesung mit eingehendes Etwas bleibt, von dem aus der einstige Gottesruf die Auferstehung gestaltet: so führen alle Grabesgänge des jüdischen Volkes nur scheinbar zu dessen ewigem Völkertode. אני ישנה ולבי ער. Es scheint einen Todesschlaf zu schlafen, aber sein Herz bleibt wach. Wenn auch zu Atomen durch alle Enden zerstiebt, wenn auch zeitlich seinem hohen Berufe absterbend, ein geistiges Element אשר לא תשכח מפי זרעו bleibt unverlierbar sein eigen, das "Buch der Bücher" bleibt sein ewiges Ureigentum, und der Geist, der zu ihm daraus spricht, er wird sein Wanderlied in seinen Wanderrasten durch die Zeiten זמירות היו לי חקיך בבית מגורי, er wird sein Nachtgesang in den Nächten seiner Exilesleiden וכלילה שירה עמי, bis er einst mit weckender Sangesmacht alle schlummernden Geister, alle ersterbenden Gemüter der alten Wahrheit mit frischem Lebensmut zuführt, und aus dem Grabe der Vergangenheit das "Volk der Bibel", zu neuverjüngtem Leben ersteht. וענתה השירה הזאת לפניו לעד כי לא תשכח מפי זרעו.
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Rav Hirsch on Torah

כי ידעתי את יצרו וגו׳. — Das, was das Menscheninnere an Gedanken, Vorstellungen, Wünschen, frei gestaltet, die dann die Leiter seiner Handlungen werden. Siehe Bereschit 8, 21. Welche Richtung von seinem Innern zu erwarten ist, das hat es bereits in seiner vierzigjährigen Wanderung in Gutem und Schlechten gezeigt. Es ist schwer für das Gute dauernd zu gewinnen und behält selbst im tiefsten Verfall einen Zusammenhang mit dem Guten, von dem aus seine Wiedererhebung zu erwarten ist. Sowohl das ופנה אל אלהים אחרים als das לא תשכח מפי זרעו liegt bereits in seiner Gegenwart klar. Daher die Bestimmung der שירה.
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