וַעֲדַ֣ת לְ֭אֻמִּים תְּסוֹבְבֶ֑ךָּ וְ֝עָלֶ֗יהָ לַמָּר֥וֹם שֽׁוּבָה׃
Dan jika himpunan bangsa-bangsa mengelilingi-Mu, kembalilah Engkau ke tempat yang tinggi, jauh di atasnya.
Rav Hirsch
In תנ׳׳ך erscheint der Vogel vorzugsweise als Bild eines flüchtigen, von Gefahr bedrohten, von Not ergriffenen, wehrlosen Daseins. כצפור לנוד ,כצפור נודדת מן קנה כעוף נודד ist Jesaias 16, 2 und Prov. 27, 8. u. 26, 2 das Bild der unsteten Flüchtigkeit. כצפור מיד יקוש ,וכצפרים האחוזות בפח ,צוד צדוני כצפור ist Klagel. 3, 52; Pred. 9, 12 und Prov. 6, 5 Ausdruck für ein unablässig bedrohtes oder bereits von Not ergriffenes Dasein. Für alles Geflügel, כל בעל כנף sind (Prov. 1, 17 u. 18) Netze ausgespannt und lauern auf ihr דם und כצפור בודד על גג .נפש, vereinsamt wie der Vogel auf dem Dache ist Ps. 102, 8 der Unglückliche, und ist אהגה כיונה Jes. 38, 14; Jirmija 48, 27, Nachum 2, 8 und Jes. 59, 11 usw. speziell die Taube ein Bild klagenden, wimmernden Leidens. Wir glauben darum nicht fehl zu gehen, wenn wir auch im Opfer den Vogel als Ausdruck eines prekären, leidenden, unglücklichen Zustandes, oder besser einer in prekären, leidenden, unglücklichen Zuständen sich befindenden Persönlichkeit begreifen. Daß in קרבן עולה ויורד das Vogelopfer das Opfer der Armen ist und sonst direkt vorgeschriebene Vogelopfer sich nur bei leidenden Körperzuständen, זב וזבה ויולרת finden, kann dieser Auffassung nur zur Stütze dienen. Es begriffe sich ebenso, warum Vögel nicht zu שלמים dienen. Ist doch der שלמים-Begriff, der Begriff des ungekürzten, ungetrübten, glücklichen Zustandes, eben das Gegenteil desjenigen, der im Vogelopfer zum Ausdruck kommt. Auch zum קרבן צבור sind sie untauglich. Die nationale Gesamtheit als solche, insbesondere die Nation, wie sie im jüdischen Gesetzesheiligtum zum Ausdruck kommt, kennt, nach dem Ausdruck der Weisen, keinen Tod und keine Armut, אין צבור מת ואין צבור עני, die Nation im Galut hat eben kein מקדש mehr. Übereinstimmend mit dem Leidenscharakter des Vogelopfers fällt dabei auch das Erfordernis der Männlichkeit des Geschlechtes und der völligen Unverletztheit des Körpers, זכרות ותמות, weg, und erklärt sich auch der Wegfall der סמיכה, die überhaupt zunächst nur bei Opfern stattfindet, die vorzugsweise dem Begriff der Tatenweihe angehören und daher schon bei בכור מעשר ופסח fehlt, um so weniger daher bei Opfern ihre Stelle findet, die vielmehr den Menschen im Zustande leidender Schwäche vergegenwärtigen.