출애굽기 29:38의 주석
וְזֶ֕ה אֲשֶׁ֥ר תַּעֲשֶׂ֖ה עַל־הַמִּזְבֵּ֑חַ כְּבָשִׂ֧ים בְּנֵֽי־שָׁנָ֛ה שְׁנַ֥יִם לַיּ֖וֹם תָּמִֽיד׃
네가 단 위에 드릴 것은 이러하니라 매일 일년 된 어린 양 두 마리니
Rabbeinu Bahya
וזה אשר תעשה על המזבח, “and this is what you are to do on the altar, etc.” the word עשייה here refers to the arranging of the various parts of the animal on the altar and the pile of wood which occurred at sunrise. The actual slaughtering of the daily burnt-offering had taken place earlier as soon as the eastern sky had begun to become light. Six priests participated in that sacrifice (Yuma 24). One would carry the legs and the head, the other the two forelegs; the third the rear end and hind leg, the fourth the chest and the stomach; the fifth would carry the rib-cage, and the sixth would carry the entrails.
Ask RabbiBookmarkShareCopy
Rav Hirsch on Torah
V. 38. Mit dem vorangehenden Verse waren die Vorschriften über die Herstellung und Einweihung des Heiligtums und der Priester vollendet. Allein nicht die Herstellung und Einweihung des Tempels und der Priester erwirkt an sich das in dem Satze ועשו לי מקדש ושכנתי בתוכם (Kap. 25, 8) verheißene Ziel der Gottesgegenwart im Volke (siehe das.), erst die im Heiligtum durch die Priester zum Ausdruck zu bringende, immer zu wiederholende, tägliche Hingebung des Volkes an das durch das Heiligtum vergegenwärtigte Ideal der jüdischen Bestimmung erreicht dieses Ziel, macht das und dies ist der Inhalt der VV. 38.—46 ausgesprochenen ,שכינה zur Stätte der מקדש Verwirklichung des mit dem ganzen Heiligtumsbau zu erreichenden Zweckes. Dieser Zweck ist mit der Herstellung des Tempels nicht ein für allemal erreicht, sondern nur ermöglicht. Erreicht wird er nur, wenn das Heiligtum durch die steten Hingebungshandlungen des Volkes, gleichsam die nationalen Atemzüge, Leben gewinnt und wirksam wird. Diese den Zweck des Heiligtums bedingende ewige Hingebung des Volkes an das Ideal des göttlichen Gesetzes, dem das Heiligtum erbaut ist, ist die Bedeutung des Tamidopfers. Darum hat es hier seine Stelle im unmittelbaren Zusammenhange mit den מלואים-Opfern und im engen Anschluss an dieselben.
Ask RabbiBookmarkShareCopy
Chizkuni
וזה אשי תעשה, “and this is what you shall do:” Moses will observe seven days of consecration followed by Aaron and his sons observing their own days of consecration. (Ibn Ezra) This is a pattern for all future generations. [I confess not to understand this, as once priests were born to the priesthood, what purpose would consecration serve, and which ritual do we call consecration of seven days nowadays? Ed.]
Ask RabbiBookmarkShareCopy
Rav Hirsch on Torah
כבשים בני שנה, in der Stunde seiner nationalen Geburt stellte Israel sich Gott als "Schaf seiner Herde" dar, ja es erlangte sein nationales Dasein nur, indem es sich also Gott als seinem Hirten für immer anheimgab. Was es aber in der ernstgroßen Stunde seiner Geburt gelobte, das soll es durch die ganze Dauer seines Daseins verwirklichen, es soll nie sich dieser Führung seines Hirten entwachsen glauben, es soll ewig jung bleiben, ewig Gott gegenüber im ersten Jahre seines Daseins stehen, ewig zu Ihm als "einjähriges Schaf seiner Weide" hintreten (siehe zu Kap. 12, 5). Wenn es aber in der Stunde seiner geschichtlichen Geburt zunächst in Beziehung auf sein von Gott zu gestaltendes Geschick diese Hingebung an seine Führung zu betätigen hatte und daher sein Peßachopfer im שלמים-Charakter steht, hat es im weiteren Verlaufe seines Wandels unter Gottes Führung diese Hingebung nicht sowohl im passiven Hinnehmen seines von Gott gestalteten Geschickes, als vielmehr im tätigen Hinanstreben zur Verwirklichung seiner von Gott gewiesenen Aufgabe zu lösen, und sein Tamidopfer ist nicht שלמים, sondern עולה.
Ask RabbiBookmarkShareCopy
Rav Hirsch on Torah
שנים ליום. Es heißt nicht einfach: כבש אחד תעשה בבקר וכבש אחד תעשה בין הערבים es heißt auch nicht: שני כבשים בני שנה ליום sondern bevor im folgenden Verse die Darbringung der beiden Tiere verteilt wird, werden sie zuerst zusammengefasst, und zwar wird das שנים, die Zahl, in enge Verbindung zu dem Tage, somit als Beziehungen des Tages entsprechend und aus ihnen resultierend dargestellt. Alles dieses findet seine Erläuterung in der (Joma 62 b) erläuterten Halacha: תניא שנים ליום כנגר היום אתה אומר כנגד היום או אינו אלא חובת היום כשהוא אומר את הכבש האחד וגו׳ הרי חובת היום אמור ומה אני מקים שנים ליום כנגד היום כיצד תמיד של שחר היה נשחט על קרן צפונית מערבית וכו׳ וכו׳ ע׳׳ש. Es ist die Zweiheit in der Tageserscheinung, die die Zweiheit des Tagesopfers bedingt. Der Tag, יום (verwandt mit קום) die Zeit der aufrechten Selbständigkeit, ist von Nacht und Nacht umgrenzt; sie steigt von Nacht zur Mittagshöhe und sinkt aus Mittag zur Nacht. In dieser steigenden und sinkenden Tendenz bewegt sich die ganze physische Welt des Menschen und somit sein eigenes physisches Dasein und alles, dessen er für sein Wirken und Schaffen auf Erden als irdischer Grundlage bedarf. Allein der steigende und sinkende Tag, das steigende und sinkende Geschick, das steigende und sinkende irdische Dasein ist nur Eine Ordnung Gottes, des einen Einzigen, steht unter der Obhut des einen einzigen Lebenshirten, und darum ruft der sinkende wie der steigende Strahl zu einer und derselben Lebensaufgabe, zu einem und demselben Lebensglück. Hoch über dem Wechsel der Zeiten steht, unter dem einen Gott, einheitlich das jüdische Leben. Als dasselbe "Schaf der göttlichen Weide" mit demselben Gott huldigenden Zeichen der "Nahrung, des Wohlstandes und der Freude"; zeigt sich Israel dem steigenden wie dem sinkenden Strahle, und bekennt die Einheit seines Gottes durch die Einheit seines Lebensberufes und seiner Lebensfreude (siehe V. 41). Darum wird sein Morgenopfer auf der nordwestlichen Seite vollzogen, damit der Morgenstrahl aus Osten, und sein Abendopfer im Nordosten, damit der Abendstrahl aus Westen darauf falle, und dem sinkenden wie dem steigenden Strahle Israel sich in demselben unveränderlichen Charakter zeige. Tamid 4, 1 steht die Bestimmung: לא היו כופתין את הטלה אלא מעקידין אותו מי שזכו באברין אוחזין בו., nach Auffassung des רמב׳׳ם (הלי תמידין ומוספין) : man band das Lamm des Tamidopfers nicht, sondern hielt nur mit den Händen die Vorder- und Hinterfüße. Zu dieser Bestimmung der Mischna gibt eine Auffassung der Gemara (31 b) das merkwürdige Motiv: משום דמהלך בחוק העמים, weil er durch das Binden in heidnischen Weisen verfahren würde. ראב׳׳ד und auch רמב׳׳ם daselbst scheinen die Lesart אפיקורסין statt עמים gehabt zu haben; (im Mischnakommentar jedoch heißt es auch שלא יחקו לאומות). Welcher heidnischen oder unjüdischen Weise und Anschauung hiermit begegnet werden sollte, ist unerörtert. Wir haben schon oben zu Kap. 12, 5 bemerkt, in welchem Gegensatz das "Lamm" der jüdischen Symbolik zu dem "Lamm" einer anderen nichtjüdischen Anschauung stehe, wie es das fröhlich heitere, männliche, unverstümmelte in ewiger Jugendfrische sei, das eben in seiner Hingebung an die Führung seines Hirten diese ungeschwächte, ewig heitere Lebensfülle findet, im Gegensatz zu jener Anschauung, welche im "Lamm" ein Symbol widerstandslosen Leidens und Duldens und in diesem hinsterbenden Dulden das Ideal der Lebensbestimmung erblickt. Wir sind sehr geneigt, in dieser unjüdischen Auffassung des Lammessymbols diejenige Anschauung zu finden, welcher die in Rede stehende Bestimmung entgegen wirken soll. Nicht das geknebelte Lamm, das freie lebendige Wesen ist es, als welches Israel sich frei der Führung und Leitung seines Hirten hingibt und in dieser Hingebung erst wahrhaft zur Freiheit und zum Leben ersteht.
Ask RabbiBookmarkShareCopy