Commento su Deuteronomio 21:19
וְתָ֥פְשׂוּ ב֖וֹ אָבִ֣יו וְאִמּ֑וֹ וְהוֹצִ֧יאוּ אֹת֛וֹ אֶל־זִקְנֵ֥י עִיר֖וֹ וְאֶל־שַׁ֥עַר מְקֹמֽוֹ׃
allora suo padre e sua madre lo afferreranno e lo faranno conoscere agli anziani della sua città e alla porta del suo posto;
Rabbeinu Bahya
ותפשו בו אביו ואמו, “his father and his mother are to take hold of him, etc.” The procedure suggested by the Torah can be enacted only if both father and mother are willing to testify against their own son before the court. If either father or mother forgive their son, he goes free (Sanhedrin 88).
Ask RabbiBookmarkShareCopy
Rav Hirsch on Torah
V. 19. היה אביו רוצה ואמו אינו רוצה, אביו אינו רוצה ,ותפשו בו אביו ואמו נעשה בן סורר ומורה עד שיהיו שניהם רוצין (Sanhedrin 71 a). Ja, die bereits erwähnte Ansicht, die in diesem ganzen Gesetze nur ein lehrreiches Problem erblickt, bedingt die Verurteilung des ungeratenen Sohnes sogar durch eine Gleichheit der Eltern in dem sinnlichen Eindruck der körperlichen Erscheinung. אם לא היתה אמו שוה לאביו בקול ובמראה ובקומה אינו נעשה בן סורר ומורה מ׳׳ט דאמר קרא איננו שומע בקולנו מדקול בעינן שוין מראה וקומה נמי בעינן שוין (daselbst). Und in der Tat, bei der sinnlichen Anlage des Kindes unseres Problems fällt sicherlich auch der sinnliche Eindruck körperlicher Erscheinung ins Gewicht und lässt eine Ungleichheit, z. B. in dem mehr oder minder Imponierenden des Vaters oder der Mutter, in Stimme, Wuchs usw. auch auf eine Ungleichheit des sittlichen Eindrucks auf das zu erziehende Gemüt schließen. Auch körperliche Gebrechen der Eltern können in derselben Richtung den erziehlichen Einfluss geschwächt haben. Wenigstens hat das menschliche Gericht, dem ja zunächst nur solche äußere Merkmale vorliegen, in solchem Falle sein Urteil zurückhalten. Alle die Tätigkeiten, die in unserem Texte von den Eltern ausgesagt werden: והוציאו ,ותפשו, איננו שומע בקולנו בננו זה ,ואמרו fasst die Halacha auf und lehrt an ihnen, dass unser Text keine an Hand oder Fuß gelähmten, an Stummheit, Blindheit, Taubheit leidenden Eltern voraussetze.
Ask RabbiBookmarkShareCopy
Rav Hirsch on Torah
זלל ,זולל וסובא ist der spezifische Ausdruck für gefräßiges Fleischessen, sowie סובא für den Weinsäufer. So Prov. 23 20: אל תהי בסבאי יין בזללי בשר למו כי סבא זלל .וזולל יורש וקרעים תלביש נומה, verwandt mit צלל in die Tiefe versinken, bezeichnet den höchsten Grad der Entwürdigung als Gegensatz von יקר, so Jirmija 15, 19. ואם תוציא יקר מזולל כפי תהיה, "wenn du es verstehst, Würdiges aus Gemeinem hervorzubringen, wird dein Mund gottähnliche Kraft bewähren". זולל ist daher der viehisch gewordene Mensch, und ein זולל בשר kennt keine höhere Glückseligkeit als einen großen guten Braten, er ist Vieh im Fleischgenuss. סבא, verwandt mit צבא anschwellen, שבע satt werden usw.: sich mit Getränk füllen, saufen. Der בן סורר ומורה verfällt dem richterlichen Urteil nur, wenn er seinen Ungehorsam gegen die Eltern in viehischem Fleisch- und Weinschlemmen betätigt, und zwar, da er es gegen den Willen der Eltern verübt und er als dreizehnjähriger Mensch voraussetzlich kein eigenes Vermögen hat, stiehlt er es, wie die Halacha lehrt, den Eltern und verprasst es mit gleich ihm nichtswürdigen Genossen (Sanhedrin 71 a u. 70 b). Indem das Gesetz unter allen möglichen Verirrungen das als Kriterium hoffnungslosester Entartung hervorhebt, wenn in der Zeit, in welcher der zum Jüngling gereifte jüdische Knabe sich begeisterungsvoll jedem Ideale des Geistigen und Sittlichen zuwenden soll, er sich dem "Schlemmen und Saufen" ergeben zeigt, so liegt da wiederum ein bedeutsamer Fingerzeig für Vater und Mutter, überhaupt für den ganzen Tenor eines Hauses, in welchem junge Menschenseelen ihrer geistigen sittlichen Zukunft entgegenreifen sollen, schon um dieser ihrer Kinder willen sich zu hüten, nicht "gut Essen und Trinken" als ein überwiegendes "wichtiges" Anliegen des Hauses und der Hausgenossen hervortreten zu lassen. Nur, wo geistigen und sittlichen Momenten eine unvergleichlich höchste Wertschätzung zugewendet wird, bildet sich die Atmosphäre, in welcher junge Menschengemüter vor sinnlicher Vertierung geschützt bleiben. —
Ask RabbiBookmarkShareCopy
Rav Hirsch on Torah
An die Aussage der Eltern: איננו שומע בקולנו knüpft die Halacha den Satz, dass nicht nur, wenn der ausschweifende Genuss bei einer Mizwagelegenheit stattgefunden, אכל דבר שהוא מצוה, sondern auch, wenn der Genuss in gesetzlich verbotenen Speisen bestanden אכל דבר עברה, wie: נבלות וטרפות ושקצים ורמשים, die Verurteilung nicht statthabe, es heiße: איננו שומע בקולנו ולא בקולו של מקום (daselbst 70 b). Wir haben diese auffallende, für die Erfahrungen unserer Gegenwart und durch dieselben in nicht geringem Maße lehrreiche Bestimmung in unserem eingangs erwähnten Artikel im Jeschurun ausführlich beleuchtet und verweisen hierauf. —
Ask RabbiBookmarkShareCopy