אָ֭דָם עָשֻׁ֣ק בְּדַם־נָפֶשׁ עַד־בּ֥וֹר יָ֝נ֗וּס אַל־יִתְמְכוּ־בֽוֹ׃
אַ מענטש װאָס האָט אױף זיך דאָס בלוט פֿון אַ נפֿש, װעט לױפֿן ביזן גרוב, מע װעט אים ניט בײַשטײן.
Mishneh Torah, Murderer and the Preservation of Life
Andere schwere Verbrecher werden nicht so behandelt, sondern unterliegen der Todesstrafe, sobald das Gericht die selbe über sie ausspricht, oder werden frei, wenn diesele ihnen nicht zuerkannt wird. Denn obgleich es noch schweren Sünden als das Blutvergießen gibt, so sind dieselben für die bürgerliche Ordnung יִשּׁוּבוֹ שֶׁלָּעוֹלָם doch nicht so verderblich, als das Blutvergießen.Weshalb auch weder der Götzendienst, geschweige denn die Blutschande, oder die Entweihung des Sabbats der Sünde des Blutvergießens zu vergleichen sind. Denn während jene Sünden bloß das Verhältnis des Menschen Gott berühren, kommt hier auch das des Menschen zu seine Nebenmenschen in Betracht. Wer also eine solche Sünde begangen hat, ist ein ausgemachter Bösewicht und alle guten Taten, die er während seines früheren Lebens getan, wiegen dieses Verbrechen nicht auf und retten ihn nicht von der Gesetz, denn es steht geschrieben: »Ein Mensch, gedrückt von einer Blutschuld« (Mischlei 25:17).Auch der Götzen dienende Achab kann uns hier als warnendes Beispiel dienen, von dem es heißt: »Aber es war keiner wie Aghab« (1 Kön. 21:25). Als nämlich vor Gott, dem Herrn aller Seelen, dessen Sünden und gute Taten erwogen wurden, da fand sich keine Sünde, welche die Ausrottung כְּלָיָה hätte nach sich ziehe können, und Nichts wäre geeignet gewesen, die Schale ganz in die Höhe zu ziehen, als nur die Blutschuld Nabots; wie auch geschrieben steht: »Und da ging der Geist hinaus und erschien vor dem Ewigen« (1. Kön. 22:21; 2. Chron. 18:20), nämlich der Geist Naboth’s und dann heißt es weiter: »Überrede und dir wird es gelingen« (1. Kön. 22:22). Und dennoch hatte dieser Ruchlose den Mord nicht mit eigener Hand begangen, sondern ihn bloß veranlasst! Um wie viel schwerer versündigt sich aber nun Der, welcher mit eigener Hand einen Mord verübt
Sefer HaChinukh
It is from the roots of the commandment [that] since the iniquity of killing is very weighty, as the destruction of the world [comes] through it, to the point that they, may their memory be blessed, said (Mishneh Torah, Laws of Murderer and the Preservation of Life 4:9) that one who kills a soul volitionally — even if he did all of the [other] commandments — is not saved from judgment, as it is stated (Proverbs 28:17), “A man oppressed by bloodguilt will flee to a pit; let none give him support”; therefore it is fitting for one who killed, that since such a great mishap as this came through his hand, that he should endure the pain of exile for it, which is almost equal to the pain of death — as a person is separated from his friends, and from his birthplace and [instead] dwells with strangers all of his days. And there is also benefit to the world with the commandment — as Scripture elucidates — since he will be saved from his blood avenger through this, such that he not kill him when he has no guilt on his hands; as behold, it was inadvertent. And there is another benefit in the thing, such that the relatives of the slain not see the slayer, the killer, regularly with their eyes in the place that the evil was done. And all ‘the ways of the Torah are pleasantness.’