לֹ֤א בִגְבוּרַ֣ת הַסּ֣וּס יֶחְפָּ֑ץ לֹֽא־בְשׁוֹקֵ֖י הָאִ֣ישׁ יִרְצֶֽה׃
ניט די גבֿורה פֿון דעם פֿערד באַגערט ער, ניט די שענקלען פֿון דעם מאַן װיל ער.
Ramban
WHEN THOU GOEST FORTH TO BATTLE AGAINST THINE ENEMIES, AND SEEST HORSES, AND CHARIOTS etc. This is a new commandment which he now declared to them as they came into battles. The purport of the verse, For the Eternal your G-d is He that goeth with you, to fight for you against your enemies, to save you293Verse 4. is to admonish them against becoming faint-hearted and that they should not fear their enemies. He states that they are not to rely in this matter on their own strength, thinking in their hearts: We are mighty men, and valiant men for the war,294Jeremiah 48:14. but instead they are to turn their hearts only to G-d and rely on His help, thinking that He delighteth not in the strength of the horse, and He taketh no pleasure in the legs of a man,295Psalms 147:10. for The Eternal taketh pleasure in them that fear Him, in those that wait for His mercy.296Ibid., Verse 11. He states to fight for you against your enemies293Verse 4. meaning that He will make them fall before you by the sword. He states to save you293Verse 4. meaning that they will be spared in battle and that not a man among them will be missing,297See Numbers 31:49. for it would be possible that they vanquish their enemies and that many of them, too, would die, as is the way of battles. Therefore Joshua cried out298Joshua 7:7. when about thirty and six men299Ibid., Verse 5. fell in [the battle of] Ai, for in His commandatory war not one hair of their heads should have fallen to the ground,300I Samuel 14:45. for the battle is the Eternal’s.301Ibid., 17:47. Now the priest who serves G-d is to admonish [the warriors] to fear Him, and give them assurance [of His help]. The officers, however, speak in the customary way of the world, lest he die in the battle,302Verse 5. for in the normal course of events even some people of the group of the victors die. He commanded that these three categories [of people] return303Verses 5-7. because one’s heart is on his [new] house, vineyard, and wife and he will [be the first to] flee.
Rav Hirsch
V. 22-25. Bei jedem שלמים, dem Opfer, das den frohen Selbstgenuss einer von Gott beglückten Persönlichkeit (שלום ,שָלֵם) zum Ausdruck bringt, findet zuvor תנופה und תרומה mit den אימורים der sinnlichen Reize und Ziele und mit חזה ושוק statt. חזה: die Brust, alles Sinnen und Wollen des Menschen umschließend. שוק: Schenkel und Bein, das Stehen und Gehen, die Manneskraft und das Mannesstreben in ihrer Selbständigkeit vergegenwärtigend (vergl. die Zusammenstellung גבורת הסוס und שוקי האיש Ps. 147, 10). תנופה ist eine horizontale Bewegung von sich und zu sich nach allen vier Seiten תרומה .מוליך ומביא ein Heben und Senken מעלה ומוריד. Beides bezeichnet sprachlich eine dem allgemeinen und Gott zugewendete Spende, und sind daher diese Bewegungen auch symbolisch Ausdrücke desselben Begriffes. Die allseitige horizontale Bewegung תנופה "wendet" den Gegenstand der Gesamtheit zu und gelobt die eigene Verwendung nur im Sinne der Gesamtheit; die hebende und senkende weiht sie dem Himmel und für den Himmel der Erde. Bei dem das sich selbst genießende Glück heiligenden Opfer geht dem Genusse erst Wendung und Hebung der אימורים, der Brust und des Schenkels voran und erklärt damit nur das Glück des frohen Selbstgenusses würdig, das, aller Selbstsucht entkleidet, seine Sinnlichkeit, sein Sinnen und Wollen, seine Kraft und sein Streben Gott und der Gesamtheit zugute kommen lässt. Nur das Individuum darf sich seines Glückes freuen, mit dessen Glück auch Gott und die Gesamtheit sich freut. Obgleich beide Bewegungen mit beiden, mit חזה und שוק vorgenommen werden, wird doch in eigentümlich konstanter Weise תנופה vorzugsweise auf חזה bezogen und תרומה auf שוק. Es heißt immer חזה התנופה und שוק התרומה. Es scheint, als ob das Sinnen und Wollen des Menschen sich leichter mit dem Gedanken an Gott als mit dem an und für die Gesamtheit befreundet, und die Kraft sich natürlicher einem Gesamtziele, als einem Göttlichen zuwendet, die Mahnung daher für jedes die entgegengesetzte Richtung besonders hervorhebt. Beides, חזה ושוק von שלמים, bekommt sodann der כהן als Repräsentant des Gesetzesheiligtums, dem das Sinnen und Wollen und die selbständige Kraft des Glücklichen zugute kommen soll.
Rav Hirsch
V. 34. והרצת את שבתתיה ,אז תרצה וגו׳. Ebenso V. 41: ואז ירצו את עונם V. 43: והם ירצו את עונם ,ותרץ את שבתתיה וגו׳. Es ist nicht leicht, die Bedeutung der Wurzel רצה in diesen Ausdrücken festzustellen, obgleich der Zusammenhang völlig klar ist und es unzweifelhaft ein sühnendes Wiedergutmachen von Sünden bedeutet. Es ist zuvörderst zu bemerken, daß רצה durchaus nicht schlechthin: Wollen, d. i. den Entschluss zu einer Handlung bedeutet. Es kommt nur ein einziges mal in Verbindung mit einem Verbum – רצה ד׳ להצילני Ps. 40, 14 – vor, in allen übrigen Stellen hat es nur ein Substantiv oder ein dessen Stelle vertretendes Pronomen zum Objekt und zwar mit ב־ oder mit את־, wie לא בשוקי האיש ירצה, oder רוצה ד׳ את יראיו (Ps. 147, 10 u. 11), an etwas die Befriedigung seines Willens finden, oder: etwas als seinen Willen befriedigend finden. Allein es drückt auch die gegenseitige Gesinnung, das wohltuende Wohlwollen aus, das sich dem Gegenstande zuwendet, an welchem wir die Befriedigung unseres Willens finden. Diese Bedeutung tritt namentlich in dem Substantiv häufig hervor. Während in לעשות רצונך א׳ חפצתי (Ps. 40, 9) und sonst es das bezeichnet, was dem Willen Gottes gemäß ist, die Befriedigung, die Gott an uns findet, heißt שבע רצון :נפתלי. (Dewarim 33, 23), ורצון שכני סנה (daselbst 16). חיים ברצונו (Ps. 30, 6), ויפק רצון מד׳ (Prov. 18, 22) und sonst sehr häufig, die Befriedigung unserer Wünsche, die Gottes Wohlwollen uns gewährt. רצון heißt daher sowohl die Zufriedenheit, als ein die Wünsche des andern befriedigendes Wohlwollen. Im Verb tritt diese Bedeutung besonders zur Bezeichnung des Wiedergewährens bereits verlorenen Wohlwollens auf. So ותרצני (Bereschit 33, 6); יעתר אל אלוה וירצהו (Job 33, 26) רצית ד׳ ארצך (Ps. 85, 2). Diese Doppelseitigkeit des Begriffs erscheint ähnlich in der Wurzel רעה (ja chaldäisch soviel als רצה) wieder, die ebenso Weide gewähren, wie Weide genießen (im Grunde ja auch Befriedigung gewähren und Befriedigung empfangen) bedeutet (siehe Bereschit 4, 2). Ja, es dürfte רצה auch ganz in der Bedeutung desרעה: Befriedigung an jemandem und bei jemandem suchen, sich zu ihm gesellen, wie רועה כסילים (Prov. 13, 20) usw. vorkommen: אם ראית גנב ותרץ עמו (Ps. 50, 18). Ebenso vielleicht auch ברצותו עם אלקים (Job 34, 9): wenn er eine Befriedigung bei Gott sucht, sich zu Gott hält.