וְהִקְרִ֥יב אֹתָ֖הּ הַכֹּהֵ֑ן וְהֶֽעֱמִדָ֖הּ לִפְנֵ֥י יְהוָֽה׃
제사장은 그 여인으로 가까이 오게 하여 여호와 앞에 세우고
German Commentary
welches beim Eingang des Nikanortores ist. Da die Frau sich bereits vor dem Synhedrion befindet, und dieses in der Quaderhalle (לשכת הגזית) tagte, welche zur Hälfte im Vorhof der Israeliten lag (vgl. Joma 25 a; Mischna Sanhedrin XI, 2 und Mischnajot Seder Nesikin ed. Hoffmann S. 195, N. 14). so ist der Passus: „man führte sie hinauf…“ nicht ohneweiteres verständlich. Nach der Gomara (8 a) hat man die Sota erst hinab- und dann wieder heraufgeführt, um sie zu ermüden und dadurch zum Geständnis gefügig zu machen (vgl. Raschi z. St.). Dies besagt dann auch die doppelte Aussage der Tora Num. 5, 16 והעמדה לפני ה׳ … und 5, 18 והעמיד הכהן את האשה לפני ד׳ (vgl. Raschi zu Num. 5, 18).— Der vorliegende Text לשער המזרח שעל פתח שער נקנור „zum Osttor, welches beim Eingang des Nikanortores ist“, den auch die Mischna in den Ausgg. des babylonischen Talmud bietet, ist nicht erklärlich. Nach Mischna Middot I, 3 und II, 6 (vgl. auch Mischna Schekalim VI, 3) ist das Osttor (שער המזרח) ein Tor zum Tempelberg (הר חבית), das Nikanortor aber eines an der Ostseite des Vorhofes (עזרה). Es ist daher nicht vorzustellen, was unter dem „Osttor, das beim Eingang des Nikanortores ist“, zu verstehen sein soll. Nach Raschi (zur Mischna) führte man die Sot a den Tempelberg hinunter, dann zum Osttor und von dort zum Nikanortor (vgl תפארת ישראל). Das ist wohl vereinbar mit dem Mischnatext im Jeruschalmi: לשערי מזרח לשערי נקנור „zum Osttor, zum Nikanortor“ und dem Text der Münchener Handschrift: לשערי המזרח ולשע׳ נקנור „zum Osttor und zum Nikanortor“. Nach Maim. (Mischnakommentar und הלכות סוטה III, 3—4) ist hier überhaupt nur vom Nikanortor die Rede, das hier als an der Ostseite des Vorhofes liegendes mit „Osttor“ bezeichnet wird. Darnach ist das לשערי נקנור resp ולשע׳ נקנור der letztzitierten Laa. explikativ: „nämlich zum Nikanortor“ zu fassen.
Rav Hirsch
Daß das Opfer der Armut auf dieser äußersten Stufe nur aus סלת, dem Existenzmittel, ohne שמן, ohne Bestandteil des Wohlstandes, und ohne לבונה, ohne Ausdruck des befriedigenden Wohlbehagens, besteht, dürfte natürlich erscheinen. Es soll ja eben die Gottesnähe selbst auf der Stufe des kahlsten Daseins zum Ausdruck kommen. Allein es wird ausdrücklich verboten, Öl darauf zu tun und Weihrauch darauf zu geben: לא ישים עליה שמן ולא יתן עליה לבנה, jedes ist als ein besonderes Verbot zu fassen: חייב על השמן בפני עצמו ועל הלבנה בפני עצמו (Menachot 59b), und es sind diese Verbote nicht motiviert, weil es das Opfer der äußersten Armut, sondern weil es Laus dem Zustand der Sünde hervorgegangen, weil es ein Entsündigungsopfer ist: כי חטאת היא! (ähnlich dem מנחת סוטה, Bamidbar 5, 16) und dürfte wohl damit gesagt sein: wenn sich die Armut nur von der Sünde frei hielt, so brauchte die ärmste Armut nicht des "Öles" und nicht des "Weihrauchs" zu vermissen, so dürfte selbst die ärmste Armut sich reich und in der ärmsten Armut man sich glücklich fühlen. Nicht der Mangel, die Sünde versagt das Öl und den Weihrauch. Mit der Sünde würde selbst der Reichtum nicht reich und glücklich sein lassen. לא ישים עליה שמן ולא יתן עליה לבנה כי חטאת הוא!
Rashi
והעמיד הכהן וגו׳ AND THE PRIEST SHALL PRESENT [THE WOMAN BEFORE THE LORD] — But has it not already been stated, (v. 16) “and he shall present her before the Lord”? But they used to move her about from place to place (and thus, as it were, present her many times) in order to wear her out so that her thoughts should become confused and she be unable to invent explanations of her conduct and so she would confess her guilt (Sotah 8a).