ציטירנדיקער פּירוש אויף שופטים 9:45

וַאֲבִימֶ֜לֶךְ נִלְחָ֣ם בָּעִ֗יר כֹּ֚ל הַיּ֣וֹם הַה֔וּא וַיִּלְכֹּד֙ אֶת־הָעִ֔יר וְאֶת־הָעָ֥ם אֲשֶׁר־בָּ֖הּ הָרָ֑ג וַיִּתֹּץ֙ אֶת־הָעִ֔יר וַיִּזְרָעֶ֖הָ מֶֽלַח׃ (פ)

און אבֿימלך האָט מלחמה געהאַלטן אױףֿ דער שטאָט יענעם גאַנצן טאָג, און האָט באַצװוּנגען די שטאָט, און דאָס פֿאָלק װאָס איז אין איר האָט ער געהרגעט; און ער האָט אײַנגעװאָרפֿן די שטאָט, און האָט זי פֿאַרזײט מיט זאַלץ.

Rav Hirsch

Über die Bedeutung des Salzes beim Opfer kann man im allgemeinen wohl nicht zweifelhaft sein. Es heißt ausdrücklich: מלח ברית אלהיך, und zwar ist ברית nach dem Akzente unter מלח nicht Genitiv, sondern Apposition zu diesem; nicht: Salz des Bündnisses, sondern: Salz, das Bündnis deines Gottes. Außer dem konkreten Gebrauch des Salzes als unentbehrliches Geschmackserfordernis bei allen Speisen: היאכל תפל מבלי מלח (Hiob 6, 6) kommt Salz sowohl in konkretem als bildlichem Sinne als Unterdrückungsmittel aller Vegetation vor. Ein Boden wird unfruchtbar gemacht, wenn er mit Salz besäet wird (Richter 9, 45). Ein unfruchtbares Land heißt מלמה (Ps. 107, 34 u. f.). Halten wir dies mit der sonstigen konservierenden, Fäulnis verhütenden Eigenschaft des Salzes zusammen und bedenken wir, daß Fäulnis ja auch nichts anderes als die Wirkung einer beginnenden Neubildung ist, so vergegenwärtigt Salz überhaupt die Unveränderlichkeit. Es schließt den Gegenstand ab und macht ihn äußeren, verändernden Einflüssen unzugänglich. Insofern entspricht es ganz dem Begriffe ברית. als dessen Grundbedeutung wir bereits zu Bereschit 6, 18 das Getrennt- und Geschiedensein, die Unabhängigkeit von äußeren Einflüssen nachgewiesen haben. Während ברית nun schon an sich das unter allen Umständen Aufrechtzuhaltende, das unter allen Umständen Bleibende bedeutet, fügt der Zusatz ברית מלח ,מלח noch das Merkmal der Unveränderlichkeit hinzu. Das als ברית Bezeichnete bleibt nicht nur im ganzen für immer, sondern es bleibt auch unverändert für immer, es leidet keine Veränderung, es ist sowohl hinsichtlich seiner Dauer, als seines Wesens: absolut. Salz ist somit ein Zeichen des "Bundes" und insofern es "Salz aus dem Schatze der Gesamtheit" ist, ist es eben Zeichen des "Bundes"; der unter dem Gewahrsam der Gesamtheit beruht, für dessen Ewigkeit und Unveränderlichkeit die Nation in ihrer Gesamtheit einzustehen hat, dessen Deutung und Geltung nicht individuellem subjektivem Belieben und Meinen anheimfällt, als dessen Depositär und Garant die Gesamtheit dasteht. Indem aber der ברית, als dessen Symbolum מלח beim Opfer auftritt, ברית אלהיך genannt ist, so ist dieser ברית kein anderer, als der im ארון bewahrte, der ja darum ארון ברית ד׳ heißt, ist somit nichts anderes, als Symbol des göttlichen Gesetzes in seiner Ewigkeit und Unwandelbarkeit. "Etwas allseitig mit dem aus den Händen der Nation zu empfangenden Salze des göttlichen Gesetzes salzen", heißt: es ganz von der Durchdringung mit dem von der Nation bewahrten und von der Nation überlieferten Geiste des ewigen unveränderlichen göttlichen Gesetzes ergriffen sein lassen. Nur durch das Medium dieses ewigen unveränderlichen Geistes des göttlichen Gesetzes kann etwas von unseren Gütern (קומץ ,לבונה), Bestrebungen, (אימורים) Vollbringungen (איברים), Nahrung des göttlichen Feuers auf Erden, Vermittlung seiner Gegenwart im irdischen Dasein werden. Nicht דם, nicht נפש, die an sich unveränderliche, wohl aber איברים אימורים ,לבונה ,שמן ,סלת, bedürfen dieses Salzgepräges der Ewigkeit und Unveränderlichkeit des göttlichen Bundesgesetzes. Die äußeren Bedingungen und Zustände, unter welchen die Güter der Nahrung, des Wohlstandes und des Glückes gefunden werden, und demgemäß auch die Bestrebungen und Vollbringungen, wechseln mit Zeit und Raum und lassen den Wahn auch von der Wandelbarkeit der Pflichten und der Lebensaufgabe aufkommen. Insbesondere aber gibt der Wandel in den Zeitverhältnissen der im Mincha repräsentierten Güter der Nahrung, des Wohlstandes und des Glückes einem solchen Wahne Raum. Darum spricht das göttliche Gesetz: "Wenn du mit deinen Lebensgütern huldigend Gott dich nahen willst, so sollst du mit dem unter Gewahrsam der Nation ruhenden Salze der Unveränderlichkeit deine Huldigungsgabe salzen, sollst das Salz, den Bund deines Gottes, in seiner gegebenen ewigen Unveränderlichkeit vor allem nie von deiner Huldigungsgabe fehlen lassen, und auch bei allem, womit du Gottesnähe suchst, auch das Salz des unveränderlichen Bundes näher bringen!". Wir glauben nach obigem zu begreifen, warum das Salzgebot zunächst für מנחות ausgesprochen und dann auf alles Analoge zu übertragen gelehrt werde. Nach רמב׳׳ם an anderen Orten wäre sogar nur ein Mincha durch Unterlassung des Salzes פסול, bei anderen Opfern wäre das Salz nur מצוה, aber nicht מעכב, eine Ansicht, die aber sich schwer mit den bezüglichen Verhandlungen in Menachot vereinigen lässt, und dürfte die von כ׳׳מ daselbst gegebene Motivierung, daß ברית nur bei מנחה stehe, um so weniger aus reichen, da רמב׳׳ם ja das :ל׳׳ת לא תשבית מלח ברית אלהיך וגו׳ auf alle Opfer bezieht, וצ׳׳ע.
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Ramban

MEMULACH’ (SEASONED WITH SALT), PURE AND HOLY. This means that it be seasoned with salt of Sodom, just as the Rabbis have said:164Kerithoth 6a. “Of salt of Sodom, the fourth part of a kab.” Onkelos translated [memulach as] m’areiv (mixed together). By this he intended to say that memulach means “rubbed out” — that the ingredients should all be so well-ground and mixed so thoroughly together, that their identity is “rubbed out” and none of the [individual] ingredients can be recognized. This is of the expression: For the heavens ‘nimlochu’ (shall vanish away) like smoke.191Isaiah 51:6. Similarly: ‘u’vloyei m’lachim’ (and worn rags);192Jeremiah 38:11. A fruitful land ‘limleichah’ (into a salt waste).193Psalms 107:34. These are all expressions of destruction and annihilation.
And Rashi explained that the term memluach means that it be thoroughly mixed together in the grinding of the ingredients one with another. To this interpretation Rashi brought proof from the verse similar in meaning: ‘malachayich’ (thy mariners) and thy pilots,194Ezekiel 27:27. who are so called “because they turn over the water with the oars when they propel the ship, like a person who stirs up beaten eggs with a spoon in order to mix them thoroughly.”
In my opinion mariners are called malachim [of the root melach — salt] because they know the “taste” of the sea, as if they could feel if it is “salty” or “sweet;” that is to say, they know when it will be sweet and pleasant for those travelling by sea, and when it will be bad and bitter for them. It is not those who hold the oars [propelling the ship] who are called malachim [as Rashi said], for it is written on Tyre, The inhabitants of Sidon and Arvad were thy ‘shotim’ (rowers);195Ibid., Verse 8. The elders of Gebal and the wise men thereof were in thee thy calkers; all the ships of the sea ‘u’malacheyhem’ (and their mariners) were in thee.196Ibid., Verse 9. For it is the older captains who know the sea that are called malachim. And it is further written, And all that handle the oar, ‘malachim’ (the mariners), and all the pilots of the sea, shall come down from their ships, they shall stand upon the land.197Ibid., Verse 29. Thus three categories are mentioned: those that handle the oar, the mariners, and the pilots [which proves that malachim — the mariners — are not those that handle the oar].
Similarly, a fruitful land ‘limleichah’193Psalms 107:34. means “to a salt land,” for in a salt land nothing will grow, just as is written of Sodom, The whole land thereof is brimstone, and salt, and a burning, that it is not sown, nor beareth,198Deuteronomy 29:22. and it is further written, and he sowed it with salt.199Judges 9:45. It is possible that the letter lamed is redundant in the verse, for the heavens ‘nimlochu’ like smoke,191Isaiah 51:6. the intent thereof being as in the word nimchu (erased), which would make it similar to these cases: ba’l'umim;200Psalms 44:15. The structure of the word is ba’umim (among the nations). wholly ‘shalanan’ (at ease) and quiet.201Job 21:23. The structure of the word is shanon (ease).
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