וַיֵּרָ֧א יְהוָ֛ה בָּאֹ֖הֶל בְּעַמּ֣וּד עָנָ֑ן וַיַּעֲמֹ֛ד עַמּ֥וּד הֶעָנָ֖ן עַל־פֶּ֥תַח הָאֹֽהֶל׃ (ס)
여호와께서 구름 기둥 가운데서 장막에 나타나시고 구름 기둥은 장막 문 위에 머물렀더라
Radak
ואתה תמשול בו, he will have control over you only if you do not actively remove him (it) from your presence. If you want to, you can control it, govern it, resulting in your humbling it before you. By saying these words G’d demonstrated to Kayin the immense power inherent in his possessing free choice. Moses repeated this thought at the end of his life when in his parting speech he said to the Jewish people (Deut. 30,15) ראה נתתי לפניך היום את החיים ואת הטוב ואת המות ואת הרע. “See here, I have placed before you this day life, and the good, or death and the evil.” Moses added the admonition: ”choose the life!”
Rav Hirsch
Nicht: כי לאה שנואה, daß Lea gehasst, sondern: כי שנואה לאה daß die Gehasste von beiden, d. h. die Mindergeliebte Lea war. So האחת אחובה והאחת שנואה Es ist tief bedeutsam, daß der eigentliche Kern des — (Dewarim 31, 15) jüdischen Volkes nicht diejenige zur Mutter hat, die Jakob — so weit der heilige Text erzählt — zunächst nur nach dem sinnlichen Eindruck ihrer größeren äußeren Schönheit gewählt hatte, und daß Gott gerade die sich zurückgesetzt Fühlende die Hauptstammmutter seines Volkes werden ließ. Zeigen uns ja die Namen, welche diese Mindergeliebte ihren Söhnen gab, wie sie gerade in dem Gefühle der Zurücksetzung um so heißer von dem Gefühle der Gattenliebe durchdrungen ward, sich zur vollsten beglückenden und beglückten Würdigung des Mutterberufs für die Bestimmung des Weibes und die Beglückung der Ehe emporschwang, und sich für beide an das Vertrauen auf die alles sehende und hörende Gegenwart Gottes in der Ehe anklammerte. Die Liebe ihres Mannes war ihr Ziel, und mit jedem Kinde, das sie ihm geboren, hoffte sie einen Baustein mehr zum Grundbau dieser Liebe zu besitzen, und erfuhr die Verwirklichung dieser Hoffnung. Was der Braut und Gattin versagt war, der Mutter seiner Kinder gelang es ganz. Und so wurden die Stämme des jüdischen Volkes unter dem Sonnenstrahl der wärmsten und reinsten Gatten- und Mutterliebe und des hingehendsten Hinaufblickes zu Gott empfangen und geboren, gepflegt und erzogen, und in ihren Namen dem jüdischen Volke alle die heiteren und ernsten Güter und Geister verewigt, die das Glück der jüdischen Ehen und Häuser bedingen — wie wir dies bereits im Jeschurun, zehnter Jahrgang S. 339 f. niedergelegt. Und gerade Lea, der Betrübten, war es beschieden, die heitersten Seiten der Ehe und des Hauses zu erfahren und zu verewigen, während Rahel, der Glücklichen, die ernsten beschieden waren.