אֲדֹנָ֤י יְהוִה֙ פָּתַֽח־לִ֣י אֹ֔זֶן וְאָנֹכִ֖י לֹ֣א מָרִ֑יתִי אָח֖וֹר לֹ֥א נְסוּגֹֽתִי׃
Binuksan ng Panginoong Walang-Hanggan ang aking tainga, at ako'y hindi naghimagsik; hindi ako umurong pabalik.
Rav Hirsch
כל בעל wie בעל הבית (Schmot 32, 7), בעל דברים (daselbst 24, 14). בעל משפטי (Jes. 50, 5), ולקח בעליו (Schmot 22, 10). אל תמנע טוב מבעליו (Prov. 3, 27) u. f.
Rav Hirsch
V. 9. ונגשה .ונגשה יבמתו אליו Nifal. Während נגש im Kal auch als Ausdruck eines kecken Hintretens gebraucht wird, wie למלחמה (Richter 20, 23 und Jirmija 46, 3), גש פגע בו (Sam. II. 1, 15), מי בעל משפטי יגש אלי (Jesaias 50, 5), ויגש ויגש אל הפלשתי ,הפלשתי (Sam. I. 17. 16 u. 40) ויגש לשבר הדלת (Bereschit 10, 9) usw. ist הנגש im Nifal überwiegend ein bescheidenes, schüchternes Sichnähern. משה נגש אל הערפל (Schmot 20, 21), ונגש משה לכדו (daselbst 24, 2), והקרבתיו ונגש אלי (Jirm. 30, 21), ואחרי כן נגשו בני ישראל (Schmot 34, 32),ה׳ הכהנים הנגשים אל (daselbst 19, 22). In diesem ונגשה יבמתו אליו ist somit dem Akte von vornherein der Schein einer jeden gegensätzlichen, unfreundlichen Gesinnung genommen.
Rav Hirsch
Es lautete aber der Vorwurf: שמעו נא המורים וגו׳. Wir haben schon zu Bereschit 26, 35 die Grundbedeutung der Wurzel מרה, wovon ja auch מרה, das Schermesser, als: entgegenfahren, somit eine gegensätzliche Richtung innenehmen, erkannt. Wir haben im Deutschen einen aus ähnlicher Gedankenanschauung gebildeten Begriff: widerhaarig. Obgleich nun מרה vorzugsweise sich auf Handlungen bezieht und sowohl die positive, als negative Unfolgsamkeit bezeichnet, so kommt es doch auch überhaupt als Bezeichnung eines den Wünschen und Erwartungen völlig entgegengesetzen Verhaltens und Zustandes vor. So heißt es von einem alle Wünsche versagenden Elend: עני ישראל מֹרֶה מאוד (Kön. II. 14, 26). So bezeichnet Job (23, 2) seine Klagen als גם היום מרי שיחי, מרי, er könne seine Äußerungen nicht den Wünschen seiner Freunde gemäß gestalten, denn ידי כבדה על אנחותי, das Leid, das ihn gefasst habe, laste zu schwer auf seinem Seufzen. (Jes. 50, 5): ד׳ אלקים פתח לי אזן ואנכי לא מריתי, Gott habe ihm das Ohr geöffnet und er habe sich der göttlichen Belehrung nicht unzugänglich gezeigt. Diese Unzugänglichkeit einer Belehrung gegenüber nennt er מרה. Auch hier dürfte המרים nicht speziell die Ungehorsamen bedeuten, da in dem Vorgang nicht eigentlich tätiger Ungehorsam zu Tage getreten. Vielmehr dürfte damit nur ihre Ungefügigkeit und ihr den gerechten Erwartungen nicht entsprechendes Verhalten im allgemeinen, insbesondere aber ihre Unzugänglichkeit für alle die Belehrung bezeichnet sein, die sie doch aus all den großartigen Erfahrungen bereits geschöpft haben mussten. In diesem Sinne dürfte denn auch die Vieldeutigkeit, die שיטין הרבה, wie im מ׳׳ר der Ausdruck lautet, zu fassen sein, die dort in dem Ausdruck המרים gefunden werden, wonach der Vorwurf: סרבנים שוטים ,מורי חצים ,מלמדים את מלמדיהם, Ungehorsam, Unverstand, Anmaßung und Streitlust darin liege. Es kann eben nicht Ungehorsam im engern Sinne, sondern Widerhaarigkeit im allgemeinen ausdrücken wollen. — המן הסלע הזה נוציא לכם מים. Wir glauben, diese Frage also zu verstehen: Werden wir aus diesem Fels euch Wasser herausschaffen: d. h. ihr habt uns vorgeworfen, wir hätten euch אל ,אל המדבר הזה מקום הרע הזה gebracht, woselbst מים אין לשתות! Wohlan, wenn durch unser Wort, wie uns geboten worden, dieser Fels, an dem ihr steht,, euch das nötige Wasser gibt, werdet ihr da endlich aufhören, מרים, zu sein, werdet ihr da endlich der Überzeugung zugänglich sein, daß überall nicht wir, sondern Gott euch hierher geführt? Mit diesen Worten war Mosche noch immer nicht aus der Bahn seines Auftrages gewichen. Ihrem Sinne nach waren sie die geeignete Vorbereitung zu dem, was לעיניהם, vor ihren Augen und zu ihrer Belehrung geschehen sollte. Nur die Erregtheit, in der sie gesprochen wurden, und die ihn dann zum heftigen Staberheben und Schlagen des Felsen führte, wäre die Verirrung gewesen.