וְאִ֛ם הֵאָכֹ֥ל יֵאָכֵ֖ל בַּיּ֣וֹם הַשְּׁלִישִׁ֑י פִּגּ֥וּל ה֖וּא לֹ֥א יֵרָצֶֽה׃
Se for comido no terceiro dia, é abominável; não será aceito.
German Commentary
Dies ist die Regel. Die hier folgende Regel wird im Talmud aus den beiden Schriftstellen Lev. 7, 18 und 19, 7. 8 begründet. Lev. 7, 18 heisst es: „Wenn von dem Fleisch des Friedensopfers am dritten Tage gegessen werden sollte, so wird es nicht wohlgefällig aufgenommen, wer es darbringt, dem wird es nicht angerechnet, Verworfenes ist es, und die Person, welche davon isst, wird ihre Sünde tragen.“ Das אם האכל יאכל kann hier nicht bedeuten, „wenn gegessen wird,“ denn wie sollte das Opfer, nachdem durch das vorschriftsmässige Sprengen des Blutes die Sühne bereits vollzogen ist, dadurch, dass nachher Jemand von dem Fleisch ausserhalb der dafür festgesetzten Zeit etwas isst, rückwirkend wieder als nicht wohlgefällig aufgenommen, als verworfen gelten! Vielmehr kann hier nur von einem solchen Falle die Rede sein, dass bereits vorher die Absicht vorgelegen hat, von dem Fleisch ausserhalb der dafür festgesetzten Zeit zu essen (מחשבת חוץ לזמנו), durch eine solche Absicht wird das Opfer verworfen, dem Darbringer wird es nicht angerechnet, und die Person, die selbst innerhalb der vorgeschriebenen Zeit davon isst, wird ihre Sünde tragen. Was unter dem עונה תשא zu verstehen ist, geht aus Lev. 19, 8 hervor, wo derselbe Ausdruck gebraucht wird und derselbe näher bestimmt wird durch den Zusatz: ונכרתה הנפש ההיא מעמיה. Dieser Schriftvers wird allerdings im Talmud auf das in V. 6 erwähnte wirklich Übriggebliebene bezogen, aber da hier das עונו ישא durch die Strafe der Ausrottung näher bestimmt wird, so wird daraus geschlossen, dass auch unter dem 7, 18 ausgesprochenen עונה תשא die Ausrottungsstrafe gemeint ist. Lev. 19, 7 wird nun das Lev. 7, 18 Gesagte nochmals wiederholt, dort heisst es: „Wenn es aber am dritten Tage gegessen werden sollte, so ist es Verworfenes, es wird nicht wohlgefällig aufgenommen.“ Nach der Regel תנהו ענין — אם אינו עבין wenn wir in der Schrift eine Stelle finden, die für den Fall, auf den sie sich bezieht, überflüssig erscheint, so ist sie dennoch nicht überflüssig, sondern auf einen anderen ähnlichen Fall zu beziehen, wird im Sifra und im Talmud dieser Schriftvers auf den Fall bezogen, dass man bei einer der 4 עבודות die Absicht gehabt hat, von dem Fleische ausserhalb des dafür vorgeschriebenen Ortes zu essen (מחשבת חוץ למקומו), dass auch in diesem Falle das Opfer nicht wohlgefällig aufgenommen, sondern untauglich wird. Die Ausrottungsstrafe trifft aber denjenigen, der von dem Fleische eines solchen Opfers isst, nicht, weil ja auch auf das Essen von Opferfleisch ausserhalb des dafür vorgeschriebenen Ortes nicht wie auf das Essen von Opferfleisch ausserhalb der dafür vorgeschriebenen Zeit die Ausrottungsstrafe steht. Aus der doppelten Setzung des Wortes אכל in האכל יאכל wird geschlossen, dass von zweierlei Essen oder Verzehren die Rede ist, von dem Verzehren des Opferfleisches durch Menschen (אכילת אדם) sowohl wie von dem Verzehrtwerden auf dem Altar (אכילת מזבח ), d. h. derjenigen Teile des Opfers, welche auf den Altar gebracht wurden, das sind sowohl die Opferteile wie das Blut. Darum wird sowohl durch die Absicht, etwas von dem Fleisch ausser der Zeit zu essen, wie von den Opferteilen etwas ausser der Zeit auf dem Altar zu opfern, wie von dem Blut etwas ausser der Zeit zu sprengen, das Opfer פגול, durch die Absicht, von dem Fleisch etwas ausserhalb des dafür vorgeschriebenen Ortes zu essen, von den Opferteilen etwas ausserhalb zu opfern oder von dem Blut etwas ausserhalb zu sprengen, das Opfer פסול.
German Commentary
erst nachdem das es verwendbar Machende dargebracht worden ist. Verworfenes, weil es beim פגול-Verbote (Lev. 19, 7) heisst: לא ירצח „es wird nicht wohlgefällig aufgenommen werden“, wie die wohlgefällige Aufnahme des Opfers erst durch die erfolgte Blut-Sprengung bewirkt wird, so wird es auch erst nach erfolgter Blutsprengung פגול (Sebach. 28 b.) Dass dasselbe auch für Übriggelassenes und Unreines gilt, wird im Talmud ebenfalls von den dabei gebrauchten Ausdrücken der Schrift abgeleitet (s. Sebach. 45 b)
Rashi
וכי יהיה איש שנא לרעהו BUT IF A MAN HATE HIS FELLOW [AND LIE IN WAIT FOR HIM] — It is through his hatred that he comes to such a point as to “lie in wait for him”. From here they (the Rabbis) derived their statement: If a man transgresses a light command he will in the end transgress a weighty command; — because he transgressed the command (Leviticus 19:17) “Thou shalt not hate thy brother in thine heart”, he will in the end come to such a point as to shed blood. It is for this reason that it is stated here, apparently redundantly, “but if a man hate his fellow [and lie in wait for him]”, for it ought to have written only: “But if a man rise up and lie in wait for his fellow and smite him mortally” (Sifrei Devarim 186:2).
Rashi
על הפגרים UPON THE CARCASSES i.e. the pieces of the carcasses. — The word הפגרים we should translate in the Targum by פגל) פגליא being the same as פגר); since, however, people were familiar with the Targum’s translation of the words איש בתרו (in Genesis 5:10) ‘‘each piece” by פלגיא (the halves), the word פגליא here was mistakenly changed by them into פלגיא and so they gave the Targum of פגרים (carcasses) by פלגיא (halves). But whoever renders it thus in the Targum is wrong for there is no comparison (similarity in meaning) between בתרים and פגרים; for the Targum of בתרים is פלגיא (“parts”, from פלג “to divide”,) whilst the Targum of פגרים is פגליא, which has the sense of פגול, something; abhorrent, as (Leviticus 7:18) פגול הוא “it shall be an abhorred thing”, similar in sense to פגר a carcass.
Da'at Zekenim
Disponível apenas para membros PremiumSiftei Chakhamim
Disponível apenas para membros PremiumRashi
את עון הקדשים [HE SHALL BEAR] THE INIQUITY OF THE HOLY THINGS — atoning for the blood and fat of sacrifices which had been offered when they were unclean, as we have learned (Pesachim 17b; Yoma 7a): What iniquity is it that it (the Plate) bears (atones for)? If you say that it is the iniquity caused by פגול — but it is already said in reference to this, (Leviticus 19:7) “it cannot be atoned for”! If you say it is the iniquity caused by נותר — but it is said in reference to this, (Leviticus 7:18) “It shall not under any circumstances be accounted [unto him] as a sacrifice”! Nor can one say that it (the Plate) atoned for the iniquity of the priest who offered a sacrifice when he was unclean because it is stated here, “[shall bear] the iniquity of the holy things” and it does not state “the iniquity of those who offer the sacrifices” — thus it (the Plate) atones only in so far as to make the sacrifice a fitting one if there had been anything irregular about it.