시편 106:37의 인용 해설

וַיִּזְבְּח֣וּ אֶת־בְּ֭נֵיהֶם וְאֶת־בְּנֽוֹתֵיהֶ֗ם לַשֵּֽׁדִים׃

저희가 그 자녀로 사신에게 제사하였도다

Rav Hirsch

V. 17. שדים .יזבחו לשדים וגו׳ kommt in תנך nur hier und, auf dieselbe Verirrung zurückblickend, (Ps. 106, 37) vor. ויזבחו את בניהם ואת בנותיהם לשדים. Wurzel von שד ist שוד, verwandt mit שוד .שדד kommt nur noch einmal, für den Begriff שד aber sehr bezeichnend, vor: מקטב ישוד צהרים (Ps. 91b). Während שדד mehr eine mechanische Plünderung und Zerstörung bedeutet, weist שוד auf die zerstörende Wirkung einer unsichtbaren Kraft hin. שדים sind unsichtbare, dem Blühen und Gedeihen schadende Kräfte, לא אלה die selbst in der Vorstellung des Völkerwahns nicht mit Göttermacht bekleidet sind, אלהים לא ידעום für welche auch ihnen keine zu irgend welcher Vergötterung veranlassende Erfahrung gegeben ist, חדשים מקרוב באו Wahngeburten neuester, jüngster Entdeckung oder Erfindung, לא שערום אבותיכם, vor denen selbst euren Voreltern vorabrahamitischer, polytheistischer Vergangenheit nie gegraut. – Es gibt nur eine Überzeugung, die Überzeugung von Gott, dem Einzig-Einen und seiner unmittelbaren Bundesnähe mit den Ihm huldigenden Menschen, welche den Menschen aufrichtet und emporhebt über alle anderen Mächte zwischen Himmel und Erde und ihn frei macht von jeder Furcht und jedem entwürdigenden, entsittlichenden Zittern vor wirklichen oder eingebildeten, seinem Gedeihen feindlichen Mächten. Aus dem Dienst des Einzig-Einen hinausgetreten, verliert das Menscheninnere allen Halt, und der Wunder wie frei sich Dünkende verfällt dem Zittern vor allen wirklich die auf sich gestellte Menschenmacht überragenden Mächten der Natur- und Schicksalsgewalten, wie vor allen Wahngeburten einer der Natur und Welt vermeintlich ihre Geheimnisse ablauschenden Deutung. Unter dem Wahrheitsstrahl des Einzig-Einen steht ihm alles im Sonnenlichte einer von einer Macht der Weisheit und Güte durchleuchteten Welt, in welcher alles, selbst über Nacht und Tod, über Schmerz und Untergang einem höhern Sein des Daseins und des Lebens, der Kraft und der Freude, der Unsterblichkeit und Ewigkeit zugeführt wird, und in welcher, durch seine nähere Kindschaft mit dem Einzig-Einen und seinem Ihm zugewandten Pflichtleben, der Mensch, schon in seinem Jetzt- und Hiersein mit seinem Vater verbunden, an der Hand seines Einzig-Einen selbst über Nacht und Tod dem Lichte und dem Leben heiter in ungetrübter Seligkeit entgegenzuwandeln vermag.
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