שְׁ֭תוּלִים בְּבֵ֣ית יְהוָ֑ה בְּחַצְר֖וֹת אֱלֹהֵ֣ינוּ יַפְרִֽיחוּ׃
אײַנגעפֿלאַנצט אין הױז פֿון ה׳, אין די הױפֿן פֿון אונדזער גאָט װעלן זײ בליִען.
Rav Hirsch
V. 17. וכל אדם וגו׳. Während im דביר die קטרת והזיות ,עבודה, vollzogen wird, soll niemand sich im היכל befinden, und ebenso, wenn am י׳׳כ oder sonst im Jahre beim täglichen קטרת oder bei מתנות דמים eines פר כהן המשיח oder פר העלם דבר של צבור, im היכל eine עבודה vollzogen wird, soll nach Joma 44a sich niemand in dem dem היכל nächsten עזרה-Raum בין האולם ולמזבח befinden, כשם שפורשין מבין האולם ולמזבח בשעת הקטרה (בהיכל) כך פורשין בשעת מתן פר כהן המשיח וכו׳ (der אולם selbst wird zu קדושת ההיכל gerechnet — daselbst 44b). Da, wie zu V. 16 angedeutet, die Idee des דביר ihre Verwirklichung im היכל, und die Idee des היכל ihre Verwirklichung in der עזרה zu finden hat, somit die עבודה בקדש הקדשים in ihrem Zwecke den היכל, und die im היכל in ihrem Zwecke die עזרה mit einschließt, so dürfte dieses Mitergriffenwerden des nächstäußeren Raumes durch die עבודה im inneren, eben durch diese פרישה aus deren nächstäußerem Raume בשעת עבודה im innern seine Vergegenwärtigung finden, und die bedeutsame Wahrheit allgemein zum Bewußtsein bringen: Was im Heiligtum gewonnen, muss, wenn es Wert haben soll, sich zurückschreitend im Leben fruchtbar bewähren, — שתולים בבית ד׳ בחצרות אלקינו יפריחו (Ps. 92, 14).
Rav Hirsch
Irren wir nicht, so sind diese das Heiligtum umstehenden Zederstämme die Stämme des jüdischen Volkes, die das Gesetz und die von ihm gewahrten Ideale eines geistigen und materiellen Nationallebens zur Verwirklichung in ihre Mitte aufgenommen. Es ist da das עץ יוסף und das עץ יהודה. usw. (Jecheskeel 37, 16), es sind dies die Bäume, die שתולים בבית ד׳ בחצרות אלקינו יפריחו (Ps. 92, 14), die "im Hause Gottes gepflanzt, ihre Blüten in dem das Gotteshaus umgebenden Gesamtleben verwirklichen"; es sind dies die Volkesstämme, von denen ihr erster Führer gesungen: "du bringst sie heim, du pflanzest sie ein" auf dem Berg deines Erbes, an der Stätte, die du für dein Weilen auf Erden, Gott, hast bereitet, dem Heiligtum, Gott, das deine Hände gestiftet" (Schmot 15, 17); es sind dies "die Zelte Jakobs, die Wohnungen Israels", die der fremde Seher geschaut, "wie Gärten an dem Strom, wie Aholsbäume, die Gott gepflanzt, wie Zedern am Gewässer; das Wasser rieselt aus Gottes Eimer und seine Saat ist's an reicher Flut" (Bamidbar 24, 5-7); es ist dies der "Weinstock, den Gott von Mizrajim her versetzt, Völker vertrieb und ihn eingepflanzt", von dessen Schatten Berge bedeckt wurden, und dessen Zweige Gotteszedern (Ps. 80, 9 u. 11); es ist das die Gottespflanzung, von der die Blätter des Prophetenworts reden, und die einst sich zur Gottesverherrlichung — מטע ד׳ להתפאר — vollenden wird (Jes. 61, 3).