Bíblia Hebraica
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Comentário sobre Deuteronômio 22:4

לֹא־תִרְאֶה֩ אֶת־חֲמ֨וֹר אָחִ֜יךָ א֤וֹ שׁוֹרוֹ֙ נֹפְלִ֣ים בַּדֶּ֔רֶךְ וְהִתְעַלַּמְתָּ֖ מֵהֶ֑ם הָקֵ֥ם תָּקִ֖ים עִמּֽוֹ׃ (ס)

Se vires o jumento ou o boi de teu irmão caídos no caminho, não te desviarás deles; sem falta o ajudarás a levantá-los.

Rashi on Deuteronomy

הקם תקים [THOU SHALT NOT SEE THY BROTHER’S ASS OR ANY OF HIS HERD FALL DOWN BY THE WAY, AND HIDE THYSELF FROM THEM] THOU SHALT SURELY RAISE UP — This refers to the duty of loading — to re-load the burden that fell from it.
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Tur HaArokh

לא תראה את חמור אחיך או שורו נופלים בדרך, “You must not idly look on while the donkey or ox of your brother collapse under their load;” Nachmanides writes that here Moses adds an additional dimension to what the Torah had already written in Exodus 23,5 where the animal was described as רובץ תחת משאו, ”lying down (impotently) under its load” (overload). Whereas in Exodus only a donkey, an animal that is used to carry heavy loads is mentioned, and the owner is your enemy, so that the Torah’s concern appears to be only the suffering of the beast, here Moses speaks about אחיך, “your brother,” to show that another consideration for offering assistance must be the desire to keep alive the concept that all Jews are to relate to fellow Jews as if they were brothers. The hate relationship must be set aside when even only an animal’s suffering is involved.
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Rabbeinu Bahya

לא תראה את חמור אחיך, “You must not see the donkey of your brother ..fall;” in a similarly worded commandment in Exodus 23,5 the Torah uses the expression חמור שונאך, “the donkey of one who hates you.” The promise contained in our verse is that if you assist your enemy with his falling donkey he will eventually appreciate you and become אחיך, “your brother.” When you assist him he will forget the “hatred” between you and only remember the bond of love that unites brothers.
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Siftei Chakhamim

This refers to loading — to load the burden, etc. Rashi is answering the question: Why does Scripture change the wording? Here it is written, “You must surely lift it up with him,” but in parshas Mishpatim (Shmos 23:5) it writes, “You shall surely help [etc.]” He explains that there it is talking about unloading, to unload the burden, but the section here deals with loading.
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Malbim on Deuteronomy

"You shall not see without...." (Deut 22:4), in parshat Mishpati the language if the verse describes a positive commandment and a negative commandment, as it teaches in the Mechilta: "In Exodus it describes the donkey of someone whom you hate and here the donkey of your kinsman, becuase it is forbidden to hate him. Rather it is only the yetzer hara that brings about hatred between them...
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Ramban on Deuteronomy

In the commandment on assisting someone to lift up his burden, he added a warning thereon constituting a negative commandment [Thou shalt not see thy brother’s ass or his ox fallen down by the way etc.],126Verse 4. for in the Torah He stated Thou shalt surely release it with him131Exodus 23:5. [i.e., by helping to unload the burden] which is a positive commandment [and thus we learn that in failing to render assistance one violates both a positive and a negative commandment].132See “The Commandments,” Vol. II, pp. 254-255. He also adds [here the expression] fallen down by the way,126Verse 4. for there He stated, lying under its burden,131Exodus 23:5. and He mentioned there only the ass131Exodus 23:5. because it commonly carries a great burden and, therefore, is liable to crouch under it. Also, here it says thy brother’s126Verse 4. and there it states thy enemy’s,133Exodus 23:4. and of him that hateth thee,131Exodus 23:5. meaning [here] to say, “Do thus to him [in assisting him], and remember the brotherhood between you and forget the hatred.”
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Rav Hirsch on Torah

V. 4. דרמו אינהו וטעונייהו באורחא :נופלים בדרך .לא תראה וגו׳, sie und ihre Last liegen am Wege und es wird dem Führer der Tiere schwer, ihnen die Last aufzulegen und sie aufzurichten (B. M. 32 a). Es ist hier also von טעינה, von der Hilfeleistung beim Aufladen die Rede, während Schmot 23, 5 von פריקה, der Hilfe beim Abladen spricht. Dort wird überhaupt (Verse 4 u. 5) השבת אבדה und פריקה mehr in Beziehung zum אויב und שונא als eine selbst dem Feinde zu leistende Hilfe und auch mit Hinblick auf צער בעלי חיים, auf die dem Tiere zu zollende Pflicht behandelt. Hier aber steht die Pflicht der Vermögensrettung und der Hilfeleistung als allgemeine, den sozialen Verkehr regelnde Bestimmung. B. M. daselbst lehrt die Halacha: פריקה בחנם טעינה בשכר, dass für Abladen ebenso wie für השבת אבדה keine Vergütung genommen werden darf, für die Hilfe beim Aufladen aber eine Vergütung zu nehmen gestattet ist. Bei השבת אבדה und פריקה liegt die Vermögenseinbuße, die abzuwenden ist, unmittelbar vor. טעינה ist aber zunächst nur die Förderung eines Vorhabens. Darin dürfte das Motiv dieser gesetzlichen Unterscheidung liegen. Die gesetzliche Tatsache aber, dass die Hilfe bei טעינה gegen Vergütung zu leistende Pflicht, dass auch unentgeltliche השבת אבדה nur Verpflichtung des Unbeschäftigten ist, das Gesetz aber den Beschäftigten nicht verpflichtet, seinen Erwerb ohne entsprechende Vergütung hintanzusetzen, erscheint als tief charakteristisch für das jüdische Gesetz über das soziale Pflichtleben. Das jüdische Gesetz ist fern von jener Überschwänglichkeit, die die völlige Hintansetzung des eigenen Selbsts und selbstvergessene Aufopferung als das allgemein normale Prinzip des sozialen Zusammenlebens fordert, und erst da die Tugend beginnen lässt, wo die Aufopferung hervortritt, eine Anschauung, die, weil sie nicht allgemeine Maxime zu werden vermag und in ihrer Verwirklichung vielmehr allen sozialen Verkehr aufheben würde, eben durch ihre Überschwänglichkeit als unpraktisches Ideal erscheint und für den "praktischen" Menschen nur dem nackten Egoismus Raum lässt. Das jüdische allgemein verpflichtende soziale Prinzip lässt die Sorge für die eigene Existenz und Selbständigkeit in ihrer vollen sittlichen Geltung, fordert aber ebenso gebieterisch neben dieser Sorge für sich selbst gleichzeitig und mit gleichem Ernst die sorgende hilfreiche Teilnahme für die Erhaltung des Eigentums und Förderung der Unternehmungen des Nächsten. Die jüdische Wahrheit, die, wie wir dies zu Wajikra 19, 17 entwickelt, in tiefem Grunde auch das Streben für das eigene Selbst allen egoistischen Anhauchs entkleidet aus dem Gesichtspunkte gottgebotener Pflicht begreifen lässt, sie allein konnte in Wahrheit ihr: "Liebe deinen Nächsten wie dich selbst" mit dem Gottessiegel: אני ד׳ besiegeln. Daher konnte auch die Mischna (B. M. 33 a) vom Standpunkte der allgemeinen Rechtspflicht lehren: Wenn gleichzeitig das eigene Gut und das Gut des Nächsten der Rettung bedürfen שלו קודם, fordert das Gesetz nicht die Hintansetzung des eigenen, und erläutert רב יהודה אמר רב dies anlehnend an die Worte des beschränkenden Satzes: אפס כי לא יהיה בך אביון (Kap. 15, 4), שלך קודם לשל כל אדם. Diese Anlehnung dürfte sich gleichwohl nicht so ganz von dem eigentlichen Sinn dieses Satzes entfernen. Eine Theorie, welche die völlige Gleichstellung des eigenen Interesses und des Anderinteresses statuieren wollte, würde in letzter Konsequenz kommunistisch den ganzen Begriff des Eigentums juridisch aufheben und den Staat zum Proletarier machen).
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Chizkuni

או שורו נופלים בדרך, “or his donkey or ox collapsing on the way,” [due to having been overloaded, Ed.] even though the owner is someone who hates you, you must not ignore this, but assist them in helping the animal to get up.
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Rashi on Deuteronomy

עמו [THOU SHALT SURELY UPLOAD] WITH HIM — i.e. with the owner. But if he goes aside and sits down and says to him, “Since it is a duty for you to load it, if you want to load, go ahead and load!” — [“I” am not commanded to do it”], he is exempt from doing it (cf. Bava Metzia 32a).
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Rav Hirsch on Torah

Gleichwohl fügt derselbe רב יהודה אמר רב die mahnende Warnung bei: כל המקיים בעצמו כך סוף בא לידי כך, wer sich nur von diesem Grundsatze leiten lässt, verfällt zuletzt dem Mangel, dem er damit entgehen wollte. Denn dasselbe Gesetz, das uns שורת הדין, die Linie des Rechts für all unser Verhalten zeichnet, mit deren Überschreitung das Unrecht beginnt, dasselbe Gesetz erwartet von dem Adel unserer Gesinnungen, לפנים משורת הדין innerhalb dieser Rechtsgrenze uns selbst zu beschränken, und zur Wohlfahrt des Nächsten, rechtverzichtend, das zu tun, was die Beurteilung der Verhältnisse uns als das הישר ׳והטוב בעיני ד erkennen lässt (siehe zu Kap. 6, 18). Die beiden sich ergänzenden Aussprüche des ר׳ יהודה אמר רב setzt Raschis Erläuterung in das gehörige Licht: לא יהיה כך אביון הזהר מן העניות, zuerst das Eigene zu retten, dafür spricht die Pflicht, sich selber vor Verarmung zu schützen. Allein: כל המקיים בעצמו כך וכו׳ אעפ׳י שלא הטילו עליו הכתוב יש לאדם ליכנס לפנים משורת הדין ולא לדקדק שלי קודם אם לא בהפסד מוכיח ואם תמיד מדקדק פורק מעליו עול ג׳׳ה וצדקה וסוף שיצטרך לבריות, obgleich das Gesetz ihm dies nicht auferlegt, hat doch jeder nicht bis zur strikten Rechtslinie zu gehen und nur da seinem Interesse den Vorgang einzuräumen, wo der Schaden einem solchen Verfahren offenbar das Wort redet. Würde jemand immer so genau rechnen und überall sein Interesse voranstellen, so würde er die ebenso gebotene Pflicht der Liebesund Wohltätigkeit gänzlich von sich abwerfen, und ihm wäre hier verheißen, dass er statt Wohlhabenheit zu erreichen, der Hilfsbedürftigkeit verfallen werde.
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Rav Hirsch on Torah

עמן und ebenso Schmot 23, 5. Die Pflicht der Hilfeleistung liegt nur ob, wenn der der Hilfe Bedürftige mit tätig das Seine leistet. Wenn er aber, ohne schwach oder krank zu sein, הלך וישב לו ואמר הואיל ועליך מצוה אם רצונך לפרוק פרוק פטור, sich müßig abseits setzt und sagt: dir liegt die Mizwapflicht ob, willst du die Mizwa erfüllen, lade ab und auf, so ist der andere nicht verpflichtet, es sei denn beim Abladen aus Rücksicht für das leidende Tier; dann hätte er aber den Anspruch auf Vergütung (B. M. 32 a u. b).
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