ציטירנדיקער פּירוש אויף משלי 17:25

כַּ֣עַס לְ֭אָבִיו בֵּ֣ן כְּסִ֑יל וּ֝מֶ֗מֶר לְיוֹלַדְתּֽוֹ׃

אַן ערגערניש פֿאַר זײַן פֿאָטער איז אַ זון אַ נאַר, און אַ ביטערניש פֿאַר זײַן געװינערין.

Rav Hirsch

VV. 3-6. עדה ,עדת von יער: bestimmen, ein durch die Einheit der Bestimmung verbundener Verein: Gemeinde. — בית אבות: das Elternhaus, das mehrere Familien umfassen kann, die alle noch um den gemeinschaftlichen Stammvater vereint sind. So kann בית אב einen ganzen Stamm umfassen (Bamidbar 17, 17). — בית: ein Haus für sich. — ואם ימעט הבית מהיות משה. Schwerlich findet sich eine Analogie dafür, daß היות מ־ Anteil an etwas haben oder zu etwas gehören bedeute. Dazu kommt, daß ja auch überhaupt ein Haus nicht zu klein sein kann, um Anteil an einem Lamm zu haben, sondern zu klein, um für sich allein ein Lamm zu haben, und wenn das hier gesagt werden sollte, so müsste es heißen: מהיות לו שה. Ohnehin ist ja auch im natürlichen Wege bereits durch die vorhergehende gesetzliche Bestimmung: שה לבית אבות für einen solchen Fall gesorgt, indem dort die Vereinigung mehrerer Häuser mit dem Stammhaus gestattet ist. היות מ־ heißt aber vielmehr fern von etwas sein, nicht zu etwas gehören, und ואם ימעט וגו׳, wenn das Haus zu klein werden sollte, dadurch, daß manche seiner Glieder nicht zu dem Lamme gehören wollen, und wäre demnach hier das statuiert, was auch die Halacha in diesem Satze ausgesprochen findet: בא הכתוב ללמרך שלעולם נמנין על הפסח ומושכין ידיהם ממנו עד שישחט (Mechilta zur Stelle; Peßachim 89a). Es heißt auch darum nicht ואם מעט הוא הבית וגו׳, sondern ואם ימעט וגו׳. Möglich jedoch, daß das משה מ— ein produktives מ ist, das Haus wird zu klein, um aus einem Lamme hervorzugehen, dann würde das Opfer als die Basis betrachtet, aus welcher das Haus resultiert, ein Begriff, der, wie wir sehen werden, vollständig der Bedeutung des Peßachopfers, namentlich der אכילת פסח, um die es sich hier zunächst handelt, entspricht. —במכסת נפשות so auch מכסת הערכך (Wajikra 27, 23) und ממס לד׳ (Bamidbar 31, 18). Da wir allerdings die Form ממר ליולדתו (Prov. 17, 25) von מרר finden und das sogleich folgende תכסו entschieden von כסס ist, so dürfte wohl auch מֶכֶס und מִכְפָה von כסם sein. Es ist aber die Bedeutung dieser Wurzel nicht einfach: zählen, sondern: ab- und zuzählen, d. h. durch zählen von einem Kreise ausscheiden und dem Kreise eines andern bestimmen, daher: Abgabe, Zoll, Tribut. Das Wort ist verwandt mit גזז und קצץ, es liegt ihm somit die Bedeutung abschneiden, trennen, zu Grunde, der gewöhnliche Grundbegriff des Bestimmens im Hebräischen. Davon ja auch כוס, ein Gefäß von einem bestimmten Inhalt, in welchem jemandem das für ihn Bestimmte gereicht wird, im Gegensatz zu גביע und קובעת, welche das größere Trinkgefäß bedeutet und sich zu כוס wie eine Flasche zum Glase verhält. Also: Wenn durch Lossagung vom Lamme das Haus zu klein würde, so nehme er und sein Nachbar eines durch Zuteilung von Seelen, d. h. der Nachbar trete ihm zur Ergänzung seines Hauses Personen ab. — איש לפי אכלו וגו׳: jeden nach dem Verhältnis seines Essens, d. h. nach der Fähigkeit, von dem Lamme zu essen, sollt ihr hinzuzählen auf das Lamm. Nur eine Person, die von dem Lamme essen kann und essen soll, kann an demselben teilnehmen und nur für solche soll es von vornherein bestimmt sein. Daher der Satz: שחטו שלא לאוכליו ושלא למנוייו פסול (Peßachim 61a). Wir haben als Grundbedeutung der Wurzel כסס die Bedeutung: schneiden gefunden, und erklärt sich damit umsomehr der erläuternde Zusatz: רבי's: לשון סורסי הוא וגו׳ (siehe das. und תוספ׳ das.), daß in der Wahl dieses Ausdrucks zugleich die Halacha angedeutet ist, daß der Moment der שחיטה über die Bestimmung der Teilhaber entschieden und שחטו שלא .לאוכליו וגו׳ פסול
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Rav Hirsch

VV. 13-16. וליוסף וגו׳. Macht, Gesetzes- und Heiligtumsdienst, Heiligtumsstätte waren die besonderen Eigentümlichkeiten, welche die Stämme Juda, Levi, Benjamin auszeichneten. Die reichste Fülle des Bodensegens folgt als Auszeichnung des Stammes Josef. מגד, Wurzel von מגד dürfte vielleicht גדה sein, wie מרה von וממר ליולדתו ,מֶמֶר (Prov. 17, 25). גדה verwandt mit גדע ist aber die Wurzel von גדי, der vom Mutterkörper gelösten Frucht, das Tierjunge (siehe Schmot 23, 19). מגד dürfte daher überhaupt ein jedes Fruchterzeugnis bedeuten. מגד שמים ist der Tau. תבואות שמש sind die Ernten, welche die Sonne bringt, die Früchte, welche durch die Sonne gezeitigt werden, die vom Kreislauf der Sonne bedingt sind, somit die Früchte des Pflanzenreichs; מגד גרש ירחים dagegen sind wohl die Früchte, die an eine Zahl von Monaten gebunden sind, welche durch eine Zahl aufeinander folgender Monde gefördert werden; es sind dies die Leibesfrüchte der Tierwelt. ירחים (siehe Schmot 2, 2).
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