Komentarz do Powtórzonego Prawa 21:8
כַּפֵּר֩ לְעַמְּךָ֨ יִשְׂרָאֵ֤ל אֲשֶׁר־פָּדִ֙יתָ֙ יְהוָ֔ה וְאַל־תִּתֵּן֙ דָּ֣ם נָקִ֔י בְּקֶ֖רֶב עַמְּךָ֣ יִשְׂרָאֵ֑ל וְנִכַּפֵּ֥ר לָהֶ֖ם הַדָּֽם׃
Wybacz ludowi Twemu, Israelowi, któryś wyzwolił Wiekuisty, a nie dopuszczaj krwi niewinnej wpośród ludu Twego, Israela, - i niechaj wybaczoną im będzie ta krew!"
Rashi on Deuteronomy
ונכפר להם הדם AND THE BLOOD SHALL BE PARDONED THEM — Scripture announces to them that when they have done this (the ceremony prescribed) their sin will be forgiven (Sotah 46a).
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Sforno on Deuteronomy
כפר לעמך, Please Lord, grant atonement to Your people, on behalf of the one who has spilled the blood. This is a veiled request to bring the murderer to justice as it is not given to man to do this. Compare Ketuvot 30 “if someone is guilty of judicial execution (and human justice did not reach him) he will either be killed by the secular authorities (for something else he is accused of) or terrorists will attack him.”
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Tur HaArokh
אשר פדית, “whom You have redeemed.” This is a reference to the Exodus from Egypt. The reminder of this event may be in place, Moses reassuring the people that just as G’d had redeemed them from Egypt, although they had been burdened with many sins, so He will, in His loving kindness, forgive them for any negligence on their part which might have facilitated this foul deed by a person unknown.
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Rabbeinu Bahya
כפר לעמך, “grant atonement for Your people.” According to Pessikta (and Sifri) on our verse the word כפר refers to the living who can attain atonement by means of their money. The words פדית, “whom You redeemed,” refer to the already dead who will achieve their atonement by charity given by the living (in their name). The verse teaches that the donations made to the Temple treasury by the living on behalf of their dead accomplish something. This is so in an increased measure if the son donates in his father’s name; it is considered a merit for the departed father. The same applies to the recital of Kaddish by the son for his father. The concept is based on the fact that the son “eats” the “fruits” of his father. The same applies to the son acting as reader in the synagogue during his year of mourning. There is a Baraitha in Massechet Kallah Rabbati chapter 2 involving Rabbi Akiva rescuing the soul of a departed from purgatory through the son becoming pious, etc., although the father of that child had been the worst kind of sinner.
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Rav Hirsch on Torah
V. 8. כפר לעמך, wie bereits bemerkt, sind es die כהנים, die diese Bitte um כפרה aussprechen. Indem aber die Priester nicht bei der עריפה fungieren, sondern erst dem Reinigungsbezeugnis der זקנים assistieren und erst nach diesem die Bitte um כפרה aussprechen, so ist damit evident, dass nicht sowohl die עריפה, als vielmehr dieses Bezeugnis es ist, auf dessen Grund die Sühne erhofft und erbeten wird.
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Chizkuni
כפר לעמך ישראל, “forgive Your people Israel!” They ask forgiveness for not having provided adequate security on the streets leading to their town so that this kind of murder could not have occurred and the perpetrator escaping with impunity. (Ibn Ezra)...
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Sforno on Deuteronomy
ונכפר להם הדם, it will be atoned through heavenly judgment, the heavenly agent spilling the murderer’s blood accomplishing this. It will appear in the eyes of man as if the matter had taken care of itself independently. [one cannot pinpoint why the party concerned died a violent death, not knowing what he had been guilty of. Ed.]
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Rav Hirsch on Torah
לעמך אשר פדית. Bedeutsam wird bei dieser כפרה-Bitte auf den Erlösungsursprung der Nation zurückgeblickt. ולקחתי אתכם לי לעם lautete von vornherein die Bestimmung, für welche sie erlöst werden sollten (Schmot 6, 7), Gott ein Volksleben aufzubauen, ein soziales Leben zu entfalten, das in jeder Fuge von Gottes Willen getragen, von Gottes Geist durchdrungen, die ganze positive und negative Größe eines unter Gottes Herrschaft in Recht und Liebe sich gestaltenden Volkslebens zur Verwirklichung bringt; לי לעם: "Gott zum Volke", das ist das "עמך", auf welches die -כפרהBitte hinblickt, das עם ד׳ bewährt sich als עם ד׳, wenn seine Vertreter in seinem Namen einer solchen Leiche gegenüber sprechen können: ידינו לא שפכה את הדם הזה "wenn auch ein Verbrechen in unserer Mitte begangen worden, die Gesamtheit ist frei von solchem Verbrechen!"
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Chizkuni
אשר פדית, “just as You have liberated the people of Israel from Egypt in spite of their shortcomings, exonerate us from any responsibility in the killing of this unknown individual.” Do not burden Your people with the guilt of shedding innocent blood.
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Rav Hirsch on Torah
Noch tiefer fasst ein Wort in Horiot 6 a diesen Hinblick auf die aus Mizrajim Erlösten bei diesem Anlass: ראויה כפרה זו שתכפר ,כפר לעמך ישראל אשר פדית ד׳ על יוצאי מצרים, "diese כפרה ist geeignet, noch rückwärts bis auf die ersten aus Ägypten erlösten Geschlechter Sühne zu bringen!" Wann auch immer einst das jüdische Geschlecht da stehen wird, dem es schwer auf das Gesamtgewissen fiele, wenn auch nur einer seiner Genossen aus Not zum Verbrechen greifen müsste, und dessen Vertreter mit Seelenruhe an der Leiche eines erschlagenen Menschen öffentlich vor Gott das große Wort zu sprechen vermögen: ידינו לא שפכה את הדם הזה, "bei uns braucht keiner aus Not zum Verbrechen zu greifen!" so ist dieser Triumph des von Gott gelehrten Gesetzes des Rechts und der Liebe ein so großer, dass, was auch immer die vergangenen Geschlechter bis zu den aus Ägypten erlösten hinauf gesündigt haben mögen, sie als Stammväter solcher Enkel Sühne finden. Das זכות eines solchen Recht- und Liebestaats ist so groß, dass es noch rückwärts alle vergangenen Geschlechter, aus deren Wurzel er emporgewachsen, geistig und sittlich adelt.
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Rav Hirsch on Torah
Daran knüpft sich denn noch der weitere Gedanke von der Unsterblichkeit einer nationalen Gesamtheit, אין מיתה בצבור. In jeder nationalen Gegenwart sind alle bereits irdisch heimgegangenen Geschlechter noch lebendig gegenwärtig. Wie die Frucht am Palmenwipfel von dem Fruchtadel der ersten Wurzelfaser zeugt und in der Wipfelfrucht die Wurzelfaser ihre Siege feiert: so ist die Nation ein solcher in זכות אבות wurzelnder Baum und in dem זכות der spätesten Enkel feiert noch das זכות der frühesten Väter seine Siege. Daher, wie dort weiter entwickelt wird, findet der Begriff: חטאת שמתו בעליה (Wajikra zu Kap. 4, 24) bei קרבנות צבור keine Anwendung.
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Rav Hirsch on Torah
ואל תתן דם נקי בקרב עמך ישראל. Vergl. ואל תתן עלינו דם נקי (Jona 1, 14). lasse nicht das unschuldig vergossene Blut in die Mitte deines Volkes fallen, d. h. nachdem die Gesamtheit sich von jeder auch nur indirekten Teilhaberschaft an dem Verbrechen freigesprochen, so lasse nichts von der Schuld eines solchen Einzelverbrechens in ihren Folgen auf die Gesamtheit fallen.
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Rav Hirsch on Torah
ונכפר להם הדם ist nicht Fortsetzung der Rede, sondern von dem Gesetze ausgesprochene Verheißung, mit Vollziehung dieser Institution werde ihnen der Vorgang gesühnt. ונכפר ist eine aus התפעל und נפעל kombinierte Form: das Blut sühnt für die Gesamtheit sich selbst und wird durch sie gesühnt, d.h. durch die Schuldlosigkeit, die für die Gesamtheit in dem Vorgange selbst liegt, und durch die Art und Weise, wie die Gesamtheit denselben aufgenommen und wie sie das für sie dabei Gesetzliche vollzogen und gesprochen, wird ihnen die Sühne bewirkt.
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Rav Hirsch on Torah
Indem hier an den Vollzug der Institution כפרה geknüpft wird, so erhält diese Institution, obgleich עגלה ערופה in keiner Weise einen קדשים-Charakter trägt, dennoch einige Seiten dieses Gebietes; כפרה כתיב בה כקדשים. Daher darf sie nicht טריפה sein, obgleich, wie oben bemerkt, מום ihre Tauglichkeit nicht hindert (Chulin 11 a. — Diese Stelle im Babli scheint dem כ׳׳מ zu הל׳ רוצח 10, 2 entgangen zu sein). Daher ist sie schon מחיים אסור בהנאה und zwar von dem Augenblick ihrer Hinabbringung zum harten Grund, ירידתה לנחל איתן אוסרתה (Kiduschin 57 a; — dass sie auch nach geschehener Tötung אסור bleibt, siehe oben V. 4); daher muss ihre ganze Prozedur am Tage geschehen, כל היום כשר לעריפת העגלה (Megilla 21 b u. 21 a); daher endlich wirkt עריפה bei עגלה ganz so wie מליקה bei חטאת ועולת עוף in Beziehung auf לטהרה מידי נבלה (Sebachim 70 b).
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Rav Hirsch on Torah
Es bliebe uns nur noch der Gedanke zu suchen, der durch das Töten der עגלה im נחל איתן seinen Ausdruck finden dürfte.
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Rav Hirsch on Torah
Erwägen wir, dass die in Worten auszusprechende Bezeugung der Stadtältesten dem Wortlaute des Textes gemäß und nach der Auffassung der babylonischen Weisen nur eine Reinigung von dem jedenfalls tiefer liegenden Verdachte einer indirekten Miturheberschaft an dem Verbrechen ausspricht, dagegen die zunächst sich aufdrängende Vermutung einer aus Gleichgültigkeit hervorgehenden Lässigkeit in Rechtsverfolgung des Verbrechers darin keine Widerlegung findet, so würde die Auffassung natürlich nahe liegen, in dem Akte der עריפת העגלה eben den symbolischen Ausdruck des vollen Ernstes zu finden, mit welchem die jüdische Gesamtheit und deren Vertreter das Verbrechen des Mordes und Totschlags würdigen, so dass die עגלה eben den Täter und die an ihr zum Vollzug kommende Handlung und deren Folgen die an die Tat sich knüpfenden Wirkungen vergegenwärtigten, wenn der Wortlaut einer Agada (Sota 46 a) in der עגלה nicht sowohl die Vergegenwärtigung des Täters, als die des Erschlagenen zu erblicken schiene. Es heißt dort nämlich: מפני מה אמרה תורה הביא עגלה בנחל אמר הב׳׳ה יבא דבר שלא עשה פירות ויערף במקום שאין עושה פירות ויכפר על מי שלא הניחהו לעשות פירות מה פירות אילימא פריה ורביה אלא מעתה אזקן וסרים ה׳׳כ דלא ערפינן אלא מצות, d. h: Warum, spricht das Gesetz, bringe ein noch nicht mutterfähiges Kalb in einen steinigen Grund? Es sagt damit: ein Wesen, das noch nicht fruchtbar geworden, werde an einem Orte getötet, der nicht fruchtbar wird, und sühne so den, dem man die Möglichkeit geraubt, in Pflichttaten fruchtbar zu werden.
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Rav Hirsch on Torah
Allein die halachische Verhandlung (Sanhedrin 52 b) erblickt offenbar in der Tötung der עגלה ein Vorbild der Hinrichtung eines Mörders, הוקשו כל שופכי דמיה לעגלה ערופה מה להלן בסייף ומן הצואר אף כאן בסייף ומן הצואר אי מה להלן וכו׳ ע׳׳ש, und näher erwogen, dürfte denn doch auch der Agada in Sota keine andere Ansicht zu Grunde liegen. Soll die Sühne des um seine Zukunft Gebrachten zum Ausdruck kommen, so liegt ja nicht darin eine Sühne, dass der an ihm begangene Raub, sondern dass zum Bewusstsein komme, wie derjenige, der ihn seiner Lebenszukunft beraubt, in demselben Augenblicke selber den Anspruch auf das hohe Gut verloren, um welches er ihn gebracht. Wer einen Menschen um seine hieniedige Zukunft gebracht, für den gibt es selber keine hieniedige Zukunft mehr, und kommt er auch dem menschlichen Gerichte nicht zu Händen, die göttliche Waltung vollbringt an ihm das, was sie durch den Arm der menschlichen Gerichte nicht hat zum Vollzuge kommen lassen. Zukunftsarm findet er sein Ende auf zukunftslosem Boden. —
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Rav Hirsch on Torah
Demgemäß dürfte auch in dieser Agada die עגלה nicht den Erschlagenen, sondern den noch lebenden Täter und die Folgen vergegenwärtigen, die aus seiner Tat für ihn erwachsen: jeder Mörder wird im Momente des Mordes eine frucht- und tatenzukunftlose עגלת בקר אשר לא עבד בה ולא משכה בעול, und die Erde unter ihm wird zu einem נחל איתן אשר לא יעבד בו ולא יזרע, und so findet er sein Ende. Vergleiche das an den ersten Mörder gerichtete Wort: כי תעבד את האדמה לא תסף תת כחה לך נע ונד תהיה בארץ. —
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