וַתִּקְטַן֩ ע֨וֹד זֹ֤את בְּעֵינֶ֙יךָ֙ אֲדֹנָ֣י יְהוִ֔ה וַתְּדַבֵּ֛ר גַּ֥ם אֶל־בֵּֽית־עַבְדְּךָ֖ לְמֵֽרָח֑וֹק וְזֹ֛את תּוֹרַ֥ת הָאָדָ֖ם אֲדֹנָ֥י יְהוִֽה׃
E questa era ancora poca cosa ai tuoi occhi, o Signore Dio, e hai parlato anche della casa del tuo servo per un lontano avvenire; e questa è forse la maniera dell'uomo, o Signore Dio?
Rav Hirsch
אשר יעשה אותם האדם וחי בהם. Es heißt nicht: אשר תעשו אותם ותחיו בהם, sondern: אשר יעשה אותם האדם וחי בהם, und zwar nicht אדם, sondern: האדם, d. h. jeder, der den hohen in diesem Urbegriff der Menschenbestimmung (siehe zu Bereschit 1, 26) ausgesprochenen geistigen und sittlichen Menschencharakter durch Erfüllung der göttlichen Lebensordnungen in sich und an sich zu verwirklichen anstrebt. Daher in ת׳׳כ die bedeutsamen Sätze: מנין אפי׳ נכרי ועושה את התורה הרי הוא בכ׳׳ג ת׳׳ל אשר יעשה אותם האדם וחי בהם, וכן הוא אומר וזאת תורת הכהנים והלוים וישראל לא נאמר כאן אלא וכן הוא אומר פתחו שערים ויבאו כהנים ולויים ,(Sam. II.7, 19) וזאת תורת האדם ד׳ אלקים וכן הוא אומר זה השער, (Jes.26, 2) יישראלים לא נאמר אלא ויבא גוי צדיק שומר אמונים וכן הוא אומר רננו, (Ps.118, 20) לד׳ כהנים לויים וישראלים לא נאמר אלא צדיקים יבאו בו וכן הוא אומר, (Ps.33, 1) כהנים לויים וישראלים לא נאמר כאן אלא רננו צדיקים כד׳ (Ps. 125, 4) הטיבה ד׳ לכהנים ללויים ולישראלים לא נאמר כאן אלא הטיבה ד׳ לטובים הא אפי׳ גוי ועושה את התורה הרי הוא בכהן גדול, d. h.: "Selbst ein Nichtjude, der das göttliche Gesetz erfüllt, steht dem Hohepriester gleich; denn es heißt: welche der Mensch erfüllt und Leben durch sie gewinnt. So heißt es auch: Dies ist die Lehre des Menschen, und nicht: die Lehre der Priester, Leviten und Israels. Ebenso: Öffnet die Pforten, daß Priester, Leviten und Israel eingehen, heißt es nicht, sondern: daß ein gerechtes, die Treue bewahrendes Volk eingehe. Ferner: Dies ist die Pforte zu Gott, Priester, Leviten und Israel, heißt es nicht, sondern: Gerechte gehen in sie ein. So auch: Jauchzet Priester, Leviten und Israel, heißt es nicht, sondern: Jauchzet Gerechte in Gott. Endlich: Tue Gutes, Gott, den Priestern, Leviten und Israel, heißt es nicht, sondern: Tue Gutes, Gott, den Guten! Aus allem diesen folgt, daß selbst ein Nichtjude, der das Gottesgesetz erfüllt, dem Hohepriester gleichsteht". Leben, Lehre, Gottesnähe, Glückseligkeit und Heil ist somit nicht nur für Israel mit dieser Gesetzeslehre eröffnet, sondern jedem, jedem, der seine Welt- und Menschenanschauungen und Lebensgrundsätze aus ihr schöpft und durch Erfüllung ihrer חוקים und משפטים sich zur Höhe reinen Menschtums erhebt, ist damit die höchste, dem Menschen erreichbare Stufe der Vollendung und Glückseligkeit in der Gottesnähe zugesichert.