לְמַ֣עַן תִּזְכְּר֔וּ וַעֲשִׂיתֶ֖ם אֶת־כָּל־מִצְוֺתָ֑י וִהְיִיתֶ֥ם קְדֹשִׁ֖ים לֵֽאלֹהֵיכֶֽם׃
Para que vos lembreis e cumprais todos os Meus mandamentos e sejais santos para o vosso Deus.
Bartenura
רבי יוסי אומר – And the Halakha is like Rabbi Yosi. However, ab initio, one must take care to be exacting in pronouncing the letters of the words (of the Shema) and similarly, one should be careful not (concerning the usage of the SHWA), to make a moving SHWA a resting one or a resting one a moving one, nor to make a strong DAGESH of something which is soft or a soft DAGESH of something that is strong. And one must articulate clearly the ZAYIN of the word “תזכרו” (Numbers 15:40 –“Thus you will be reminded”) so that it does appear as if one is saying, “תשכרו” (to be rewarded), with the letter SIN, to say, that you should receive great reward [for the performance of the commandments] – for it is inappropriate (see Tractate Avot, Chapter 1, Mishnah 3) “to serve the master [i.e. God] in order to receive a reward.”
Sforno
כולם קדושים, from head to toe; (compare Numbers 15,8 you will be completely holy”)
Rav Hirsch
V. 4. וישמע משה וגו׳. Mosche hörte oder vielmehr: verstand das Ziel und das Motiv dieser gegen ihn erhobenen Behauptungen und Anklagen. Es war eine Leugnung der Göttlichkeit seiner Sendung und zwar nicht aus irregegangener Gedankenrichtung, die einer Belehrung zugängig gewesen wäre, sondern aus ehrsüchtigem Neide, der unter dem Deckmantel der Vertretung des allgemeinen nur die Befriedigung eigener selbstsüchtiger Interessen verfolgt und zu diesem Ende durch blendende, der Eigenliebe des Volkes in allen seinen Gliedern schmeichelnde Sophismen Mosche und Aharon aus ihrer Stellung zu verdrängen suchte. Sind doch die Prämissen, die Sätze, die Korach seinem Aufruhr zu Grunde legte, falsch und die Schlüsse in ihrer Anwendung auf die Verhältnisse, denen es galt, nicht minder. כל העדה כולם sind keineswegs schon קדושים, אנשי קודש (Schmot 22, 30) Menschen eines heiligen Berufes sind sie, קדושים יהיו (Wajikra 17, 1), sie haben die Bestimmung, heilig zu werden, sie sind auch eben durch diese Bestimmung קדשים לאלקיהם (Bamidbar 15, 40), sind ein עם קדוש לד׳ (Dewarim 7, 6 u. f.), sind Gott geheiligte Menschen, ein Gott geheiligtes Volk, gehören mit jeder Faser ihres Einzeln- und Volksdaseins ausschließlich Gott; aber קדושים "heilig" sind sie noch nicht. Und eben damit sie ewig rastlos zu ihrer heiligen Bestimmung sich emporarbeiten, damit sie nicht ihre Wirklichkeit mit ihrer Bestimmung verwechseln, sich nicht bereits für heilig halten, weil sie einem heiligen Berufe geheiligt sind, damit vielmehr diese ihre heilige Bestimmung ihnen ewig als ein noch fernes von Gott gewiesenes Ziel des Strebens vorschwebe, eben darum fand diese ihre heilige Bestimmung ihre symbolische ideale Darstellung in dem ihre "Bezeugung von Gott" umschließenden Heiligtum, dem eben darum mitnichten ein jeder ohne weiteres zu nahen sich würdig halten darf, dem selbst ein Aharon nur infolge einer Gottesanordnung, und nicht als individuelle Persönlichkeit, sondern nur in dem Gewande seines Dienstsymbols nahe zu treten wagen darf. Und eben darum ist für Volk und Priester gesprochen: והזר הקרב יומת, weil sie ihre Wirklichkeit an die Stelle ihres Berufes setzen und damit die ganze Wirksamkeit des Heiligtums ertöten würden. Die ganze Gliederung des Volkes in ישראל לוים und כהנים, und das Heiligtum in abgegrenzter Mitte spricht zu allen: קדושים תהיו, aber noch nicht: קדושים אתם! – Und ferner: wären sie selbst bereits כולם קדושים, und wenngleich in Wahrheit בתוכם ד׳, – wohl, wenn bereits das Gesetz in seiner Abgeschlossenheit gegeben und dafür der große Grundsatz לא בשמים היא. (Dewarim 31, 12 und B. M. 59b) bereits Geltung hätte haben können, daß davon nichts mehr "im Himmel geblieben," sondern es fortan nur die Gesamtkräfte der Nation zu seiner Verwirklichung zu erwarten gehabt hätte, und wenn bereits die Nation ihre normale Herstellung erlangt gehabt hätte, die die Verwirklichung dieses Gesetzes als alleinige Aufgabe ihres Seins und Wollens haben sollte, dann und dafür freilich hätte das Volk die Leitung und Fürsorge seiner Gesamtobliegenheiten dem Tüchtigsten und Besten aus seiner Mitte selbst zu übertragen gehabt, ganz so, wie ja schon damals für alles von der Nation selbst zu Bewirkende sie ihre נשיאי עדה und קריאי מועד hatten, wovon ja in den zweihundertundfünfzig Verschworenen selber das lebendige Beispiel dastand und sie so – beiläufig – den ersten Teil ihrer Anklagen durch ihr Auftreten selbst widerlegten, indem ja in ihnen selber am Tage lag, daß selbst für Gebiete, hinsichtlich derer sicherlich die unbestrittenste Gleichberechtigung dem Volke innewohnte, es doch seiner gehobenen Vertreter bedurfte. – Allein für das, was nicht aus dem Volke und durch das Volk zu erledigen war, das, wofür die Initiative mitnichten im Volke, überhaupt nicht im Menschenkreise lag, für das, was nicht aus dem Volke, was an das Volk gelangen sollte, für Gottes Sendungen an das Volk, wo ist der Mensch, wo das Volk, dem die Keckheit zur Frage zustände: warum hat Gott dich, gerade dich gesandt, wo der Boden für die damit an Gott gerichtete Keckheit: den und keinen andern wähle zu deinem Boten!! Der echte und wahrhaftige Gottesbote – und keiner mehr, als ein Mosche – ist unter allen Menschen sicherlich der erste und bereiteste, seine Unwürdigkeit zu gestehen und Gott zu bitten, einen Würdigeren, Besseren und Tüchtigeren für seine Heroldschaft zu wählen. Allein, wenn dann doch Gott ihn und keinen andern als den Würdigsten und Tüchtigsten für seine Botschaft gesendet, wer will an ihn mit der Frage hinantreten: מדוע תתנשא על קהל ד׳?! Dieses תתנשא ist die Leugnung der Göttlichkeit seiner Sendung, macht Mosche zum Betrüger und das Faktum seiner Sendung zur Lüge, darum:
Rashi
אני ה׳ אלהיכם I AM THE LORD YOUR GOD — Why is this stated again? In order that the Israelites should not say, “Why has the Omnipresent said it ('אני ה)? Is it not in order that we should perform the commandments and receive reward (cf. Rashi on previous verse)!? We will not perform them and we shall not receive (we shall not expect) any reward!” Therefore it states again in general terms and without reference to the Exodus from Egypt, “I will be the Lord your God: in spite of yourselves I will be your King (I will exercise My sovereignty upon you). — In a similar sense it states, (Ezekiel 20:23) “Surely with a strong hand … will I reign over you” (Sifrei Bamidbar 115:1). — Another explanation: Why is the exodus from Egypt mentioned in connection with the fringes? In order to intimate: It was I who distinguished in Egypt between one who was a firstborn and one who was not (cf. Rashi on Leviticus 19:36); I shall also find out and exact punishment from him who attaches indigo-dyed wool (which resembles תכלת in colour) on his garments and pretends that it is תכלת (Bava Metzia 61b). From the work of Rabbi Moses the Preacher I copy the following: Why is the section speaking of the stick-gatherer placed in juxtaposition with the section (vv. 22—31) dealing with idolatry? In order to tell you that whoever desecrates the Sabbath is regarded as having worshipped idols, for it (the law of the Sabbath) also is alone of equal importance with the entire sum of the commandments (just as is the law of idolatry; cf. Rashi on v. 22). And so, too, it is said in the Book of Ezra, (Nehemia 9:13—14) “And Thou camest down upon Mount Sinai and gavest to Thy people … the Torah and commandments and Thou madest known unto them Thy holy Sabbath”. And the section dealing with the “Zizith” is also for the same reason placed in juxtaposition with these two sections, because it, too, is of equal importance with the sum total of the commandments, as it is said, (v. 40) “[That ye may remember] and do all My commandments".