Hebräische Bibel
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Kommentar zu Schemot 28:38

וְהָיָה֮ עַל־מֵ֣צַח אַהֲרֹן֒ וְנָשָׂ֨א אַהֲרֹ֜ן אֶת־עֲוֺ֣ן הַקֳּדָשִׁ֗ים אֲשֶׁ֤ר יַקְדִּ֙ישׁוּ֙ בְּנֵ֣י יִשְׂרָאֵ֔ל לְכָֽל־מַתְּנֹ֖ת קָדְשֵׁיהֶ֑ם וְהָיָ֤ה עַל־מִצְחוֹ֙ תָּמִ֔יד לְרָצ֥וֹן לָהֶ֖ם לִפְנֵ֥י יְהוָֽה׃

Und es sei auf der Stirn Aarons; Aaron übernehme somit alle Schuld der heiligen Opfer, welche die Kinder Israel beiligen, bei allen ihren heiligen Gaben; es sei auf seiner Stirn beständig, dass ihnen Gnade werde vor dem Herrn.

Rashi on Exodus

ונשא אהרן AND AARON SHALL BEAR [THE INIQUITY OF THE HOLY THINGS] — The word נשא is an expression of forgiveness, but nevertheless it does not move from (lose) its ordinary meaning of “bearing”: Aaron bears the load of iniquity so that it follows that the iniquity is lifted off the holy things.
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Or HaChaim on Exodus

לרצון להם לפני ה׳. "that they may be accepted on their behalf by G'd with goodwill." We need to understand why the two words "Holy unto G'd" possessed the ability to attract G'd's goodwill. Perhaps the word "Holy" referred to the people of Israel. We find Israel described as "Holy" by Jeremiah (Jeremiah 2,3). The word "unto G'd" are meant to convey that the Jewish people as a whole are devoted and dedicated to G'd. This fact (and not merely the words on the ציץ) ensure G'd's goodwill towards the people. This is the mystical dimension of the words אני לדודי ודודי לי, in Song of Songs 6,3. Solomon means that "if I am devoted to G'd, as a result G'd i.e. דודי, will turn His benevolent attention towards me."
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Rashbam on Exodus

ונשא אהרן את עון הקדשים, according to the plain meaning of the text the reference is not to sacred things which have been allowed to become ritually impure, but the meaning is as follows: the fact that the High Priest would wear the tzitz would facilitate the atonement needed by the various members of the Jewish people requiring same by means of the sacrificial offerings prescribed by the Torah to expiate their sins.
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Rav Hirsch on Torah

V. 38. ונשא אהרן את עון הקדשים, der Nachsatz: והיה וגן׳ לרצון וגו׳ beweist, dass der Ausdruck נשא עון hier nicht im Sinne des Aufsichladens und Tragens einer Schuld zu nehmen sei, sondern wie נושא עון: sühnendes Hinwegheben einer solchen bedeutet. — עוה ;עון הקדשים, wovon עון, bedeutet zunächst: die Krümme (verwandt damit das chaldäische: חויא, Schlange). Im sittlichen Gebiete ist es somit Gegensatz von ישר, dem Geraden, und bezeichnet eine jede Abweichung von der geraden Richtung, d. i, von der sittlichen Bestimmung. Von Personen auf Sachen, hier speziell: Heiligtümer, übertragen, bezeichnet es in buchstäblichem Sinne: eine Entfernung derselben von der ihnen durch die Weihe an Gottes Heiligtum gegeben sein sollenden Richtung, somit einen Umstand, der ihnen eine Entfremdung von ihrer Bestimmung, eine von ihrer Bestimmung abweichende Richtung aufdrücken würde. Der Umstand muss rein sachlicher Natur sein, עון הקדשים, nicht עון מקדישים, ein der Richtung ihrer Weihe konträr widersprechender Umstand, der sie für den Begriff dieser Weihe untauglich, פסול, machen würde. Dadurch, dass die Stirne des Hohepriesters, der den ganzen Dienst des Heiligtums repräsentiert, die Aufschrift קדש לד׳ trägt, somit Gott, wie ihn der Name ה׳ in der ganzen Fülle seiner freien, persönlichen Wesenheit vergegenwärtigt, als den Einzigen positiv ausspricht, dem das Heiligtum geweiht ist, und auf den somit alle diesem Heiligtum zugewendeten Heiligtümer gerichtet sind, ist dies geeignet, einen etwaigen Anhauch von Trübung aufzuheben, den etwa Heiligtümer dieses Heiligtums hinsichtlich ihrer Richtung auf den einen Einzigen erleiden könnten. Der positive Ausspruch קדש לה׳, der sich von der Stirne des Hohepriesters auf das ganze Heiligtum und über alle Heiligtümer innerhalb desselben verbreitet und allen Heiligtümern die Bestimmung קדש לד׳ positiv ausdrückt, kann eine Missdeutung aufheben, der sonst unter Umständen Heiligtümer erliegen könnten, so lange diese Umstände nur sachlicher Natur, in der Beschaffenheit des Objekts gelegen sind, und speziell innerhalb des engsten Kreises dieses Heiligtums verharren. Die Überlieferung (Peßachim 80 b, 77 a u. 9.; Menachot 25 a; Sebachim 23 a u. b) lehrt, dass die durch das קדש לד׳ des ציץ aufzuhebende Störung der Tauglichkeit sich nur auf טומאה bezieht, und zwar entschieden nur auf עולין, d. h. auf diejenigen Opferteile, die wie דם ,קומץ ,אימורים dem Altare, als unmittelbare Hingebung an ד׳ zugewendet werden, nicht so entschieden schon auch auf אכילות, wie בשר, wo die Beziehung zu Gott schon eine vermittelte ist, und der das Opfer genießende Priester oder Eigentümer in den Vordergrund tritt. Ebenso wenig auf טומאת הגוף der weihenden oder opfernden Priester, es sei denn טומאת התהום, solche טומאה, deren Vorhandensein im Momente der Mitteilung für kein menschliches Bewusstsein erkennbar gewesen, oder die, wie bei — קרבנות צבור שקבוע להם זמן, bei von dem Zeitmoment geheischten Gesamtheitsopfern (auch die täglichen חביתי כה׳׳ג und פר כה׳׳ג ביה׳׳כ als einer die Gesamtheit repräsentierenden Persönlichkeit stehen in demselben Begriff, woraus sich der bleibende Ausdruck טומאה דחויה בצבור erklären dürfte, obgleich nur der Begriff קבוע להם זמן maßgebend ist. כה׳׳ג als Gesamtheitsrepräsentanz begriffen, gibt es kein Opfer, das קבוע לו זמן, das nicht zugleich in weiterem Begriff קרבן צבור wäre. Siehe Temura 14 a. Ohnehin tritt der Begriff צבור bei פסח הבא בטומאה, der Quelle dieser Bestimmung, bedingend hervor, da יחיר נדחה לפסח שני) — bereits durch die Bedeutung des Momentes und der Gesamtheit in den Hintergrund gedrängt ist. Daher die Sätze: הציץ מרצה על טומאת הדם ואין הציץ מרצה על טומאת הגוף נטמא טומאת התהום הציץ מרצה (Peßachim 81. a). נטמא הקומץ והקריבו הציץ מרצה יצא והקריבו אין הציץ מרצה שהציץ מרצה על הטמא ואינו מרצה על היוצא (Menachot 25. a). טומאה דחויה היא בצבור ובעיא ציץ לרצות (Peßachim 77 a). אין ציץ מרצה על אכילות (das.). Nun gibt es in der Tat keinen פסול מוקדשים der also dem reinen Gottesbegriff, wie ihn ה׳ dem jüdischen Bewusstsein vergegenwärtigt, und dessen ungetrübte Reinhaltung also die ganze Weihe und Bestimmung des Heiligtums bedingt, konträr entgegensteht, dem also die positive Aufschrift des ציץ: קדש לד׳ einen aufhebenden Protest entgegenzuhalten fähig wäre, als: der פסול טומאה. Alle andern חוץ למקומו ,חוץ לזמנו ,יוצא :פסולים, lassen den Gottesgedanken an sich unberührt und bringen nur störende Vorstellungen innerhalb des Kreises unserer Beziehungen zu Ihm, die somit durch die Wahrheit: קדש לד׳ keine Beseitigung finden. טומאה jedoch greift den Gottesbegriff selber an, indem er somit eine Negierung des קדש לד׳ wäre, wird er selber durch קדש לד׳ negiert. Es ist nämlich טומאה ein Zustand, der, wie ihr Urborn טומאת מת, der Tod, eine physische Macht vergegenwärtigt, der alles Lebende, und auch der Mensch, der zur sittlichen Freiheit Berufene, erliegt, eine blind zwingende Naturgewalt, die in tiefem Grunde die höchste Gottheit des Heidentums aller Zeiten bildet, das den freien Gott wie den freien Menschen leugnet, und alles in den physischen Zwang einer blind waltenden Notwendigkeit aufgehen lässt. Diese Vorstellung befindet sich aber zu einem Heiligtum, das eben auf der Tatsache des — s.v.v. — frei sittlichen Gottes den freien, sittlichen Menschen erbauen will, im geraden Gegensatz. Von dem Finger der טומאה berührtes Blut, berührte Fett und Nieren, berührte handvoll Mehl und Öl auf den Altar gebracht, könnte den missdeutenden Anhauch mitbringen, als ob Leben und Streben und Nahrung und Gesundheit eben jener blind physischen vermeintlichen Allgewalt huldigend dargebracht werden sollte, deren vernichtendem Schritt vermeintlich alles dieses erliegt. Diesem in buchstäblichem Sinne עון הקדשים, dieser die Heiligtümer aus ihrer reinen geraden, einzig wahren Richtung abwendenden Missdeutung, steht das fröhlich heitere קדש לד׳ auf reinem goldenen Grunde an Aarons Stirne entgegen, und tilgt jeden solchen Anhauch eines düsteren Wahns, indem es alle Heiligtümer des Altars dem einen Einzigen, freien, lebendigen, wahrhaftigen Gott vindiziert, dessen Geschöpf und Diener alle physischen Naturgewalten und alle physischen Naturgesetze sind, die das heidnische Bewusstsein zitternd anbetet, und der, wie er selber in seiner allmächtig freien Energie über allen Naturzwang frei erhaben ist und waltet, also auch den Menschen durch sein ihm eingehauchtes göttlich freies Wesen hoch hinauf über alle blinde Naturnotwendigkeit, zu einem in sittlich freier Energie zu vollendenden, Gott, und nur Gott dienenden, heiligen, das ist eben von aller blinden Naturnotwendigkeit sich frei machenden, Leben beruft.
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Chizkuni

והיה על מצחו תמיד, “it shall be worn on the front of mitre whenever he wears same.” It had the tetragram engraved on the golden band.
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Rashi on Exodus

את עון הקדשים [HE SHALL BEAR] THE INIQUITY OF THE HOLY THINGS — atoning for the blood and fat of sacrifices which had been offered when they were unclean, as we have learned (Pesachim 17b; Yoma 7a): What iniquity is it that it (the Plate) bears (atones for)? If you say that it is the iniquity caused by פגול — but it is already said in reference to this, (Leviticus 19:7) “it cannot be atoned for”! If you say it is the iniquity caused by נותר — but it is said in reference to this, (Leviticus 7:18) “It shall not under any circumstances be accounted [unto him] as a sacrifice”! Nor can one say that it (the Plate) atoned for the iniquity of the priest who offered a sacrifice when he was unclean because it is stated here, “[shall bear] the iniquity of the holy things” and it does not state “the iniquity of those who offer the sacrifices” — thus it (the Plate) atones only in so far as to make the sacrifice a fitting one if there had been anything irregular about it.
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Rav Hirsch on Torah

והיה על מצחו תמיד וגו׳. Joma 7 b scheidet sich die Ansicht des ר׳ שמעון und ר׳ יהודה in Entscheidung der Frage, ob die טומאה aufhebende Wirkung des ציץ nur von dessen Vorhandensein für die Stirne des Hohepriesters bedingt, oder auf die Zeit beschränkt ist, in welcher dieser damit bekleidet ist. Nach ר׳ יהודה ist das letztere der Fall: עודהו על מצחו מרצה אין עודהו על מצחו אינו מרצה. Diese Ansicht ist auch Maimonides הל׳ ביאת המקדש IV, 8rezipiert. — לרצון להם לפני ד׳. Nach der Auffassung des לרצונכם תזבחהו (Wajikra 19, 5), das Sebachim 47. a לדעתכם זבוחו "zum Ausdruck eures Wollens opfert es" erklärt, somit רצון nicht auf das von Gott zu erzielende Wohlwollen, sondern auf den zum Ausdruck kommenden Willen des Opfernden bezieht, und so auch in ת׳׳כ das לרצנו לפני ד׳ (das. 1, 3) לרצונכם תמים (das. 22, 19) in gleicher Weise auffasst, dürfte auch das:והיה על מצחו תמיד לרצון להם לפני ד׳ ebenso zu verstehen sein: "das Schauband soll auf Aarons Stirne stets zum Willensausdruck für sie vor Gott sein", d. h. das קדש לד׳ auf Aarons Stirne soll fortwährend Israels Meinung und Absicht hinsichtlich des Heiligtums aussprechen, dass das Heiligtum nur Gott geweiht sei, und durch diesen positiven Ausspruch jede Missdeutung aufheben.
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Rashi on Exodus

והיה על מצחו תמיד — It is not possible to say that this means that it should be on his forehead continually because, as a matter of fact, it was on it only at the time of the sacrificial service. But the word תמיד is to be connected with the words that follow: “continually to make atonement for them”, even if it be not then upon his forehead, i. e. when the High Priest was not officiating, and therefore was not wearing the Plate, at that time when the unclean animal was being sacrificed by an ordinary priest. But according to the opinion (if we adopt the opinion) of him (Rabbi Judah) who says that only whilst it was on his forehead did it atone and effect pardon, and that if it was not on his forehead it did not effect pardon, the following inference must be derived from the phrase על מצחו תמיד: it informs us that he must constantly touch it whilst it is on his forehead, so that he should not divert his attention from it (Yoma 7b).
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